Bettlersterz

350 g Erdäpfel
200 g Mehl
Salz
2 Eier
125 ml Milch
(Butter-)Schmalz

 

  1. Die gekochten, geschälten und blättrig geschnittenen Erdäpfel in eine Pfanne geben, darüber den Teig aus Mehl, Salz, Eiern und Milch schütten.
  2. Alles miteinander gut durchrösten.

 

Aus: Herbert Paukert, Sterz& Polenta, 130 Rezepte – traditionell  neu interpretiert, Leopold Stocker Verlag. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Woazenes

75 dkg griffiges Weizenmehl
1 Tasse Wasser
2 EL Rahm
1 Prise Zucker
40 g Butter- oder Schweineschmalz
1 Eidotter oder 1 kleines Ei
1 TL Salz
1 P. Germ

  1. Die Germ in etwas lauwarmem Wasser und Rahm auflösen und ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Platz zugedeckt 20 Minuten gehen lassen. Der Germteig verträgt keine Zugluft.
  2. Dann das restliche Wasser und alle anderen Zutaten mit dem Dampfl verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. Der fertige Teig wird bemehlt und soll 40 Minuten rasten.
  3. Den Teig noch einmal gut verkneten und entweder zu einem Laib formen oder in eine ausgefettete Rein geben. Noch einmal gehen lassen und im Backrohr bei 180° C ungefähr 45 Minuten backen. Stellen Sie beim Backen ein kleines, feuerfestes Schüsserl mit Wasser ins Rohr, dann trocknet der Teig weniger aus.

Der Name des Gebäcks kommt von Woaz (= Weizen). Das Woazene wurde früher zu Festtagen gebacken und an Festtagen zu Fleisch und Würsten gegessen.

Rhabarberkuchen (Sandteig)

4 Eidotter
150 g Butter
200 g Zucker
200 g Universalmehl
1 MSp. Backpulver
4 Eiklar
4 Stangen Rhabarber

  1. Die Rhabarberstangen waschen, schälen und in 1 cm lange Stücke schneiden.
  2. Zucker und Butter flaumig verrühren, nach und nach die Dotter darunterschlagen.
  3. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen.
  4. Eiklar zu Schnee schlagen.
  5. Mehl und Schnee vorsichtig mit einem Schneebesen mit der Dottermasse vermengen.
  6. Den Teig auf einer mit Backpapier ausgelegten Backform verteilen.
  7. Den Teig mit den Rhabarberstücken belegen und 35 Minuten bei 170 °C backen.
  8. Vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen.

Rhabarber soll nur bis zum Johannistag am 24. Juni geerntet werden, dann ist die Saison wieder für ein Jahr zu Ende.

Eierspeise mit Schafgarbe

2 Handvoll junge Schafgarbenblätter
8 Eier
etwas Milch
Salz, Pfeffer
Butter
4 Scheiben Schwarzbrot

  1. Die Schafgarbenblätter waschen, etwas zerschneiden und in kaltem Wasser langsam zum Kochen bringen. Auf kleiner Flamme 15 Minuten lang kochen, dann das Kochwasser abgießen und die Schafgarbe auskühlen lassen. Die Eier mit Milch, Salz und Pfeffer verquirlen und auf die zuvor in etwas Butter angebratenen Schafgarbenblätter gießen. Unter ständigem Rühren auf niedriger Flamme garen, bis die Masse gestockt ist.
  2. Die Schafgarbeneierspeise auf getoastetem Schwarzbrot oder mit Salzkartoffeln servieren und mit ein wenig frisch gehackter Schafgarbe bestreuen.

Quelle: Elisabeth Maria Mayer, WILDFRÜCHTE, -GEMÜSE, -KRÄUTER, Erkennen, Sammeln und Genießen, ISBN 978-3-7020-1659-3. Mit freundlicher Genehmigung des Leopold Stocker Verlages, Graz.

Verwenden Sie Wildkräuter nur dann, wenn Sie sich genau darüber informiert haben, ob es keine giftigen Doppelgänger gibt bzw. jede Verwechslungsgefahr ausgeschlossen ist!

Suppenschöberl

3 Eiklar
3 Dotter
3 EL Mehl
Salz
35 g Butter

  1. Eiklar zu steifem Schnee schlagen.
  2. Aus Dotter, etwas Salz und Butter einen Abtrieb herstellen.
  3. Eischnee, Abtrieb und Mehl vorsichtig mit einem Schneebesen vermengen.
  4. Eine eckige Form mit Backpapier auslegen, die Masse hineingeben und die Oberfläche glattstreichen.
  5. Im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C backen, bis die Ränder leicht braun werden.
  6. In Rauten schneiden und in einer dunklen Rindssuppe oder in Gemüsesuppe anrichten.
  7. Mit Schnittlauch bestreuen.

Rezept aus: Gute Küche, Neuestes Kochbuch, Bibliothek der „Illustrierten Kronen-Zeitung“ aus dem Jahr 1900, S. 40. Zubereitung angepasst.

Brennnesselkücherl

4 große Handvoll Brennnesselblätter
etwas Mineralwasser
8 EL Maismehl
Olivenöl zum Braten

  1. Brennnesselblätter nudelig schneiden und mit dem in Mineralwasser eingerührten Maismehl verkneten. Diese Masse braucht kein Salz!
  2. Kleine Kücherl formen und im heißen Mehl beidseitig goldbraun braten.
  3. Diese Kücherl schmecken ganz überraschend köstlich und setzen die Brennnessel als früheres Hauptnahrungsmittel so richtig ins Zentrum des Geschehens.
  4. Dazu gibt es eine Sauerrahmsauce und grünen Salat.

 

Quelle: Elisabeth Maria Mayer, Mit der Kräuterfee durchs Jahr, Leopold Stocker Verlag, Graz, 2018. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

 

Salzstangerl

Zutaten
160 g Mehl
1 Messerspitze Salz
10 g Germ
6 EL kaltes Schlagobers
etwas Wasser nach Bedarf
1 Ei
grobes Salz
Kümmel

  1. Mehl, Salz, die zerbröselte Germ und das flüssige Schlagobers in der Küchenmaschine zu einem eher festen Teig verkneten.
  2. Eine Stunde zugedeckt an einem warmen Platz rasten lassen.
  3. Nach dem Gehen den Teig zu einer Rolle formen und gleichmäßig große Stücke abschneiden.
  4. Jedes Teigstück wird länglich ausgewalkt und von der kurzen Seite her eingerollt.
  5. Die Stangerl mit zersprudeltem Ei bestreichen, mit grobem Salz und Kümmel bestreuen.
  6. Noch einmal kurz gehen lassen.
  7. Bei 180 °C backen.
  8. Ergibt 10 kleine Salzstangerl.

Nach: Wiener Kochbuch, Louise Seleskowitz, Wien 1899

Schottenmandl

Zutaten
2 Eier
5 dkg Mehl
Milch nach Bedarf
Salz
10 dkg Brot
10 dkg Topfen
Butterschmalz

  1. Das Brot kleinwürfelig schneiden.
  2. Eier, Milch und Salz zu einem eher flüssigen Schmarrenteig verrühren.
  3. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Wenn das Schmalz heiß ist, den Teig hineingeben und die Brotbröckerl darauf verteilen. Nach dem Wenden mit zwei Gabeln zerreißen und ausdünsten lassen.
  4. Wenn der Schmarren fertig ist, den Topfen unterrühren und sofort heiß servieren.
  5. Dazu gibt es heiße Milch oder Salat.

Das Rezept stammt von Elisabeth Pletz in der Schirnitz. Vielen herzlichen Dank!

Spagatkrapfen

Zutaten
30 dag Mehl
15 dag Butter
2 Eidotter
1 KL Zucker
2 EL Sauerrahm
2 EL Most
1 Prise Salz

Öl zum Herausbacken
Zum Bestreuen Staubzucker und Zimt

  1. Aus den Zutaten mit der Küchenmaschine oder händisch rasch einen Mürbteig kneten und eine halbe Stunde kalt rasten lassen.
  2. Anschließend den Teig sehr dünn auswalken und 10 x 5 cm große Rechtecke ausradeln.
  3. Das Öl in einer passenden Rein erhitzen
  4. Die Teigstücke auf die Spagatkrapfenzange legen, die Zange in das heiße Öl tauchen und die Spagatkrapfen in heißem Fett herausbacken.
  5. Mit einem Gemisch von Staubzucker und Zimt bestreuen.

Das Rezept hat uns die LFS Buchhof zur Verfügung gestellt – vielen herzlichen Dank dafür!