Weihnachten im Lavanttal

Bamle, ni, ni
schau, dass du a so voll weast wia i.

Wer von Ihnen kennt diesen Spruch? Kinder und Erwachsene haben früher nach dem Weihnachtsessen im Obstgarten die Bäume umarmt – für eine gute Obsternte im nächsten Jahr.

Weihnachten war früher tatsächlich eine stille Zeit – noch vor 80 Jahren waren Christbaum und Geschenke weitgehend unbekannt, häufig wurden aber Krippen aufgestellt. Später wurden mit Äpfeln und Lebkuchen geschmückte Christbäume vor dem Herrgottswinkel an der Decke aufgehängt.

Vor Weihnachten wurde 40 Tage gefastet, der Heilige Abend war ein strenger Fasttag – in manchen Haushalten wurde bis zur Christmette nichts gegessen, in anderen gab es Brennsuppe, manchmal Dampfnudeln, Wuzlnudeln oder Oaweibl. Erst nach der Christmette um Mitternacht gab es Selchwürstel.

Piggalan und Das Siaße wurden traditionell am 24. Dezember und zu Silvester gegessen. Daneben gibt es noch ein weiteres Gericht, das in vielen Haushalten am 25. Dezember, am Ostersonntag und am Pfingstsonntag zubereitet wurde, Schnee.

Oaweibl / Oamilch

Zutaten
3/4 l Milch
1-2 Eier (= Oa)
2 EL Mehl
Prise Salz
2 EL Kristallzucker
viel Zimt
1 Handvoll Rosinen

Zubereitung
2 EL Milch mit dem Mehl und  dem Ei gut verrühren.
Zur restlichen Milch eine Prise Salz geben, zum Kochen bringen. Die Mehl-Milch-Ei-Mischung einrühren.
Kurz aufkochen lassen, dabei ständig rühren.
Die Masse in eine große Schüssel füllen, kalt werden lassen und dann mit Zucker, Zimt und Rosinen bestreuen.