Käsedreispitze

1/4 kg griffiges Mehl
1/8 kg Butter
1 Ei
Salz
4 dkg würziger Hartkäse
4 dkg Speck oder pikante Trockenwurst
1 Eidotter zum Bestreichen

  1. Das Mehl auf ein Nudelbrett geben, eine kleine Grube formen, die Butter klein schneiden und dazugeben, in die Grube kommen das Salz und das ganze Ei. Mit kühlen Händen rasch zusammenkneten. (Schneller geht es, wenn Sie alles auf einmal in der Küchenmaschine zusammenkneten.)
  2. Den Teig eine Stunde kühl rasten lassen. In der Zwischenzeit den Käse und den Speck bzw. die Wurst in kleine Würfel schneiden und vermengen.
  3. Nach dem Rasten den Teig dünn ausrollen und runde Stücke mit einem Durchmesser von 6 -7 cm ausstechen.
  4. Den Käse und den Speck in die Mitte der Teigstücke geben.
  5. Den Rand mit verquirltem Eidotter bestreichen und jedes Stück zu einem Dreispitz formen. Die geformten Stücke ebenfalls mit Eidotter bestreichen
  6. Im vorgeheizten Backrohr bei ca. 180 °C etwa 15 Minuten backen – nicht zu dunkel, die Käsedreispitze trocknen sonst zu sehr aus.

 

Dieses Rezept habe ich von Gabi Wimmer bekommen, sie hat es in einer Schachtel mit Kochbüchern und handgeschriebenen Rezepten aus den 1950iger-Jahren gefunden.

Schnee

Das Siaße und Piggalan sind die beiden bekanntesten Weihnachtsgerichte, die im Lavanttal am 24. Dezember und zu Silvester gegessen werden. Daneben gibt es noch ein weiteres Gericht, das traditionell am 25. Dezember, am Ostersonntag und am Pfingstsonntag zubereitet wird – Schnee.

Zutaten
30-40 dkg Reindling (vom Vortag)
2-3 EL Rum oder Schnaps
2-3 KL Zucker
¼ l Schlagobers

  1.  Den Reindling feinblättrig schneiden. Er soll mit wenigen Rosinen gefüllt sein.
  2. Das Schlagobers steif schlagen.
  3. Den Rum oder den Schnaps wässern. Zucker dazugeben und auflösen.
  4. Den Reindling in eine Schüssel einlegen. Die Flüssigkeit darüber träufeln. Eine Schicht Schlagobers darübergeben. Dies einmal wiederholen.
  5. Kühl stellen und einige Stunden stehen lassen.

Früher wurden Piggalan, das Siaße und Schnee von allen gemeinsam aus einer Schüssel gegessen.

 

Das große k.u.k. Mehlspeisenbuch

 Josef Zauner, Das große k.u.k. Mehlspeisenbuch. Die besten Rezepte vom berühmten Zuckerbäcker aus Bad Ischl, aufgezeichnet von Uschi Korda, Servus.

Die besten Rezepte vom berühmten Zuckerbäcker aus Bad Ischl. Ein Backbuch, das bei keinem Mehlspeisliebhaber im Bücherregal fehlen darf. Der über Österreich hinaus bekannte Konditormeister Josef Zauner aus der gleichnamigen Konditorei in Bad Ischl verrät über 100 seiner süßen Rezepte. Mit zahlreichen Fotos. Erschienen im Servus Verlag.

Maße: 19 × 25,5 cm; Umfang: 200 Seiten; Hardcover
ISBN: 978-3-7104-0146-6
€ 30,00

Mohntorte mit Topfencreme

Mohn-Biskuit
4 Bio-Freilandeier
9 dkg Kristallzucker
1 Prise Salz
10 dkg weiche Butter
3 dkg Staubzucker
15 dkg gemahlener Mohn
7 dkg geriebene Haselnüsse
2 dkg Weizenstärke
Butter und Mehl für die Form
10 Dosenpfirsiche

 Creme
18 dkg Topfen
50 ml Joghurt
7,5 dkg Staubzucker
1 P. Vanillezucker
1 Msp. Zimt
3/8 l geschlagenes Obers

Himbeergelee
10 dkg Himbeeren
10 dkg Zucker
2 Blatt Gelatine

Garnitur
Geschlagenes Obers
Pfirsiche

Zubereitung

  1. Backrohr auf 185 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Eier trennen. Eiklar mit Kristallzucker und Salz zu Schnee schlagen. Butter mit Dotter und Staubzucker schaumig rühren und die beiden Massen vorsichtig vermischen.
  3. Mohn, Haselnüsse und Weizenstärke mischen und vorsichtig unter die Eiermasse heben.
  4. Eine Tortenform mit 26 cm Durchmesser mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestauben. Die Masse einfüllen und im Rohr 50 bis 55 Minuten backen. Herausnehmen und im Tortenreifen auskühlen lassen.
  5. Die Pfirsiche in Spalten schneiden und auf der Torte verteilen.
  6. Topfen, Joghurt, Staubzucker mit Vanillezucker und Zimt verrühren. Dann das Schlagobers unterheben. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Das Wasser abgießen und die aufgequollene Gelatine am Herd erwärmen und auflösen. Vorsichtig unter die Creme rühren. Auf die Mohntorte streichen und zum Absteifen mindestens 1 ½ Stunden in den Kühlschrank stellen.
  7. Für das Gelee die Himbeeren mit Zucker mixen. Gelatine einweichen, auflösen und unter das Fruchtmark rühren. Gleichmäßig auf die Torte gießen und nochmals zum Absteifen in den Kühlschrank stellen.
  8. Die Torte aus dem Reifen schneiden, mit Schlagobersrosetten und Pfirsichen garnieren.

Quelle: Josef Zauner, Das große k.u.k. Mehlspeisenbuch. Die besten Rezepte vom berühmten Zuckerbäcker aus Bad Ischl, aufgezeichnet von Uschi Korda, Servus. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

Adventliches Apfelbrot

3/4 kg Äpfel
1/4 kg Rosinen
1/2 P. Feigen
1/2 P. Datteln
1/2 P. Aranzini
1/2 P. Citronat
15 dkg Haselnüsse im Ganzen
1/16 l Rum
1/4 kg Zucker
1 P. Lebkuchengewürz
1 EL Kakaopulver
1 Ei
1/2 kg Roggenmehl,
1/2 P. Backpulver
1/2 KL Salz

  1.  Die Äpfel schälen und grob reiben.
  2. Rosinen, geschnittene Feigen und Datteln, Arancini, Zitronat und Nüsse vermischen und mit Rum beträufeln. Zucker, Lebkuchengewürz und Kakao dazugeben. Mindestens 12 Stunden ziehen lassen.
  3. Am nächsten Tag das Roggenmehl mit dem Backpulver vermischen. Mehl, Ei und Salz zur Masse geben und verrühren. Bei 170 °C zirka 1 ½ Stunden backen.
  4. Das Apfelbrot sollte kühl gelagert werden.

Vielen Dank an Helga Granig aus Bad St. Leonhard für dieses köstliche vorweihnachtliche Rezept!

Girardirostbraten

Zutaten
4 Stück Rostbraten von der niederen Beiried
Salz, Pfeffer
etwas Mehl
2 EL Estragonsenf
Pflanzenöl oder Butterschmalz
1 TL Butter
1 feingehackte Zwiebel
¼ l trockener Weißwein
3/8 l Rindssuppe oder Kalbsjus
150 g Hamburgerspeck
15 dkg Champignons oder Austernpilze (ohne Stiel)
2 EL Butter
3 mittelgroße Essiggurken
10 gehackte Kapern
feingehackte Petersilie
abgeriebene Schaler von 1 Bio-Zitrone
¼ l Sauerrahm
1 TL Mehl
1 EL Estragonsenf
2 gekochte Eier
Petersilie für die Garnitur

  1. Den zugeputzten und von Sehnen befreiten Rostbraten klopfen, salzen und pfeffern. Jeweils eine Seite mehlieren und die andere Seite mit Senf bestreichen, danach in Öl oder Butterschmalz beidseitig kurz scharf anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und warm stellen.
  2. Butter in die Pfanne geben und die gehackte Zwiebel im Bratenrückstand goldgelb anrösten. Mit Weißwein ablöschen und mit Rindsuppe oder Kalbsjus aufgießen, Rostbraten dazugeben und ca. 40 Minuten zugedeckt bei mäßiger Hitze weichdünsten.
  3. In der Zwischenzeit Speck in feine Streifen schneiden und die Pilze grob hacken. Gemeinsam in der heißen Butter anschwitzen. Die Essiggurkerl in feine Streifen schneiden und gemeinsam mit den Kapern, der Petersilie und der Zitronenschale zugeben. Pfanne einstweilen beiseitestellen.
  4. Den Rostbraten aus dem Saft nehmen, Sauerrahm mit Mehl verrühren und in die Sauce einrühren, kurz leicht aufkochen und mit einem Pürierstab kräftig durchmixen.
  5. Zuletzt die Speck-Kapern-Pilze-Mischung in die Sauce einrühren. Mit Senf und Salz abschmecken. Den Rostbraten auf vorgewärmten Tellern anrichten, mit der Sauce überziehen und mit den geviertelten gekochten Eiern und etwas Petersilie garnieren. Dazu passen Bandnudeln.

Sie war Schauspielerin, eine exzellente Köchin und die Geliebte von Kaiser Franz Joseph. Katharina Schratt hatte deswegen immer ein Stück Rindfleisch vorrätig, falls der Kaiser vorbeischauen sollte. Eines Tages schneite allerdings Kollege Alexander Girardi, „Burg“-Star und Frauenschwarm, bei der Schratt herein. Er konnte Rindfleisch nicht leiden, also übertünchte sie den Geschmack mit Speck, Schwammerln, Kapern und Gewürzen. Girardi war begeistert – und ein neues Gericht war erfunden.

Quelle: Das große Servus Kochbuch, Band 2, Traditionelle Rezepte aus dem Alpenraum von Uschi Korda. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Das große Servus Kochbuch, Band 2

Das große Servus Kochbuch
Band 2
Traditionelle Rezepte aus dem Alpenraum
von Uschi Korda

398 Seiten
ISBN 9-783710-40148-0
Preis € 29,90

Seit der ersten Ausgabe des Magazins Servus in Stadt & Land werden die Leser mit köstlichen Rezepten verwöhnt. Daraus entstand vor vier Jahren „Das große Servus Kochbuch“. Nun werden im „Das große Servus Kochbuch – Band 2“ 184 Rezepte serviert – eine geschmackvolle Reise durchs Jahr mit Gerichten aus alpenländischen Regionen.

Rumpunsch

Zutaten
1 Biozitrone
10 dkg brauner Zucker
3 Orangen
3 Mandarinen
1 l Wasser
4 Beutel kräftiger Schwarztee, z.B. English Breakfast
Zimtrinde
Gewürznelken
1/4 l Rum (38 %)

  1. Die gelbe (!) Schale einer Biozitrone in feine Streifen schneiden. Mit braunem Zucker vermischen. Zitrone, Orangen und Mandarinen auspressen, dazugeben und zwei Stunden ziehen lassen.
  2. Mit  Wasser, Tee, etwas Zimtrinde und Gewürznelken einen kräftigen Schwarztee zubereiten. Verwenden Sie bitte guten Tee! Die Zucker-Früchte-Mischung abseihen, eventuell noch einmal erhitzen. Mit Rum abschmecken und heiß genießen, am besten mit gebratenen Maroni.

Soeben erschienen …

Kochen wie früher im Lavanttal
192 Seiten
ISBN 978-3-200-05303-8
Erschienen im RE Verlag
Preis € 24,90

Strugglnudel, Piggalan, Scheadlan & Co – in diesem Kochbuch finden Sie alte Rezepte aus Kärnten, viele davon speziell aus dem Lavanttal, sowie bekannte Rezepte aus der bürgerlichen Küche ab dem Jahr 1897.

Dazu gibt es viele Hintergrundinformationen über die Lebensmittel, die in unserer Gegend traditionell gekocht und gegessen wurden.

Buchpräsentationen:
Bad St. Leonhard, Pfarrhof, 16.11.2017, 19.00 Uhr
St. Paul, GH Poppmeier, 23.11.2017, 19.00 Uhr
Reichenfels, Hirschenwirt, 29.11.2017, 19.00 Uhr
Wolfsberg, LFS Buchhof, 30.11.2017, 19.00 Uhr
Wolfsberg, Museum Lavanthaus, 6.12.2017, 19.00 Uhr

Weitere Präsentationen sind in Vorbereitung

Ich stelle mein Buch vor und erzähle, wie ich auf die Idee kam, die alten Rezepte zu sammeln und aufzuschreiben und woher die Rezepte stammen.

Das Buch ist im Büro der Unterkärntner Nachrichten, in den Raiffeisenfilialen des oberen und mittleren Lavanttales, in den Lagerhäusern Bad St. Leonhard und St. Andrä, im ADEG Reichenfels sowie im Buchhandel erhältlich.