Buchhofer Erdbeermarmelade

Die Buchhofer Marmeladen wurden bei Prämierungen schon mehrfach mit Goldmedaillen ausgezeichnet.

1 kg Erdbeeren
500 g Gelierzucker 1:2
½ Zitrone
400 g Äpfel (am besten geeignet ist die Sorte Gala)

  1. Die Erdbeeren waschen und putzen, Verdorbenes entfernen. Abwiegen. Die Zitrone auspressen und zur Seite stellen. Äpfel schälen.
  2. Die Erdbeeren und die entkernten und würfelig geschnittenen Äpfel in einem großen, breiten Topf zustellen. Öfters umrühren, damit nichts anbrennt. Sobald die Früchte weich sind, werden sie püriert. Dann den Gelierzucker dazugegeben. Die Marmelade kochen, bis die Masse geliert, dabei nicht auf das Rühren vergessen. Am Schluss den Zitronensaft einrühren.
  3. Gelierprobe: Einen Tropfen Marmelade auf einen Teller geben und senkrecht halten. Wenn die Marmelade nicht mehr rinnt, ist sie fertig. Vor dem Abfüllen den Schaum abschöpfen.
  4. Die Marmelade wird in sterilisierte Gläser gefüllt, sie werden mit Twist off-Deckeln verschlossen und auskühlen gelassen.

Erdbeermarmelade verliert sehr schnell die Farbe, deshalb immer nur kleine Mengen zubereiten. Für frische Marmelade können die Erdbeeren nach dem Ernten eingefroren und später aufgetaut werden, auf diese Art behalten sie ihren feinen Geschmack.

Dieses Rezept stammt aus den Buchhofer Rezeptideen.

Spinatsuppe mit Butternockerl

Einmach
40 g Butter
20 g Mehl
¾ l Wasser

200 g Blattspinat
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
Knoblauch
1/8 l Schlagobers

Butternockerl
40 g Butter
1 Ei
Salz
80 g Mehl
Milch nach Bedarf

  1. Eine Einmach zubereiten: Butter zerlassen, Mehl dazugeben und anschwitzen lassen. Mit kaltem Wasser aufgießen und mit einem Schneebesen gut verrühren, bis alle Klumpen aufgelöst sind. Unter ständigem Rühren einmal aufkochen lassen. Den Spinat dazugeben, kurz aufkochen lassen und pürieren.
  2. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen. Die Knoblauchzehe schälen und in die Suppe pressen. Mit Schlagobers abschmecken.
  3. Für die Butternockerl werden Butter und Dotter schaumig gerührt, anschließend wird Mehl, Salz und Milch daruntergerührt. Die Masse darf nicht zu flüssig sein, sonst fallen die Nockerl beim Kochen auseinander.
  4. Das Eiklar zu Schnee schlagen und vorsichtig unter die Masse heben.
  5. Mit zwei Kaffeelöffeln werden Nockerl geformt und in siedendes Wasser eingelegt. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig.
  6. Vor dem Servieren in die heiße Spinatsuppe einlegen und mit Gänseblümchen dekorieren.

Statt Spinat können Sie auch die Spitzen von frischen Brennnesseln verwenden. Auch mit Bärlauch kann diese Suppe zubereitet werden. Allerdings wird dann kein Knoblauch verwendet, weil der Bärlauch sehr intensiv schmeckt.

Dieses Rezept finden Sie in dem Kochbuch Buchhofer Rezeptideen, das aus einer Zusammenarbeit der Lovntolerin mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Buchhof entstanden ist.

Gemüseschnitzerl mit Wildkräutersoße

100 g Karotten
100 g Zucchini
Salz, Pfeffer
1 Knoblauchzehe
1 Ei
1 EL Mehl
2 EL Semmelbrösel

Sesampanier
2 Eier
Salz
9 EL Semmelbrösel
1 EL Sesam

Pflanzenöl zum Herausbacken

Wildkräutersoße
¼ l Joghurt
¼ l Sauerrahm
Frische Wildkräuter
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker

  1. Karotten und Zucchini fein raspeln.
  2. Mit Salz und Pfeffer würzen, eine Knoblauchzehe in die Masse pressen.
  3. Mit Ei, Mehl und Semmelbröseln vermengen. Schnitzerl formen.
  4. Für die Sesampanier die Eier verquirlen und leicht salzen. Die Schnitzerl von allen Seiten damit bedecken.
  5. Semmelbrösel und Sesam vermischen und die Schnitzerl darin wälzen.
  6. In heißem Pflanzenöl auf beiden Seiten braten, bis die Schnitzerl eine schöne Farbe haben.
  7. Für die Wildkräutersoße Joghurt und Sauer­rahm verrühren.
  8. Wildkräuter, z. B. Sauerampfer, Löwenzahn, Giersch, Bärlauch, Schnittlauch, Gundelrebe und Brennnessel waschen, fein hacken und dazugeben. Falls Sie keine Wildkräuter zur Verfügung haben, können Sie z. B. Schnittlauch, Petersilie, Estragon, Majoran, Liebstöckel ,Thymian und Oregano dazugeben.

Überbackene Erdäpfelnockerl

Nach dem üppigen Essen zu den Feiertagen möchte ich Ihnen heute ein einfaches, altes Gericht vorstellen.

3/4 kg mehlige Erdäpfel
5 dkg Butter
2 Eier
Salz, Muskat
10 dkg Weizengrieß
2 EL griffiges Mehl (ev. auch etwas mehr, je nach Bedarf)
1 EL zerlassene Butter
¼ l Sauerrahm

  1. Die Erdäpfel kochen, noch heiß schälen und durch eine Erdäpfelpresse drücken.  Den Grieß darübergeben und alles etwas überkühlen lassen.
  2. Die Butter in kleine Stücke schneiden und gleichzeitig mit den Eiern, dem Mehl, dem Salz und dem Muskat dazugeben und verkneten.
  3. Den Teig 20 Minuten rasten lassen.
  4. Eine Auflaufform ausfetten.
  5. Mit bemehlten Händen Nockerl formen, falls der Teig noch klebt und sehr weich ist, kann noch zusätzlich Mehl zugegeben werden. Wieviel Mehl der Teig braucht, hängt von der Erdäpfelsorte ab.
  6. Die Nockerl nebeneinander in die Auflaufform legen, mit dem Sauerrahm übergießen und im auf 180 °C vorgeheizten Rohr backen, bis der Sauerrahm beginnt, Farbe anzunehmen.
  7. Wird mit Salat oder Apfelmus gegessen.

Warum zu vielen Gerichten Apfelmus gegessen wird, lässt sich leicht erklären: Als es noch nicht möglich war, jeden Tag frisches Obst und Gemüse im Geschäft zu kaufen, wurde , wenn es keinen Salat mehr gab, oft bis weit in den Winter hinein aus den eigenen Äpfeln Apfelmus gekocht und statt Salat gegessen.

Waldviertler Mohnstangerl

250 g weiche Butter
100 g Staubzucker
1 Dotter
1 Ei
abgeriebene Schale einer Biozitrone
1 Prise Zimt
1 EL echter Vanillezucker
80 g geriebene Haselnüsse
100 g Mohn
220 g glattes Mehl

200 g Powidl zum Füllen
Schokoladeglasur zum Tunken

  1. Butter, Staubzucker, Dotter, Ei, Zitronenschale, Vanillezucker und Zimt mit dem Handmixer schaumig rühren.
  2. Die restlichen Zutaten einmengen und den Teig in einen Spritzsack mit der Sterntülle Nr. 8 füllen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  3. Das Backrohr auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Mit dem Spritzsack 6 cm lange Stangerl auf das Backpapier spritzen und im Backrohr auf Sicht ca. 8-10 Minuten backen. Die Mohnstangerl vollständig abkühlen lassen.
  5. Den Powidl in einem kleinen Topf kurz aufkochen und mit einem Schneebesen durchrühren. Die Hälfte der Mohnstangerl mit heißem Powidl bestreichen und sofort mit den restlichen Stangerln zusammenkleben.
  6. Die Schokoladeglasur verflüssigen und in eine warme, tiefe Tasse füllen. Die Mohnstangerl zu einem Drittel in die Glasur tauchen und auf Backpapier trocknen lassen.
  7. Die Mohnstangerl in eine Blechdose zwischen Papierlagen schichten und an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahren.

Aus: Elisabeth Ruckser, Kekse – Lebkuchen – Teegebäck
ISBN-13 9783710401824, 200 Seiten / 21 x 26 cm, € 25,00

Servus
Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Linsensuppe

200 g braune Tellerlinsen
1 Lorbeerblatt
Salz
120 g Karotten
80 g Zwiebel
20 g Butter
20 g Mehl
¼ l kaltes Wasser
Pfeffer
1 EL Apfelessig
Petersilie

  1. Linsen waschen und gut 1 Stunde in ca. einem Liter lauwarmem Wasser quellen lassen, anschließend mit einem Lorbeerblatt und etwas Salz ca. 20 Minuten bissfest kochen.
  2. Die Karotten schälen, fein schneiden und 10 Minuten mitkochen, Zwiebel schälen und feinwürfelig schneiden.
  3. Für die Einmach Zwiebel in Butter glasig rösten, das Mehl dazugeben und noch kurz durchrösten, mit kaltem Wasser aufgießen und glattrühren, Einmach in die Linsensuppe einrühren.
  4. Mit Pfeffer und Essig abschmecken und vor dem Servieren mit Petersilie verfeinern.

Diese Linsensuppe kann mit mehr Gemüse bunter und auf Wunsch mit Speck oder Würstel gehaltvoller zubereitet werden.

Bei uns am bekanntesten sind Tellerlinsen, Berglinsen rote Linsen und gelbe Linsen.
Tellerlinsen oder Berglinsen vor dem Kochen eine Stunde in lauwarmem Wasser quellen lassen.
Rote oder gelbe Linsen kann man gleich kochen, ohne sie einzuweichen.

Aus: Frisch aufgetischt, Die besten Rezepte der steirischen Seminarbäuerinnen, Leopold Stocker Verlag, Graz 2018. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Verheirateter Sterz 2

Wie bereits beim letzten Mal angekündigt, gibt es auch ein zweites Rezept für verheirateten Sterz, diesmal mit Polenta und Äpfeln!

1 großer bzw. 2 kleine Äpfel
Salz
1/2 l Wasser
20 dkg Polenta
5 dkg Butter(-schmalz)

  1. Das Wasser salzen und zum Kochen bringen.
  2. Die Äpfel schälen, klein schneiden und kochen.
  3. Den Polentagrieß in der heißen Butter bzw. im Schmalz gut durchrösten und mit dem Apfelkoch aufgießen. Salzen. Auf niedrigster Stufe am Herd oder bei mittlerer Hitze im Backrohr 20 Minuten ausdünsten lassen.
  4. Polenta legt sich leicht an, daher regelmäßig gut umrühren.
  5. Butter(-schmalz) darübergeben und den Sterz mit einer zweizinkigen Gabel zergabeln.
  6. Dazu passt Milch, süßer Milchkaffee, Buttermilch oder saure Milch.

Verheirateter Sterz

1/2 l Wasser
1 TL Salz
20 dkg Mehl
½ kg mehlige Erdäpfel
5 dkg Butterschmalz

  1. Die Erdäpfel in der Schale dämpfen.
  2. In einem hohen Kochtopf Wasser zum Kochen bringen und salzen. Das Mehl am Topfrand rasch eingießen. Nicht umrühren, es entsteht ein großer Klumpen. Ungefähr zehn Minuten zugedeckt sieden lassen.
  3. Wenn sich der Klumpen am Topfrand angelegt hat, wird er vom Rand weggeschnitten. Er soll schwimmen und noch weitere zehn Minuten sieden.
  4. Das Kochwasser zum größten Teil abgießen, etwas davon in einem Häferl zurückbehalten.
  5. Den Mehlklumpen mit einer zweizinkigen Gabel aufgabeln, es sollen sich gleichmäßige Bröckerl bilden. Sollte die Masse zu trocken sein, kann man etwas Kochwasser dazugeben.
  6. Die Erdäpfel schälen und in Stücke schneiden. Zum Sterz geben.
  7. Heißes Butterschmalz darübergeben – dabei muss es zischen – mit den Erdäpfeln noch einmal gut aufgabeln und weitere 15 Minuten zugedeckt ausdünsten lassen. Dazu gibt es Milch oder Salat.

Es gibt noch eine zweite Variante des verheirateten Sterzes, die ich Ihnen in meinem nächsten Beitrag vorstellen werde.

Sauerrahmschmarren

300 g Sauerrahm
1/18 l Schlagobers
4 Dotter von Freilandeiern
4 Eiklar
50 g glattes Mehl
90 g Zucker (davon 50 g für das Karamell)
1 Kappe Rum
1 Prise Vanillezucker
25 g Butter
Abrieb von 1/4 Zitrone (unbehandelt)
1 Prise Salz
1 EL Zucker zum Schneeschlagen

  1. Für den Schmarren Sauerrahm, Schlagobers und Dotter glatt abrühren. Mit 40 g Zucker, Vanillezucker, Rum, Zitronenabrieb, Salz und dem Mehl zu einem Teig verarbeiten.
  2. Eiweiß mit Zucker steif schlagen und unter die angerührte Masse heben.
  3. 50 g Zucker in einer Pfanne karamellisieren. Butter dazugeben und gut schwenken, damit sich die Butter und der karamellisierte Zucker vermengen.
  4. Den Teig in die Pfanne gießen und im Backrohr bei 200 °C ca. 15-20 Minuten anbacken. Mit einer Palette wenden und in Stücke reißen (oder grob schneiden) und servieren. Erwin Werlberger  serviert dazu Rumtopf – ich belasse es beim Klassiker Zwetschkenröster.

Quelle: Erwin Werlberger, Das Beste aus der Wirtshausküche
ISBN-13 9783710401541
240 Seiten / 21 x 26 cm
Servus
€ 36.00

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.