Waldviertler Mohnstangerl

250 g weiche Butter
100 g Staubzucker
1 Dotter
1 Ei
abgeriebene Schale einer Biozitrone
1 Prise Zimt
1 EL echter Vanillezucker
80 g geriebene Haselnüsse
100 g Mohn
220 g glattes Mehl

200 g Powidl zum Füllen
Schokoladeglasur zum Tunken

  1. Butter, Staubzucker, Dotter, Ei, Zitronenschale, Vanillezucker und Zimt mit dem Handmixer schaumig rühren.
  2. Die restlichen Zutaten einmengen und den Teig in einen Spritzsack mit der Sterntülle Nr. 8 füllen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  3. Das Backrohr auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Mit dem Spritzsack 6 cm lange Stangerl auf das Backpapier spritzen und im Backrohr auf Sicht ca. 8-10 Minuten backen. Die Mohnstangerl vollständig abkühlen lassen.
  5. Den Powidl in einem kleinen Topf kurz aufkochen und mit einem Schneebesen durchrühren. Die Hälfte der Mohnstangerl mit heißem Powidl bestreichen und sofort mit den restlichen Stangerln zusammenkleben.
  6. Die Schokoladeglasur verflüssigen und in eine warme, tiefe Tasse füllen. Die Mohnstangerl zu einem Drittel in die Glasur tauchen und auf Backpapier trocknen lassen.
  7. Die Mohnstangerl in eine Blechdose zwischen Papierlagen schichten und an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahren.

Aus: Elisabeth Ruckser, Kekse – Lebkuchen – Teegebäck
ISBN-13 9783710401824, 200 Seiten / 21 x 26 cm, € 25,00

Servus
Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Mohnnudeln auf Peterer Art

20 dkg glattes Mehl
1 Ei (kann auch weggelassen werden)
1 Prise Salz
2 EL lauwarmes Wasser
1 EL Rapsöl
5 dkg Butter

8 dkg Butter
12 dkg geriebener Mohn
Zucker nach Belieben

  1. Mehl, Ei, etwas Salz, lauwarmes Wasser und Rapsöl kneten, bis ein seidig glattes und geschmeidiges Teigstück entsteht. Es soll sich sauber von der Form lösen.
  2. Den Boden einer Schüssel mit Öl bedecken und den Teig hineingeben. Mit Öl bestreichen, zudecken und warm mindestens eine 1/2 Stunde rasten lassen – wenn der Teig nicht rastet, lässt er sich nicht ausziehen!
  3. Nach dem Rasten ein großes, glattes Tuch mit Mehl bestäuben und auf einen Tisch legen. Den Teig auf die Mitte des Tuches legen und über die Handkuppen von der Mitte her auseinanderziehen. Für diese Zubereitung wird der Teig nicht so dünn ausgezogen, wie man es von den anderen Strudeln her kennt.
  4. Den Teig mit zerlassener Butter beträufeln. Zum Schluss wird das Tuch auf einer Seite mit beiden Händen langsam in die Höhe gehoben, damit der Strudel einrollt.
  5. In einem Stück ungefähr 35 Minuten kochen lassen, am besten über Wasserdampf.
  6. Wenn der Strudel fertig ist, wird er in ½ cm breite Streifen geschnitten, in eine gut befettete Schüssel gegeben und abwechselnd mit Mohn und Butter in einer Schüssel angerichtet.

Dieses Rezept hat uns Maria Pirker aus Obdachegg, eine gebürtige Lavanttalerin, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

Mohntorte mit Topfencreme

Mohn-Biskuit
4 Bio-Freilandeier
9 dkg Kristallzucker
1 Prise Salz
10 dkg weiche Butter
3 dkg Staubzucker
15 dkg gemahlener Mohn
7 dkg geriebene Haselnüsse
2 dkg Weizenstärke
Butter und Mehl für die Form
10 Dosenpfirsiche

 Creme
18 dkg Topfen
50 ml Joghurt
7,5 dkg Staubzucker
1 P. Vanillezucker
1 Msp. Zimt
3/8 l geschlagenes Obers

Himbeergelee
10 dkg Himbeeren
10 dkg Zucker
2 Blatt Gelatine

Garnitur
Geschlagenes Obers
Pfirsiche

Zubereitung

  1. Backrohr auf 185 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Eier trennen. Eiklar mit Kristallzucker und Salz zu Schnee schlagen. Butter mit Dotter und Staubzucker schaumig rühren und die beiden Massen vorsichtig vermischen.
  3. Mohn, Haselnüsse und Weizenstärke mischen und vorsichtig unter die Eiermasse heben.
  4. Eine Tortenform mit 26 cm Durchmesser mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestauben. Die Masse einfüllen und im Rohr 50 bis 55 Minuten backen. Herausnehmen und im Tortenreifen auskühlen lassen.
  5. Die Pfirsiche in Spalten schneiden und auf der Torte verteilen.
  6. Topfen, Joghurt, Staubzucker mit Vanillezucker und Zimt verrühren. Dann das Schlagobers unterheben. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Das Wasser abgießen und die aufgequollene Gelatine am Herd erwärmen und auflösen. Vorsichtig unter die Creme rühren. Auf die Mohntorte streichen und zum Absteifen mindestens 1 ½ Stunden in den Kühlschrank stellen.
  7. Für das Gelee die Himbeeren mit Zucker mixen. Gelatine einweichen, auflösen und unter das Fruchtmark rühren. Gleichmäßig auf die Torte gießen und nochmals zum Absteifen in den Kühlschrank stellen.
  8. Die Torte aus dem Reifen schneiden, mit Schlagobersrosetten und Pfirsichen garnieren.

Quelle: Josef Zauner, Das große k.u.k. Mehlspeisenbuch. Die besten Rezepte vom berühmten Zuckerbäcker aus Bad Ischl, aufgezeichnet von Uschi Korda, Servus. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

Had’n-Mohn-Roulade

Zutaten
6 Eier
1 Prise Salz
10 dkg brauner Zucker
1 EL Sauerrahm
3 dkg geriebenen Mohn
3 dkg geriebene Nüsse
8 dkg Had’nmehl (= Buchweizen)
1 KL Backpulver
20 dkg frische Erdbeeren, Himbeeren oder Schwarzbeeren
oder 1 Glas Grant’n
¼ l Schlagobers

  1. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Backrohr auf 180 °C vorheizen.
  2. Eine Prise Salz zum Eiklar geben und einen festen Schnee schlagen.
  3. Had’nmehl und Backpulver trocken vermengen.
  4. Eier, Zucker und Sauerrahm so lang rühren, bis die Masse hellgelb ist.
  5. Den Eischnee, den Mohn und das Had’nmehl darübergeben und mit einer Schneerute vorsichtig vermengen, sodass der Schnee möglichst wenig zusammenfällt.
  6. Bei 180 °C ungefähr 12 Minuten backen.
  7. Inzwischen ein Nudelbrett mit etwas Zucker bestäuben. Die Roulade mit dem Backblech auf das Nudelbrett gleiten lassen, das Backpapier liegt oben.
  8. Ein sauberes Geschirrtuch mit kaltem Wasser befeuchten und auf das Backpapier legen. Zwei Minuten abkühlen lassen, dann den Teig vorsichtig einrollen und ganz auskühlen lassen. Anschließend das Backpapier vorsichtig entfernen.
  9. Das Schlagobers schlagen, die Früchte darunterrühren und auf den Teig streichen. Nun alles einrollen. Die Roulade mit Staubzucker bestreuen, vor dem Servieren noch fünf Minuten stehen lassen, damit die Fülle beim Schneiden nicht aus der Roulade rinnt.

 

Ich bedanke mich bei Elisabeth Wechselberger aus Reichenfels für das Rezept!

Grießsterz / Grießschmarren

Zutaten
25 dkg Weizengrieß
etwas Salz
½ l Milch oder Wasser
3 dkg Butter
Zucker und Mohn oder Grammeln

Zubereitung

… mit Grammeln
Den Grieß in einer Pfanne linden, d. h. trocken rösten, das Wasser darübergießen und eine halbe Stunde stehen lassen. Butter in einer Rein heiß werden lassen und die Grießmasse darin rösten, bis sie knusprig ist. Dabei ständig gabeln (= mit einer zweizinkigen Gabel bearbeiten), damit feine Bröckerl entstehen. Mit Grammeln anrichten.

… süß
Die Milch zum Kochen bringen, den Grieß einrühren und eine halbe Stunde stehen lassen. Dann die Butter in einer Rein heiß werden lassen, den Grieß dazugeben und rösten, bis der Sterz knusprig ist. Gabeln. Der Grießsterz wird mit Staubzucker und geriebenem Mohn bestreut, dazu gibt es Apfelmus.

 

Das Siaße

Was essen Sie zu Weihnachten? Vielleicht Piggalan oder das Siaße? Beide Gerichte haben im Lavanttal eine lange Tradition, und es gibt viele verschiedene Varianten.

Zutaten
30 dgk Woaza (= Reindling), der Teig wird nicht gefüllt und er sollte für das Siaße nicht allzu süß sein
25 dkg Kletzen (= Dörrbirnen)
25 dkg getrocknete Zwetschken
ev. ¼ l Saft von Kirschenkompott
15 dkg fein geriebener Mohn
7 dkg Zucker
1-2 Stamperl Schnaps
nach Geschmack ¼ l Schlagobers

Zubereitung
Am Vortag die Kletzen und die Zwetschken in Wasser einweichen.
Am nächsten Tag werden sie im Einweichwasser gekocht, dabei sollten sie immer knapp mit Wasser bedeckt sein.
Wenn die Dörrfrüchte weich sind, den Topf vom Herd nehmen und im Sud abkühlen lassen. Abseihen, die Flüssigkeit mit dem Saft vom Kirschenkompott und dem Schnaps abschmecken.
(Die Früchte kann man für Kletzennudeln verwenden, in manchen Haushalten werden sie wie Kompott gegessen.)

Das Woaza wird in dünne Scheiben geschnitten, eine Lage wird in eine Schüssel gegeben. Darüber kommen Mohn und Zucker, dann wieder eine Schicht Woaza, die nächste Schicht besteht wieder aus Mohn und Zucker. Das Ganze mit abgeschmecktem Saft übergießen und servieren. In manchen Haushalten kommt auch noch Schlagobers darüber.

Ich bedanke mich bei Sabine V. aus Preitenegg und Sabine L. aus St. Johann für Ihre Unterstützung beim Zusammenstellen des Rezeptes.

 

Wuzelnudeln (Schupfnudeln)

Zutaten
1/2 kg Erdäpfel
5 dkg Butter
10 dkg griffiges Mehl
etw. Salz
2 Eier
5 dkg Weizengrieß
15 dkg Mohn
Zimt
Staubzucker
5 dkg Butter

Zubereitung
Die Erdäpfel in der Schale weichkochen. Noch heiß schälen und durch eine Erdäpfelpresse  auf ein Nudelbrett drücken.  In die Masse eine kleine Grube machen. Weiche Butter, Eier, Grieß, Mehl, etwas Salz  geben. Rasch zu einem Teig verkneten. Eine halbe Stunde rasten lassen.
Den Teig zu einer Rolle formen und kleine gleichmäßige Stücke abschneiden, diese zwischen den Handflächen zu kleinen Nockerln wuzeln, in siedendem, gesalzenen Wasser ungefähr 5 min ziehen lassen. Die Wuzelnudel sind fertig, wenn sie an der Wasseroberfläche schwimmen.
In einer Pfanne Butter erhitzen, Mohn mit Staubzucker vermischen und zur Butter geben, Wuzelnudln darin schwenken. Nach Geschmack mit Zimt würzen.
Die Wuzelnudeln auf einem Teller anrichten und mit Staubzucker bestreuen.

Kärntner Reindling mit Mohnfülle

Der Reindling ist eine typische Spezialität aus Kärnten – es gibt ihn mit Rosinen oder Mohn gefüllt. Der Name kommt daher, dass man früher zum Backen eine Rein (= ein flacher Kochtopf) verwendet hat. Diese Rein wurde schon längst von der Reindlingform aus schwerer Keramik  abgelöst, diese gibt dem Reindling seines typische Aussehen. Der Name aber ist geblieben.

Zutaten Germteig
1 Packerl frische Germ (im Notfall Trockengerm)
1/8 – 1/4 l lauwarme Milch
50 dkg griffiges Mehl
8 dkg sehr weiche Butter
5 dkg Zucker
1 Ei
1 TL Salz
Zitronenschale
ev. 1 EL Rum
Zutaten Mohnfülle
20 dkg geriebenen Mohn
1/4 l Milch
10 dkg Zucker
1 EL Zimt
5 dkg Rosinen
ev. 1 Schuss Rum

Zubereitung
Einen Germteig zubereiten – so viel Milch zugeben, dass der Teig elastisch ist und sich gut ausrollen lässt – und 45 min gehen lassen.
In der Zwischenzeit die Mohnfülle zubereiten. Die Milch aufkochen lassen und alle Zutaten gut einrühren. Die Masse vom Herd nehmen und überkühlen lassen, 1 EL Rum dazugeben.
Eine Reindlingform gut mit Butter ausfetten. Den Teig in einen ca. 5 mm dicken Teigfleck auswalken, mit der Mohnfülle bestreichen und einrollen.
In der Form an einem warmen Platz 40 min zugedeckt gehen lassen.
Den Reindling in das kalte Backrohr stellen. Eine kleine, mit Wasser gefüllte feuerfeste Form  dazustellen – damit trocknet der Reindling beim Backen nicht so stark aus. Das Backrohr einschalten und bei ca. 170 °C ungefähr 45-50 min backen.
Nach dem Backen den Reindling noch ca. 10 min in der Form stehen lassen und dann erst auf ein Kuchengitter stürzen. Mit etwas Milch bepinseln, das lässt die Oberfläche schön glänzen.