Mit der Kräuterfee durchs Jahr

Wildkräuter, Früchte, Blüten und Pilze für Genuss, Gesundheit und Kosmetik
Elisabeth Maria Mayer

ISBN 978-3-7020-1610-4
191 Seiten, durchgehend farbig bebildert
22×22 cm, Hardcover
€ 19,90

In ihrem sechsten Buch gibt Kräuterfee Elisabeth Mayer einen sehr persönlichen Einblick in ihren Jahresablauf und beschreibt ihre Schwerpunkte in jeder der beschriebenen Jahreszeiten: Vom Sammeln der ersten zarten Kräuter im Vorfrühling über das Genießen saftiger Beeren und Pilze im Sommer bis zum Ernten im Herbst, um für den Winter Vorräte anzulegen.

Die Kräuterfee stellt über 100 ihrer liebsten Blüten, Kräuter, Pilze und Wildfrüchte kurz vor und gibt ihre besten Rezepte preis: Sowohl Gaumenfreuden – von der Kräutersuppe über Strudel, Brote und Süßes bis hin zu Smoothies, Säften und Konfitüren – auch als Mittel für Gesundheit (Kräuterelixiere, Tinkturen, Salben), Wohlbefinden (Badepralinen, Körperpackungen) und Kosmetik (Haarspülungen, Lipenbalsame, Rasierwasser, Duschpeelings) finden sich im Buch.

 

 

Kochen wie früher im Lavanttal

Vor dem Muttertag bzw. dem Vatertag möchte ich euch mein Buch Kochen wie früher im Lavanttal in Erinnerung rufen.

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Anmerkung: In Österreich wird der Vatertag am zweiten Sonntag im Juni gefeiert

Strugglnudel, Piggalan, Scheadlan & Co – in diesem Kochbuch gibt es alte Rezepte aus Kärnten, viele davon aus dem Lavanttal sowie bekannte Rezepte aus der  Küche der k.u.k..-Monarchie.

Dazu gibt es viele Hintergrundinformationen über die Lebensmittel, die in unserer Gegend traditionell gekocht und gegessen wurden.

Bücher, die bis zum 6. Juni bestellt werden, werden versandkostenfrei verschickt.

Mohnnudeln auf Peterer Art

20 dkg glattes Mehl
1 Ei (kann auch weggelassen werden)
1 Prise Salz
2 EL lauwarmes Wasser
1 EL Rapsöl
5 dkg Butter

8 dkg Butter
12 dkg geriebener Mohn
Zucker nach Belieben

  1. Mehl, Ei, etwas Salz, lauwarmes Wasser und Rapsöl kneten, bis ein seidig glattes und geschmeidiges Teigstück entsteht. Es soll sich sauber von der Form lösen.
  2. Den Boden einer Schüssel mit Öl bedecken und den Teig hineingeben. Mit Öl bestreichen, zudecken und warm mindestens eine 1/2 Stunde rasten lassen – wenn der Teig nicht rastet, lässt er sich nicht ausziehen!
  3. Nach dem Rasten ein großes, glattes Tuch mit Mehl bestäuben und auf einen Tisch legen. Den Teig auf die Mitte des Tuches legen und über die Handkuppen von der Mitte her auseinanderziehen. Für diese Zubereitung wird der Teig nicht so dünn ausgezogen, wie man es von den anderen Strudeln her kennt.
  4. Den Teig mit zerlassener Butter beträufeln. Zum Schluss wird das Tuch auf einer Seite mit beiden Händen langsam in die Höhe gehoben, damit der Strudel einrollt.
  5. In einem Stück ungefähr 35 Minuten kochen lassen, am besten über Wasserdampf.
  6. Wenn der Strudel fertig ist, wird er in ½ cm breite Streifen geschnitten, in eine gut befettete Schüssel gegeben und abwechselnd mit Mohn und Butter in einer Schüssel angerichtet.

Dieses Rezept hat uns Maria Pirker aus Obdachegg, eine gebürtige Lavanttalerin, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

Wiener Kaisersemmeln

450 g Weizenmehl
100 g Sauerteig aus Weizenmehl (oder ½ Würfel Germ)
250 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
1 Prise Zucker
1 EL weiche Butter
Mehl zum Arbeiten
Öl oder Backpapier für das Backblech
Milch zum Bestreichen

  1. Das Mehl in eine Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde machen, den Sauerteig bzw. die Hefe in die Mulde geben und das Wasser darübergießen.
  2. Salz, Zucker und Butter dazugeben, mit etwas Mehl von Rand her zu einem dünnflüssigen Dampfl (Vorteig) verrühren und zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Danach das Dampfl mit den anderen Zutaten verrühren und mindestens 10 Minuten kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der nicht mehr kleben bleibt (Hände und Schüssel sollten ganz sauber sein), den Teig mit einem Tuch zudecken und 60 Minuten rasten lassen.
  4. Den gut aufgegangenen Teig kräftig durchkneten und in 15 Stücke teilen, diese auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Kugeln schleifen (formen) und mit dem Teigabschluss nach unten zugedeckt 10 Minuten gehen lassen.
  5. Den Backofen auf 210 °C Umluft vorheizen, die Teigstücke mit einem Nudelholz auf die doppelte Größe ausrollen, fünfmal einschlagen und zu Kaisersemmeln formen (siehe kochenundküche.com/video).
  6. Die fertigen Semmeln mit der Oberseite nach unten auf ein geöltes Backblech legen und weitere 25 Minuten zugedeckt gehen lassen.
  7. Dann die Semmeln umdrehen Oberseite mit lauwarmer Milch bestreichen und im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten goldbraun backen, aus dem Ofen nehmen, mit Wasser leicht besprühen und auskühlen lassen.

 

Quelle: Brot, Gebäck und Brotaufstriche, mit freundlicher Genehmigung des Leopold Stocker Verlages, Graz.

Brot, Gebäck und Brotaufstriche

Die besten 106 Rezepte
Wer auf Zusatzstoffe, Konservierungsmittel und Massenprodukte verzichten will, bäckt sein täglich Brot und Gebäck am besten selbst. Zahlreiche Schritt-für-Schritt-Fotos sowie Videos sorgen dafür, dass alles reibungslos gelingt, ein Einleitungsteil enthält ausführliche Informationen über Mehlsorten, Backtriebmittel und hilfreiche Tipps zum Thema Brot & Gebäck.

Die besten 106 Rezepte für die selbst gebackene Vielfalt:

  • Vollkornmischbrot, Haferbrot und helles Dinkelbrot, gefülltes Brot vom Grill und pikantes Plunderteiggebäck …
  • Süße Köstlichkeiten wie Holunderblütenbrot, feines Hefegebäck mit Marzipan oder Kastenbrot mit Trockenfrüchten …
  • Brotaufstriche von pikant bis süß: Fleischaufstrich mit Kürbiskernöl, Rote-Rüben-Kichererbsen-Paste, süßer Erdnussbutterdip und Karob-Kakao-Aufstrich …

ISBN 978-3-7020-1709-5

Leopold Stocker Verlag
128 Seiten, durchgehend farbig bebildert,
Format, 21 x 28 cm,
Hardcover
€ 16,90

 

Salzstangerl

Zutaten
160 g Mehl
1 Messerspitze Salz
10 g Germ
6 EL kaltes Schlagobers
etwas Wasser nach Bedarf
1 Ei
grobes Salz
Kümmel

  1. Mehl, Salz, die zerbröselte Germ und das flüssige Schlagobers in der Küchenmaschine zu einem eher festen Teig verkneten.
  2. Eine Stunde zugedeckt an einem warmen Platz rasten lassen.
  3. Nach dem Gehen den Teig zu einer Rolle formen und gleichmäßig große Stücke abschneiden.
  4. Jedes Teigstück wird länglich ausgewalkt und von der kurzen Seite her eingerollt.
  5. Die Stangerl mit zersprudeltem Ei bestreichen, mit grobem Salz und Kümmel bestreuen.
  6. Noch einmal kurz gehen lassen.
  7. Bei 180 °C backen.
  8. Ergibt 10 kleine Salzstangerl.

Nach: Wiener Kochbuch, Louise Seleskowitz, Wien 1899

Brennsuppe mit Strugglnudel

Zutaten
5 dkg Butter
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 gehäufte EL griffiges Mehl
1 l Wasser
Salz
Pfeffer
Majoran
Schnittlauch
einige Tropfen Essig
20 dkg griffiges Mehl
etwas Wasser
Salz
  1. Aus Mehl, Salz und Wasser einen eher weichen Nudelteig zubereiten, rasten lassen und dünn zu einem großen Fleck auswalken.
  2. Den Teig mit zerlassener Butter bestreichen und einrollen. Über Wasserdampf 35 Minuten kochen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die kleingeschnittenen Zwiebeln in der Butter langsam anrösten, Mehl dazugeben und weiterrösten, bis alles braun ist.
  4. Mit Wasser aufgießen, die Gewürze dazugeben und aufkochen lassen.
  5. Den Strugglnudel in feine Streifen schneiden und in die Suppe geben.
  6. Mit Schnittlauch anrichten.

Das Rezept für diese Suppe, die früher in der Fastenzeit sogar ohne Eier zubereitet wurde, stammt von Anna Sturm in St. Peter

 

 

Glantaler Montagsknödel

1 mittlere Zwiebel
1 EL Pflanzenöl
300 g magerer Speck (oder Speck oder Bratenreste)
5 Semmeln (oder 250 g Knödelbrot)
2-3 Knoblauchzehen
gut 1/8 l Milch
2 Eier
Salz, Pfeffer, 1 EL gehackte Petersilie
3 EL Mehl
1 l Rindsuppe (oder Salat)
Schnittlauch zum Bestreuen

  1. Zwiebel schälen, fein hacken und in etwas Öl anrösten. Dann den Speck (oder den Schinken oder Bratenreste) kleinwürfelig schneiden, dazugeben und mitbraten.
  2. Die Semmeln ebenfalls in kleine Würfel schneiden, Knoblauch schälen und zerdrücken. Milch mit den Eiern verschlagen, Semmelwürfel oder Knödelbrot darin einweichen und die Masse mit allen übrigen Zutaten und Gewürzen gut vermischen. Etwas durchziehen lassen.
  3. Mit etwas Mehl ähnlich wie eine Semmelknödelmasse binden und daraus mit nassen Händen kleine Knödel formen. In leicht wallendes Salzwasser einlegen und 20 Minuten ziehen lassen.
  4. Die Rindsuppe erhitzen und Knödel in der heißen Suppe, mit Schnittlauch bestreut, auf den Tisch bringen. Oder ohne Suppe mit grünem Salat servieren.

Quelle: Elisabeth Ruckser, Aus Omas Kochbuch. Fast vergessene Rezepte. Servus. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

Millstädter Apfelreindling

1 kg Mehl
30 g Germ
450 ml lauwarme Milch
50 g flüssige Butter
Salz

1 kg Äpfel
3 TL Zimt
75 g Zucker
Saft von ½ Zitrone
Butter zum Ausstreichen
Mehl oder Brösel zum Ausstreuen

  1. Aus Mehl, Germ, Ei, Milch, Butter und Salz einen weichen Teig kneten und eine halbe Stunde lang in der Wärme gehen lassen. Falls der Teig zu fest ist, etwas mehr Milch nehmen.
  2. Äpfel schälen, entkernen und grob reiben. Mit Zimt, Zucker und Zitronensaft vermischen.
  3. Teig nicht zu dünn ausrollen und mit der Fülle bestreuen.
  4. Einrollen und in eine gut befettete Pfanne, die mit Mehl oder Bröseln ausgestreut ist, legen. Nochmals eine halbe Stunde rasten lassen.
  5. Im vorgeheizten Rohr bei 190 bis 200 °C etwa 60 Minuten backen.

Quelle: Servus, Das kleine Buch. Strudel und Striezel. Rezepte und Geschichte. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages