Suppenschöberl

3 Eiklar
3 Dotter
3 EL Mehl
Salz
35 g Butter

  1. Eiklar zu steifem Schnee schlagen.
  2. Aus Dotter, etwas Salz und Butter einen Abtrieb herstellen.
  3. Eischnee, Abtrieb und Mehl vorsichtig mit einem Schneebesen vermengen.
  4. Eine eckige Form mit Backpapier auslegen, die Masse hineingeben und die Oberfläche glattstreichen.
  5. Im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C backen, bis die Ränder leicht braun werden.
  6. In Rauten schneiden und in einer dunklen Rindssuppe oder in Gemüsesuppe anrichten.
  7. Mit Schnittlauch bestreuen.

Rezept aus: Gute Küche, Neuestes Kochbuch, Bibliothek der „Illustrierten Kronen-Zeitung“ aus dem Jahr 1900, S. 40. Zubereitung angepasst.

Brennsuppe mit Strugglnudel

Zutaten
5 dkg Butter
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 gehäufte EL griffiges Mehl
1 l Wasser
Salz
Pfeffer
Majoran
Schnittlauch
einige Tropfen Essig
20 dkg griffiges Mehl
etwas Wasser
Salz
  1. Aus Mehl, Salz und Wasser einen eher weichen Nudelteig zubereiten, rasten lassen und dünn zu einem großen Fleck auswalken.
  2. Den Teig mit zerlassener Butter bestreichen und einrollen. Über Wasserdampf 35 Minuten kochen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die kleingeschnittenen Zwiebeln in der Butter langsam anrösten, Mehl dazugeben und weiterrösten, bis alles braun ist.
  4. Mit Wasser aufgießen, die Gewürze dazugeben und aufkochen lassen.
  5. Den Strugglnudel in feine Streifen schneiden und in die Suppe geben.
  6. Mit Schnittlauch anrichten.

Das Rezept für diese Suppe, die früher in der Fastenzeit sogar ohne Eier zubereitet wurde, stammt von Anna Sturm in St. Peter

 

 

Glantaler Montagsknödel

1 mittlere Zwiebel
1 EL Pflanzenöl
300 g magerer Speck (oder Speck oder Bratenreste)
5 Semmeln (oder 250 g Knödelbrot)
2-3 Knoblauchzehen
gut 1/8 l Milch
2 Eier
Salz, Pfeffer, 1 EL gehackte Petersilie
3 EL Mehl
1 l Rindsuppe (oder Salat)
Schnittlauch zum Bestreuen

  1. Zwiebel schälen, fein hacken und in etwas Öl anrösten. Dann den Speck (oder den Schinken oder Bratenreste) kleinwürfelig schneiden, dazugeben und mitbraten.
  2. Die Semmeln ebenfalls in kleine Würfel schneiden, Knoblauch schälen und zerdrücken. Milch mit den Eiern verschlagen, Semmelwürfel oder Knödelbrot darin einweichen und die Masse mit allen übrigen Zutaten und Gewürzen gut vermischen. Etwas durchziehen lassen.
  3. Mit etwas Mehl ähnlich wie eine Semmelknödelmasse binden und daraus mit nassen Händen kleine Knödel formen. In leicht wallendes Salzwasser einlegen und 20 Minuten ziehen lassen.
  4. Die Rindsuppe erhitzen und Knödel in der heißen Suppe, mit Schnittlauch bestreut, auf den Tisch bringen. Oder ohne Suppe mit grünem Salat servieren.

Quelle: Elisabeth Ruckser, Aus Omas Kochbuch. Fast vergessene Rezepte. Servus. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

Schlickkrapferlsuppe

Zutaten
25 dkg griffiges Mehl
1 Ei
Salz
einige EL Wasser

Fülle
25 dkg Schweinsbeuschel (Lunge, Herz)
25 dkg Schweinefleisch (z.B. Kopf- oder Bauchfleisch)
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe
1 Ei
Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt
Majoran, Basilikum, Wacholderbeeren
Zitronensaft

Zubereitung
Einen Liter Wasser mit Salz, Pfeffer, Majoran, Wacholderbeeren und Lorbeerblatt würzen und aufkochen. Das Beuschel und das Schweinefleisch ungefähr 45 Minuten kochen lassen. Auskühlen lassen. (Wer nicht so gerne Beuschel hat, kann auch Reste von gebratenem oder gekochten Fleisch verwenden, diese werden ebenfalls faschiert.)

Aus den angegebenen Zutaten einen Nudelteig nach Grundrezept zubereiten. Während der Teig rastet, wird die Fülle zubereitet.

Das gekochte Fleisch faschieren.
Die Zwiebel klein schneiden und in einer Pfanne goldgelb anbraten.
Faschiertes, Ei, Zwiebel, zerdrückten Knoblauch und Gewürze gut vermengen. Ein paar Tropfen Zitronensaft machen die Fülle würziger.
Den Nudelteig dünn ausrollen. Aus der Fülle kleine Kugerl formen und in regelmäßigen Abständen auf den Teig legen. Teig überschlagen und die Schlickkrapferl entweder eckig ausradeln oder rund ausstechen. Die Ränder mit einer Gabel zusammendrücken.
In siedendem Salzwasser 12 Minuten kochen. Abseihen, in eine dunkle Rindssuppe geben und noch kurz ziehen lassen. Mit Schnittlauch bestreuen.

Brennnesselsuppe

Bevor in unserer Gegend Spinat angebaut wurde, wurden im Frühjahr frische Brennnesseln zum Kochen verwendet.
Frische Brennnesseln schneiden Sie am besten auf ungedüngten Flächen abseits vielbefahrener Straßen.

Zutaten
frische Brennnesseln
1 EL Butter
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Muskat
2-3 gekochte Erdäpfel
1 großer EL Sauerrahm

Zubereitung
Die Brennnesseln sehr gut waschen und grob schneiden.
Zwiebel schneiden und in Butter anrösten, Brennnesseln und die Knoblauchzehe dazugeben. Würzen.
Kurz kochen lassen, ein bis zwei große gekochte Erdäpfel zerteilen und dazugeben, die Suppe mit einem Stabmixer passieren.
Einen Erdapfel grob würfeln.
Die Rein vom Herd nehmen und den Sauerrahm gut einrühren – dabei soll die Suppe nicht mehr kochen, sonst flockt der Sauerrahm aus. Mit Erdäpfelwürfeln anrichten.

Selchsuppe

Zutaten
1 ½ l Wasser
3/4 kg Selchfleisch
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe
1 Bund Wurzelwerk
1 TL Salz, Pfefferkörner, 5 Wacholderbeeren

Zubereitung
Das Wasser mit allen Zutaten (auch dem Selchfleisch) kalt zustellen, ungefähr 1 ½ Stunden zugedeckt kochen lassen. Das Fleisch aus der Brühe nehmen, die Suppe abseihen.

Varianten

  1. Die fertige Suppe wird über blättrig geschnittene gekochte Erdäpfel gegossen und mit Schnittlauch serviert. (So hat es meine Mutter gemacht.)
  2. Man macht eine lichte Einbrenn und gießt sie mit der fertigen Selchsuppe auf. Wenn alles gut verkocht ist, wird ein Eidotter in ¼ l Sauerrahm versprudelt und dazugegeben. (Wiener Koch- und Haushaltungskurse, 1933)
  3. Ungarische Selchsuppe: Wie b). Die Suppe wird über nudelig geschnittenes Selchfleisch und geröstete Brotwürfel geschüttet. (Gute Küche, um 1920)
  4.  Man kocht Grieß- oder Semmelknödel oder auch Rollgerste (pro Person 1 EL) ein.  (Fiala, die moderne Wiener Küche, 1905)
  5. Knödelsuppe: In Oberösterreich kommen Mehlknödel und Geselchtes in die Suppe.

 

Rohnensuppe

Zutaten
3 mittelgroße Rohnen (= Rote Rüben)
2 mehlige Erdäpfel
2 Karotten
1 l Gemüsesuppe
Sauerrahm oder Schlagobers
Salz, Pfeffer
Zitronensaft
Kren

Zubereitung
Rohnen, Erdäpfel und Karotten waschen, schälen und feinwürfelig schneiden.
In die kochende klare Gemüsesuppe geben, mit Salz und Pfeffer würzen und sieden lassen, bis das Gemüse weich ist. Fein pürieren.
Mit etwas Zitronensaft verfeinern.
Anrichten und auf jede Portion Suppe 1 EL Sauerrahm oder Schlagobers geben.
Mit frisch gerissenem Kren großzügig bestreuen.

Rollgerstlsuppe

Zutaten
1 Tasse Rollgerste
1 l Gemüsesuppe
1 Bund Suppengrün
2 Karotten
Salz, Pfeffer
Schnittlauch

Zubereitung
Die Rollgerste über Nacht einweichen.
Abseihen und in 1 l siedender Gemüsesuppe garen.
Nach 40 min das Wurzelwerk putzen und mundgerecht schneiden.
Anrösten und mit der Suppe mitkochen bis das Gemüse gar ist.
Mit Salz und Pfeffer würzen, vor dem Servieren mit Schnittlauch garnieren.

Speckknödel auf Lavanttaler Art

Diese Art von Knödeln wird ohne Semmelwürfel zubereitet – die Leibspeise meines Großvaters.

Zutaten
10 dkg würfelig geschnittener Speck
20 dkg Weizengrieß
1/4 l Milch
1/8 l Wasser
2 Eier
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Den Speck langsam anbraten, wenn er glasig wird, Grieß darunterrühren.
Wasser und Milch dazugeben und aufkochen lassen, dabei gut rühren.
Würzen.
Kochtopf vom Herd nehmen, alles 20 min stehen lassen.
Anschließend die Eier gut in die Masse einarbeiten.
Mit feuchten Händen Knödel formen und in kochendes Salzwasser einlegen. Hitze sofort zurücknehmen, 30 min sieden lassen. Die Knödel gehen während des Siedens auf.

Kleine Speckknödel sind eine sehr gute Suppeneinlage. Sind Sie größer, werden sie mit Sauerkraut oder Salat serviert.