Gefüllter Lebkuchen

300 g Roggenmehl
180 g Zucker
½ Packung Backpulver
¾ Packung Lebkuchengewürz
2 Esslöffel Honig
2 Eier
Fülle
250 g Ribiselmarmelade
50 g Aranzini
50 g Zitronat
50 g Haselnüsse
50 g Rosinen
Schale einer halben Bio-Orange oder Zitrone.

  • Für den Lebkuchenteig die Eier mit dem Zucker und dem Honig schaumig schlagen.
  • Das Roggenmehl mit dem Backpulver und dem Lebkuchengewürz vermischen.
  • Das Eiergemisch und das Roggenmehl zu einem Teig verkneten.
  • Eine halbe Stunde rasten lassen.
  • Die Hälfte des Teiges 4 mm dick zu einem Rechteck ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  • Für die Fülle Aranzini, Zitronat, Nüsse und Rosinen etwas zerkleinern und mit der Ribiselmarmelade und der geriebenen Zitronen- oder Orangenschale vermengen.
  • Die Fülle auf dem Teig verteilen.
  • Den restlichen Lebkuchenteig zu einer Platte ausrollen, die gleich groß ist wie jene auf dem Backblech. Mithilfe des Nudelwalkers auf die Fülle legen und die Seiten zusammendrücken, damit die Fülle nicht ausrinnt.
  • Bei 170 °C im Rohr 35 Minuten backen, bis der Lebkuchen goldbraun ist.

Lebkuchen gilt heute als klassisches Weihnachtsgebäck, seine Herstellung geht auf mittelalterliche Klöster zurück. Lebzelten wurden zu Neujahr von den Klöstern ausgeteilt, die Verzierung richtete sich nach der Stellung der Empfänger. Lebkuchen wurde nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern beispielsweise auch zu Ostern verzehrt. Im Mittelalter gab es im Rahmen der Bäckerzunft die gewerbliche Lebzelterei. Der Genuss von Lebkuchen spielt auch im bäuerlichen Brauchtum eine große Rolle!

Grammelkekse

200 g frische Grammeln
200 g Mehl
180 g Zucker
2 kleine Eier
1 Stamperl Schnaps
1 gestrichener TL Zimt
1 P. Backpulver

  • Grammeln entweder mit einem Messer fein hacken oder in einem elektrischen Küchengerät mit dem Hackmesser zerkleinern. Je frischer die Grammeln sind, desto besser schmecken die Kekse!
  • Aus den Grammeln, Mehl, Zucker, Eiern, Schnaps, Zimt und Backpulver mit kühlen Händen einen Mürbteig kneten. Er soll nicht zu lange geknetet werden, sonst wird der Teig speckig.
  • Den Teig mindestens eine halbe Stunde an einem kühlen Platz rasten lassen.
  • Teig dünn ausrollen und Kekse ausstechen.
  • Im Backrohr bei 180 °C ungefähr 12 Minuten backen.
  • Wenn die Kekse ausgekühlt sind, werden sie mit Ribiselmarmelade bestrichen und jeweils zwei Stück zusammengesetzt.

Schweineschmalz war früher wohl unser wichtigster Fettlieferant. In den letzten Jahrzehnten wurde es als sehr ungesund angesehen, aber in letzter Zeit ist eine interessante Diskussion zu beobachten: Nun gibt es Studien, die darauf hinweisen, dass Schweinefett gesünder sei als Kokosöl und Butter, noch dazu, wenn das Tier artgerecht gehalten wurde. Unbestritten ist, dass Schweineschmalz ein Träger lebenswichtiger Fettsäuren ist. Eine davon ist die Linolsäure, die im Schweineschmalz enthalten ist. Der Organismus benötigt diese Fettsäure, um den Fettstoffwechsel zu regulieren.

Im Lavantmuseum in Wolfsberg gibt es sehr schöne alte Schmalzhäfen zu sehen. Ein Besuch empfiehlt sich!

Mürbteigkekse mit Sesam und Lavendel

150 g Butter
250 g Dinkelmehl
60 g Kartoffelmehl
120 g Staubzucker
3 Eigelbe
1 EL Lavendelblüten
2 EL Sesamkörner

  1. Die Lavendelblüten sehr fein hacken und mit dem Staubzucker vermischen, dann mit der weichen Butter verrühren. Eigelb mit dem Mehl vermengen und mit der Buttermasse verkneten. Eine Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für einen Tag in den Kühlschrank stellen.
  2. Den Mürbteig ½ cm dick ausrollen, mit Sesam bestreuen und Kekse ausstechen.
  3. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 15 Minuten backen.

Tipp: Der Ruhetag dient, um den Teig mürbe werden zu lassen. Wenn Sie es eilig haben, verarbeiten Sie den Teig nach mindestens eine Stunde Ruhezeit, die Kekse werden gleichermaßen gut sein.

Quelle: Sandra Longinotti, Kräuterfrisches Kulinarium. Mediterrane Rezepte für Balkongärtner. Verlag Anton Pustet, S. 113.
Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Keks

Aus dem handgeschriebenen Kochbuch von Maria Baumgartner aus Reichenfels (1940).

6 dkg Butter werden schaumig gerührt, nach und nach 2 ganze Eier, 15 dkg Zucker, 1/8 l saurer Rahm, 60 dkg Mehl, 1/2 dkg Speisesoda, etwas feine Zitronenschale dazugeben. Man arbeitet den Teig glatt ab und lässt ihn eine 1/2 Stunde kühl rasten. Dann wird er auf dem Nudelbrett messerrückendick ausgewalkt und mit Formen ausgestochen, auf ein befettetes Blech gelegt und goldbraun gebacken.

Für Christbaumschmuck muss man schon vor dem Backen jeden Keks ausstechen, dass man einen Faden durchziehen kann. (Übrigens: Der Christbaum wurde in unserer Gegend nicht aufgestellt, sondern hing von der Decke, also dem Plafond, herunter.)

Man bereitet auf gleiche Art und Weise von 15 dkg Butter, 3 Eiern, 20 dkg Zucker, einer Schale Rahm oder Milch, 1 P. Backpulver, 1 kg Mehl einen Teig. Wenn man will, kann man zu dieser Masse eine Msp. Zimt, 3 geriebene Gewürznelken und Zitronenschale dazugeben. Man formt fünf Laibchen, lässt sie eine halbe Stunde rasten, walkt sie mit dem Messerrücken dick aus, drückt ein Reibeisen auf, sticht Formen aus und bäckt sie goldbraun.

(Einzahl: der Keks, plural: die Keks)

Haferflockenkekse

Zutaten
1/4 kg feine Haferflocken
10 dkg Butter
18 dkg Zucker
1 P. Vanillezucker
5 dkg Mehl
1 Prise Backpulver
8 dkg Hasel- oder Walnüsse
Zitronenschale
1 Prise Salz
2 Eier

Zubereitung
Die Haferflocken in Butter anrösten.
Zwei Stunden rasten lassen
Alle Zutaten gut vermengen.
Mit einem Kaffeelöffel kleine Häufchen formen, etwas plattdrücken und auf ein Backblech legen.
Bei 165 °C im Rohr backen. Backdauer 15 min.

Haferflockenkrapferl

Zutaten
4 dkg Butter
1/4 kg Haferflocken
9 dkg Zucker
4 dkg Butter
10 dkg Zucker
2 Eidotter
1/2 P. Backpulver
1 TL Mehl
Saft und Schale einer halben Zitrone
2 Eiklar

Zubereitung
4 dkg Butter heiß werden lassen, Haferflocken darin abrösten. 9 dkg Zucker dazugeben.
Von 4 dkg Butter, 10 dkg Zucker und den Dottern eine Schaummasse herstellen, Mehl, Backpulver, Zitronensaft -und schale dazugeben, dann die Haferklocken und zuletzt den Eischnee locker darunterheben.
Auf Backpapier kleine Häufchen formen und bei 180 °C goldgelb backen.

(Quelle: Kochbuch von Maria Baumgartner, 1940; zur Verfügung gestellt von Gerti Hackl. Leicht bearbeitet.)

Nussbusserl

Zutaten
4 Eiklar
14 dkg Staubzucker
14 dkg geriebene Haselnüsse
einige Körner Salz
etwas Zitronensaft

Zubereitung
Das Eiklar mit dem Zucker im heißen Wasserbad schlagen, bis es ganz fest ist. Etwas Salz und ein paar Tropfen Zitronensaft dazugeben. Die Nüsse vorsichtig unterrühren.
Mit zwei Kaffeelöffeln kleine Busserl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.

Bei 120 ° C ungefähr 45 min eher trocknen als backen.

Nussbusserl

Zutaten
4 Eiweiß
210 g Staubzucker
250 g gemahlene Haselnüsse

Zubereitung
Das Eiweiß sehr steif schlagen, den Staubzucker nach und nach darunterschlagen – das Eiweiß soll dabei steif bleiben. Die gemahlenen Haselnüsse vorsichtig unterrühren.
Mit zwei Kaffeelöffeln kleine Nusshäufchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.

Die Busserl sollen bei geringer Hitze (ca. 150 °) 25 min lang eher trocknen als backen.

Anisringe

Teig
14 dkg Mehl, 10 dkg Butter, 7 dkg Zucker, 2 Dotter, hartgekocht

Zum Bestreuen
1 Ei, gestoßenen Anis, grober Zucker

Aus Mehl, Butter, Zucker und den gekochten Dottern rasch einen Teig kneten. 15 Minuten rasten lassen. Den Teig ausrollen und mit zwei ringförmigen Ausstechformen kleine Ringe ausstechen.
Das Ei gut versprudeln und die Ringe auf einer Seite damit bestreichen. Gut mit dem groben Zucker und Anis bestreuen.
Bei 180 ° ca. 15 Minuten backen.