Spagatkrapfen

Zutaten
30 dag Mehl
15 dag Butter
2 Eidotter
1 KL Zucker
2 EL Sauerrahm
2 EL Most
1 Prise Salz

Öl zum Herausbacken
Zum Bestreuen Staubzucker und Zimt

  1. Aus den Zutaten mit der Küchenmaschine oder händisch rasch einen Mürbteig kneten und eine halbe Stunde kalt rasten lassen.
  2. Anschließend den Teig sehr dünn auswalken und 10 x 5 cm große Rechtecke ausradeln.
  3. Das Öl in einer passenden Rein erhitzen
  4. Die Teigstücke auf die Spagatkrapfenzange legen, die Zange in das heiße Öl tauchen und die Spagatkrapfen in heißem Fett herausbacken.
  5. Mit einem Gemisch von Staubzucker und Zimt bestreuen.

Das Rezept hat uns die LFS Buchhof zur Verfügung gestellt – vielen herzlichen Dank dafür!

Holzknechtsterz

Die Arbeit von Holzknechten war sehr hart und sie benötigten energiereiche Nahrung. Meistens gingen die Holzknechte am Montag in der Früh in den Wald und blieben die ganze Woche dort. Ihr Verpflegung nahmen sie im Rucksack mit, meist Brot, Mehl, Schmalz, Speck, Bohnen und Salz. Was sie mithatten, wurde verbraucht, wenn was fehlte, mussten sie darauf verzichten.

Zutaten
20 dkg griffiges Weizenmehl
20 dkg Dinkelvollkornmehl
(oder 75 % Roggenvollkornmehl und 25% Weizenmehl)
0,8 l Wasser
1 EL Salz
5–10 dgk feingeschnittener Speck (nach Geschmack)
6 dkg Grammeln
5 dkg Butter- oder Schweineschmalz

Zubereitung
Mehl in einer großen Pfanne linden (= ohne Fett rösten, bis das Mehl nussig riecht).
Kochendes Wasser darübergeben, mit einer Sterzgabel gabeln und ausdünsten lassen.
In einer Pfanne Speck, Grammeln und Schmalz erhitzen, dabei immer wieder rühren, damit nichts anbrennt.
Den fertigen Sterz in das heiße Fett geben, alles gemeinsam zirka 10 min rösten und währenddessen weiter gabeln. Wer mag, kann auch geröstete Zwiebeln und gekochte weiße Bohnen dazugeben.

Der Holzknechtspeck ist kein Frühstück, sondern – weil er sehr energiereich ist – eher ein Mittagessen.

Wird mit saurer Milch oder Apfelmus gegessen.

Ich bedanke mich bei Herrn Herbert Hasenbichler aus Maria Rojach für dieses traditionsreiche Rezept.

 

 

Hollersuppe

Zutaten
1 kg Schwarzer Holler (= Holunder)
Zimtrinde
3 Gewürznelken
4 frische Salbeiblätter
1-2 EL Mehl
Zucker nach Belieben

Zubereitung
Den Holler grob abrebeln und mit so viel heißem Wasser übergießen, dass er gut bedeckt ist.
Mit den Händen gut durchkneten, eine Stunde stehen lassen, dann die Beeren fest ausdrücken. Den Saft abseihen und auf die Seite stellen. Vorgang einmal wiederholen.
Zimtrinde, Gewürznelken und die Salbeiblätter zum Saft geben und 30 Minuten kochen.
Mehl in kaltem Wasser klumpenfrei auflösen und in den kochenden Hollersaft einrühren.
Einmal kurz aufkochen lassen, dabei rühren, damit nichts anbrennt. Die Hollersuppe sollte nun sämig sein.
Nach Geschmack zuckern.
Die Hollersuppe wird kalt gegessen und mit Brotwürfeln serviert.

In manchen Haushalten wird der Holler dampfentsaftet – das ist weniger Arbeit, aber die händische Zubereitung ergibt einen intensiveren Geschmack.

Meine Tante Paula hat mir dieses Rezept gegeben und erzählt, dass früher in vielen Haushalten der Salbei nur für die Hollersuppe angebaut worden sei, er wurde Suppensolfa genannt. Außerdem sagte man früher, als das Essen noch karger war, Hollersuppe sei ein Broträuber. Den Grund dafür kann man sich gut vorstellen…

Sterzfest in Gemmersdorf

Sterzfest in Gemmersdorf – im  wunderschönen unteren Lavanttal.
Die Sterze: Grießsterz (gezuckert, mit Mohn), Türkensterz, Erdäpfelsterz, Had’nsterz, Mehlsterz und Holzhackersterz.

Mein besonderer Dank an die lieben Menschen, die mir ihre Küchengeheimnisse verraten haben.

Die Rezepte könnt ihr über den jeweiligen Link abrufen,  Grießsterz und Holzhackersterz werde ich demnächst bloggen.

 

Schwammerlsterz

Zutaten
1/2 kg Eierschwammerl (= Pfifferlinge)
1 Zwiebel
6 dkg Butter
1/4 l Wasser oder Gemüsebrühe
12 dkg Polentamehl (oder Weizengrieß)
Salz, Pfeffer
frische Petersilie

Zubereitung
Eierschwammerl trocken putzen, größere Exemplare in gleichmäßige Stücke schneiden..
Die Zwiebel  feinwürfelig schneiden und in Butter anrösten. Die Schwammerl dazugeben und gut anrösten. Mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen, das Polentamehl dazugeben. Die Masse gut verrühren und einmal aufkochen lassen.
In das heiße Backrohr geben und 20 min ausdünsten. Mit einer Sterzgabel öfters auflockern (= gabeln).
Vor dem Servieren mit gehackter Petersilie garnieren.
Dazu passt grüner Salat.

Rohnensuppe

Zutaten
3 mittelgroße Rohnen (= Rote Rüben)
2 mehlige Erdäpfel
2 Karotten
1 l Gemüsesuppe
Sauerrahm oder Schlagobers
Salz, Pfeffer
Zitronensaft
Kren

Zubereitung
Rohnen, Erdäpfel und Karotten waschen, schälen und feinwürfelig schneiden.
In die kochende klare Gemüsesuppe geben, mit Salz und Pfeffer würzen und sieden lassen, bis das Gemüse weich ist. Fein pürieren.
Mit etwas Zitronensaft verfeinern.
Anrichten und auf jede Portion Suppe 1 EL Sauerrahm oder Schlagobers geben.
Mit frisch gerissenem Kren großzügig bestreuen.

Maiwipfelhonig

Zutaten
1/2 kg frisch gepflückte Maiwipferl
1 kg Zucker

Zubereitung
Maiwipfel sind die jungen Triebe von Fichten im Frühjahr. Sie sind hellgrün und weich, am besten verwendet man sie, wenn sie ungefähr 2 bis 3 cm lang sind.
Maiwipfel und Zucker werden in mehreren Schichten in ein Glas gegeben.
Die oberste Schicht muss aus Zucker bestehen und die Wipfer gut abschließen.
Das Glas mit einem Bauchwolltuch abdecken.An einem hellen Platz zwei Wochen stehen lassen, nach und nach bildet sich ein honigfarbener Saft, die Maiwipfel werden dabei hellbraun.
Nach zwei Wochen wird das Ganze durch ein Baumwolltuch abgeseiht und in dunkle Gläser gefüllt.
Der Maiwipfelsaft hält bis weit in den Winter hinein und ist ein altes Hausmittel gegen Husten –  dazu löst man einen Esslöffel in einem Glas Milch auf.

Türkensterz

Türkenkorn oder türkischer Weizen ist eine alte Bezeichnung für Mais, die man bereits im Herders Conversations-Lexikon aus dem Jahr 1854 finden kann.

 Zutaten
25 dkg grobes Polentamehl (= Maismehl)
1 gestrichener TL Salz
½ l Wasser
5 dkg (Butter-)Schmalz
Grammeln nach Belieben

Zubereitung

  • Variante I: Wasser salzen und zum Kochen bringen. Das Polentamehl in das Wasser einrieseln lassen. Dabei gut umrühren. Die Masse eine halbe Stunde im heißen Rohr ausdünsten lassen.
  • Variante II: Das Polentamehl in kochendes, gesalzenes Wasser einrühren.
    Die Hitze zurücknehmen und den Sterz 10 min auf niedrigster Stufe kochen, dann vom Herd nehmen und 10 min ausdünsten lassen.
  • Variante III: Das Polentamehl linden. Kochendes, gesalzenes Wasser darübergeben, gut rühren. 20 min auf niedrigster Stufe dünsten.
  • Variante IV: Das Polentamehl im heißen Schmalz gut durchrösten und mit kochendem Wasser aufgießen. Salzen. Auf niedrigster Stufe 20 min. dünsten lassen.

Türkensterz legt sich leicht an, daher sollte man ihn regelmäßig gut umrühren.

(Butter-)Schmalz darübergeben und den Sterz mit einer zweizinkigen Gabel zergabeln. Nach Geschmack Grammeln dazugeben.

Der Sterz wird mit süßem Milchkaffee, Buttermilch oder saurer Milch serviert.

 

Rollgerstlsuppe

Zutaten
1 Tasse Rollgerste
1 l Gemüsesuppe
1 Bund Suppengrün
2 Karotten
Salz, Pfeffer
Schnittlauch

Zubereitung
Die Rollgerste über Nacht einweichen.
Abseihen und in 1 l siedender Gemüsesuppe garen.
Nach 40 min das Wurzelwerk putzen und mundgerecht schneiden.
Anrösten und mit der Suppe mitkochen bis das Gemüse gar ist.
Mit Salz und Pfeffer würzen, vor dem Servieren mit Schnittlauch garnieren.