Verheirateter Sterz 2

Wie bereits beim letzten Mal angekündigt, gibt es auch ein zweites Rezept für verheirateten Sterz, diesmal mit Polenta und Äpfeln!

1 großer bzw. 2 kleine Äpfel
Salz
1/2 l Wasser
20 dkg Polenta
5 dkg Butter(-schmalz)

  1. Das Wasser salzen und zum Kochen bringen.
  2. Die Äpfel schälen, klein schneiden und kochen.
  3. Den Polentagrieß in der heißen Butter bzw. im Schmalz gut durchrösten und mit dem Apfelkoch aufgießen. Salzen. Auf niedrigster Stufe am Herd oder bei mittlerer Hitze im Backrohr 20 Minuten ausdünsten lassen.
  4. Polenta legt sich leicht an, daher regelmäßig gut umrühren.
  5. Butter(-schmalz) darübergeben und den Sterz mit einer zweizinkigen Gabel zergabeln.
  6. Dazu passt Milch, süßer Milchkaffee, Buttermilch oder saure Milch.

Kärntner Nudeln mit Hirse

20 dkg griffiges Mehl
10 dkg Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
etwas Salz
1 Ei
ungefähr 1/4 l lauwarmes Wasser

FÜLLE
1/2 kg grober Bröseltopfen
10 dkg Hirse
1/8 l Wasser
1/8 l Milch
etwas gehackte Nudelminze und Keferfill (= Kerbel)
Salz

Butter zum Übergießen

  1. Die Hirse gut waschen undin einer Mischung aus Wasser und Milch kochen, bis sie weich ist. Überkühlen lassen.
  2. Aus Mehl, Ei, Salz und Wasser einen mittelfesten Nudelteig zubereiten.
  3. Für die Fülle Bröseltopfen, Hirse und Gewürze gut vermischen. Kugeln mit 4 cm Durchmesser aus der Fülle formen.
  4. Den Nudelteig dünn ausrollen, runde Teigstücke mit ungefähr 7 cm Durchmes­ser ausstechen. Eine Kugel Fülle in die Mitte jedes Teigstückes legen, den Teig zusammenklappen und die Ränder krendeln. Achten Sie darauf, dass die Fülle beim Krendeln nicht flachgedrückt wird.
  5. In kochendes Salzwasser einlegen und 15 Minuten sieden.
  6. Zum Servieren mit zerlassener, angebräunter Butter übergießen.

Für dieses Rezept bedanke ich mich beim Team der LFS Buchhof – auf diese Art werden Kärntner Nudeln im Jauntal zubereitet.

Woazenes

75 dkg griffiges Weizenmehl
1 Tasse Wasser
2 EL Rahm
1 Prise Zucker
40 g Butter- oder Schweineschmalz
1 Eidotter oder 1 kleines Ei
1 TL Salz
1 P. Germ

  1. Die Germ in etwas lauwarmem Wasser und Rahm auflösen und ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Platz zugedeckt 20 Minuten gehen lassen. Der Germteig verträgt keine Zugluft.
  2. Dann das restliche Wasser und alle anderen Zutaten mit dem Dampfl verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. Der fertige Teig wird bemehlt und soll 40 Minuten rasten.
  3. Den Teig noch einmal gut verkneten und entweder zu einem Laib formen oder in eine ausgefettete Rein geben. Noch einmal gehen lassen und im Backrohr bei 180° C ungefähr 45 Minuten backen. Stellen Sie beim Backen ein kleines, feuerfestes Schüsserl mit Wasser ins Rohr, dann trocknet der Teig weniger aus.

Der Name des Gebäcks kommt von Woaz (= Weizen). Das Woazene wurde früher zu Festtagen gebacken und an Festtagen zu Fleisch und Würsten gegessen.

Glantaler Montagsknödel

1 mittlere Zwiebel
1 EL Pflanzenöl
300 g magerer Speck (oder Speck oder Bratenreste)
5 Semmeln (oder 250 g Knödelbrot)
2-3 Knoblauchzehen
gut 1/8 l Milch
2 Eier
Salz, Pfeffer, 1 EL gehackte Petersilie
3 EL Mehl
1 l Rindsuppe (oder Salat)
Schnittlauch zum Bestreuen

  1. Zwiebel schälen, fein hacken und in etwas Öl anrösten. Dann den Speck (oder den Schinken oder Bratenreste) kleinwürfelig schneiden, dazugeben und mitbraten.
  2. Die Semmeln ebenfalls in kleine Würfel schneiden, Knoblauch schälen und zerdrücken. Milch mit den Eiern verschlagen, Semmelwürfel oder Knödelbrot darin einweichen und die Masse mit allen übrigen Zutaten und Gewürzen gut vermischen. Etwas durchziehen lassen.
  3. Mit etwas Mehl ähnlich wie eine Semmelknödelmasse binden und daraus mit nassen Händen kleine Knödel formen. In leicht wallendes Salzwasser einlegen und 20 Minuten ziehen lassen.
  4. Die Rindsuppe erhitzen und Knödel in der heißen Suppe, mit Schnittlauch bestreut, auf den Tisch bringen. Oder ohne Suppe mit grünem Salat servieren.

Quelle: Elisabeth Ruckser, Aus Omas Kochbuch. Fast vergessene Rezepte. Servus. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

Lavanttaler Apfelknödel

Zutaten
1/2 kg Äpfel
1/2 TL Salz
1 EL Milch
1 Ei
15 dkg griffiges Mehl
4 dkg Butter
5 dkg Zucker

Butterbrösel
4 dkg Butter
3 EL Brösel
Zimt
Staubzucker

 

  1. Die Äpfel schälen und kleinwürfelig schneiden oder grob reiben. Mit dem Ei, der Milch, dem Mehl und etwas Salz gut vermengen. Die Masse eine Stunde rasten lassen.
  2. Ein Probeknöderl formen, in kochendes Salzwasser einlegen und zwölf Minuten ziehen lassen. Wenn es zerfällt, geben Sie noch ein Ei und eventuell etwas Mehl zur Masse.
  3. Die Knödel einkochen und sieden lassen. Wenn sie oben am Kochwasser schwimmen, sind sie fertig.
  4. Die Apfelknödel werden mit zerlassener Butter, Zimt und Zucker angerichtet.
  5. Sie können auch mit Butterbröseln angerichtet werden. Dazu wird Butter in einer Pfanne zerlassen und darin werden 3 EL Brösel angeröstet. Mit Zimt und Zucker bestreuen.

Herzlichen Dank an Frau Erika Magele aus St. Johann für dieses Rezept.

Maischalan


25 dkg Schweinsbeuschel (Lunge und Herz)
25 dkg Schweinefleisch
1 EL Schweineschmalz
15 dkg Rollgerste
Salz, Pfeffer
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Thymian
Majoran
Basilikum
Bei Bedarf etwas klare Suppe
Schweinsnetz

  1. Das Schweinsnetz in kaltes Wasser einlegen.
  2. Die Rollgerste kochen, bis sie weich ist. Abseihen und auf die Seite stellen.
  3. Das Beuschel und das Fleisch in Salzwasser kochen, etwas auskühlen lassen und faschieren.
  4. Zwiebel fein schneiden, rösten und zum Faschierten geben, ebenfalls die Rollgerste.
  5. Mit den Kräutern gut würzen und und, falls die Masse zu fest ist, etwas Suppe zugeben. Aus der Masse etwa knödelgroße Kugeln formen.
  6. Das Schweinsnetz mit einer Küchenrolle trockentupfen und in so viele Teile schneiden, wie Sie Kugeln vorbereitet haben. Die Kugeln gut damit umhüllen und in heißem Schweineschmalz in einer Rein braten.
  7. Dazu gibt es Sauerkraut und Erdäpfel.

Strankerlgulasch

Zutaten
1 EL Öl
2 Zwiebeln
Paprikapulver
1 EL Essig
½ l Liter klare Gemüsesuppe
1/2 kg Strankerl (= Fisolen, grüne Bohnen)
1/2 kg Erdäpfel
1 Tomaten
1 EL Tomatenmark
Majoran, Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
1 Knoblauchzehe
1-2 Paar Frankfurter
Sauerrahm nach Belieben

  • Die Zwiebeln klein schneiden und in Öl goldgelb anrösten.
  • Das Paprikapulver dazugeben, sofort mit etwas Essig ablöschen und mit der Suppe aufgießen.
  • Die Strankerl putzen und in Stücke schneiden, dazugeben und mitkochen.
  • Die Erdäpfel und Tomaten würfeln und ebenfalls dazugeben. Würzen. Das Tomatenmark beigeben.
  • Wenn die Strankerl weich sind, werden die Frankfurter in Scheiben geschnitten und dazugegeben. Nun die Rein vom Herd nehmen.
  • 3 EL Sauerrahm gut mit 2 TL Mehl verrühren und in die heiße Suppe einrühren (Wer keinen Sauerrahm mag, kann aus Butter und Mehl eine leichte Einbrenn zubereiten und dazugeben.) Mit Petersilie garnieren.

Schlickkrapferlsuppe

Zutaten
25 dkg griffiges Mehl
1 Ei
Salz
einige EL Wasser

Fülle
25 dkg Schweinsbeuschel (Lunge, Herz)
25 dkg Schweinefleisch (z.B. Kopf- oder Bauchfleisch)
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe
1 Ei
Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt
Majoran, Basilikum, Wacholderbeeren
Zitronensaft

Zubereitung
Einen Liter Wasser mit Salz, Pfeffer, Majoran, Wacholderbeeren und Lorbeerblatt würzen und aufkochen. Das Beuschel und das Schweinefleisch ungefähr 45 Minuten kochen lassen. Auskühlen lassen. (Wer nicht so gerne Beuschel hat, kann auch Reste von gebratenem oder gekochten Fleisch verwenden, diese werden ebenfalls faschiert.)

Aus den angegebenen Zutaten einen Nudelteig nach Grundrezept zubereiten. Während der Teig rastet, wird die Fülle zubereitet.

Das gekochte Fleisch faschieren.
Die Zwiebel klein schneiden und in einer Pfanne goldgelb anbraten.
Faschiertes, Ei, Zwiebel, zerdrückten Knoblauch und Gewürze gut vermengen. Ein paar Tropfen Zitronensaft machen die Fülle würziger.
Den Nudelteig dünn ausrollen. Aus der Fülle kleine Kugerl formen und in regelmäßigen Abständen auf den Teig legen. Teig überschlagen und die Schlickkrapferl entweder eckig ausradeln oder rund ausstechen. Die Ränder mit einer Gabel zusammendrücken.
In siedendem Salzwasser 12 Minuten kochen. Abseihen, in eine dunkle Rindssuppe geben und noch kurz ziehen lassen. Mit Schnittlauch bestreuen.

Kärntner Nudeln mit Topfen-Semmel-Fülle

Zutaten
Nudelteig
30 dkg griffiges Mehl
10 dkg Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
Salz
2 Eier
8 EL lauwarmes Wasser

Fülle
1/2 kg grober Bröseltopfen
1 altbackene Semmel
etwas gehackte Nudelminze und Keferfill (= Kerbelkraut)
Salz

Butter zum Übergießen
nach Geschmack Brösel

Zubereitung
Die Semmel für die Fülle in etwas Wasser oder Milch einweichen.
Einen Nudelteig nach Grundrezept zubereiten.
Die Semmel ausdrücken und passieren, mit den gehackten Kräutern, dem Topfen und dem Salz gut vermengen. Daraus kleine Kugeln formen. Falls die Masse zu feucht ist, können noch Brösel zugefügt werden.
Den Nudelteig etwa 3 mm dick ausrollen und mit einem Glas runde Teigstücke mit einem Durchmesser von ungefähr 7 cm ausstechen. Eine Kugel Fülle in die Mitte jedes Teigstückes legen, den Teig zusammenklappen und die Ränder krendeln.
In siedendes Salzwasser einlegen und bei geringer Hitze zirka 15 min kochen lassen.
Vor dem Servieren mit zerlassener, leicht angebräunter Butter übergießen. Als Variante kann man in der zerlassenen Butter Brösel anrösten.
Dazu passt Salat.