Kärntnernudelauflauf

500 g Bandnudeln
Salz

Fülle
250 g Hirse
1/8 l Wasser
3/8 l Milch
½ kg grober Bröseltopfen
Je 1 EL gehackte Nudelminze und Kerbel
Salz
¼ l Schlagobers
2 Eier

Die Nudeln in kochendem Salzwasser bissfest kochen, abschrecken und abseihen.
Für die Fülle die Hirse in Milch und Wasser kochen.
Die gekochte, etwas überkühlte Hirse mit den Kräutern, dem Topfen und dem Salz vermengen.
In Schichten abwechseln Bandnudeln und Fülle in eine Auflaufform geben.
Schlagobers und Eier versprudeln und über die Masse gießen.
Im Rohr bei 180 °C ungefähr 30 Minuten überbacken.

Die Fülle kann statt mit Hirse auch mit Topfen und/oder Erdäpfeln zubereitet werden.

Dieses Rezept finden Sie in dem Anfang Mai 2019 erscheinenden Kochbuch Buchhofer Rezeptideen, das aus einer Zusammenarbeit der Lovntolerin mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Buchhof entstanden ist.

Grießnockerlsuppe

1 Ei
30 g Butter
Salz
70 g Grieß oder Dinkelgrieß
Muskat
1 l dunkle Rindssuppe
Schnittlauch

  1. Für die Grießnockerl zimmerwarme (!) Butter und Ei schaumig rühren.
  2. Dinkelgrieß oder Grieß, Salz und Muskat dazugeben und gut verrühren.
  3. Die Masse eine halbe Stunde ziehen lassen.
  4. 2 l Wasser salzen und in einem breiten Kochtopf zum Kochen bringen, dann von der Grießmasse mit einem Kaffeelöffel gleichmäßig große Stücke abstechen. Diese Stücke mithilfe eines zweiten Kaffeelöffels zu Nockerl formen und vorsichtig in das kochende Wasser einlegen.
  5. Die Nockerl im Wasser fünf Minuten wallen und weitere 12 Minuten ziehen lassen, sie gehen dabei stark auf.
  6. Die fertigen Nockerl in heiße Rindsuppe einlegen und vor dem Servieren mit geschnittenem Schnittlauch bestreuen.

Tipp. Falls die Nockerl einen kleinen, festen Kern haben sollen, wird die Kochzeit um eine Minute verkürzt.

Verheirateter Sterz 2

Wie bereits beim letzten Mal angekündigt, gibt es auch ein zweites Rezept für verheirateten Sterz, diesmal mit Polenta und Äpfeln!

1 großer bzw. 2 kleine Äpfel
Salz
1/2 l Wasser
20 dkg Polenta
5 dkg Butter(-schmalz)

  1. Das Wasser salzen und zum Kochen bringen.
  2. Die Äpfel schälen, klein schneiden und kochen.
  3. Den Polentagrieß in der heißen Butter bzw. im Schmalz gut durchrösten und mit dem Apfelkoch aufgießen. Salzen. Auf niedrigster Stufe am Herd oder bei mittlerer Hitze im Backrohr 20 Minuten ausdünsten lassen.
  4. Polenta legt sich leicht an, daher regelmäßig gut umrühren.
  5. Butter(-schmalz) darübergeben und den Sterz mit einer zweizinkigen Gabel zergabeln.
  6. Dazu passt Milch, süßer Milchkaffee, Buttermilch oder saure Milch.

Plentn

20 dkg Polentagrieß
1/2 l Wasser
1 TL Salz

  1. Den Polentagrieß linden und in kochendes, gesalzenes Wasser einrühren. Aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und am Herd lassen, bis die Masse dick wird. Dabei ständig umrühren, damit nichts anbrennt. Je grobkörniger der Polentagrieß ist, desto länger muss er gekocht werden!
  2. In eine mit Wasser ausgeschwemmte Kastenform füllen und auskühlen lassen. Wenn die Plentn kalt ist – dabei wird sie fest – wird sie aus der Form gestürzt und mit einem festen Faden in 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten.
  3. Die Scheiben können in einer Pfanne gebraten werden, sie eignen sich auch vorzüglich zum Grillen.

„Plentn“ leitet sich vom italienischen „Polenta“ ab, sie wurde früher in Kärnten häufig gegessen, da sie preisgünstig und sehr sättigend ist.

Milchreis

Milchreis klingt doch ganz einfach, oder? Erst nach vielen Versuchen, Milchreis zu kochen, bin ich vor Kurzem daraufgekommen, was das Um und Auf ist – der Reis muss langsam, d.h. auf niedrigster Stufe, in der Milch köcheln, denn dadurch löst sich Stärke aus den Reiskörnern und der Milchreis wird schön mollig. Dann braucht es kein Puddingpulver, wie es in manchen Rezepten vorgeschlagen wird!

Zutaten
1/2 l Milch
7 dkg Rundkornreis
eine Prise Salz
Zucker
Schokolade oder Kakaopulver
bzw. Zimt

 

Zubereitung

1 Die Milch salzen und aufkochen. Den Reis in die Milch geben und 45 Minuten lang aufniedrigster Flamme langsam köcheln lassen.

2 Mit Zucker sowie Zimt bzw. geriebener Schokolade oder Kakaopulver servieren.

 

Had’n-Mohn-Roulade

Zutaten
6 Eier
1 Prise Salz
10 dkg brauner Zucker
1 EL Sauerrahm
3 dkg geriebenen Mohn
3 dkg geriebene Nüsse
8 dkg Had’nmehl (= Buchweizen)
1 KL Backpulver
20 dkg frische Erdbeeren, Himbeeren oder Schwarzbeeren
oder 1 Glas Grant’n
¼ l Schlagobers

  1. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Backrohr auf 180 °C vorheizen.
  2. Eine Prise Salz zum Eiklar geben und einen festen Schnee schlagen.
  3. Had’nmehl und Backpulver trocken vermengen.
  4. Eier, Zucker und Sauerrahm so lang rühren, bis die Masse hellgelb ist.
  5. Den Eischnee, den Mohn und das Had’nmehl darübergeben und mit einer Schneerute vorsichtig vermengen, sodass der Schnee möglichst wenig zusammenfällt.
  6. Bei 180 °C ungefähr 12 Minuten backen.
  7. Inzwischen ein Nudelbrett mit etwas Zucker bestäuben. Die Roulade mit dem Backblech auf das Nudelbrett gleiten lassen, das Backpapier liegt oben.
  8. Ein sauberes Geschirrtuch mit kaltem Wasser befeuchten und auf das Backpapier legen. Zwei Minuten abkühlen lassen, dann den Teig vorsichtig einrollen und ganz auskühlen lassen. Anschließend das Backpapier vorsichtig entfernen.
  9. Das Schlagobers schlagen, die Früchte darunterrühren und auf den Teig streichen. Nun alles einrollen. Die Roulade mit Staubzucker bestreuen, vor dem Servieren noch fünf Minuten stehen lassen, damit die Fülle beim Schneiden nicht aus der Roulade rinnt.

 

Ich bedanke mich bei Elisabeth Wechselberger aus Reichenfels für das Rezept!

Grießsterz / Grießschmarren

Zutaten
25 dkg Weizengrieß
etwas Salz
½ l Milch oder Wasser
3 dkg Butter
Zucker und Mohn oder Grammeln

Zubereitung

… mit Grammeln
Den Grieß in einer Pfanne linden, d. h. trocken rösten, das Wasser darübergießen und eine halbe Stunde stehen lassen. Butter in einer Rein heiß werden lassen und die Grießmasse darin rösten, bis sie knusprig ist. Dabei ständig gabeln (= mit einer zweizinkigen Gabel bearbeiten), damit feine Bröckerl entstehen. Mit Grammeln anrichten.

… süß
Die Milch zum Kochen bringen, den Grieß einrühren und eine halbe Stunde stehen lassen. Dann die Butter in einer Rein heiß werden lassen, den Grieß dazugeben und rösten, bis der Sterz knusprig ist. Gabeln. Der Grießsterz wird mit Staubzucker und geriebenem Mohn bestreut, dazu gibt es Apfelmus.

 

Haferflockenrollen

Zutaten
¼ kg feine Haferflocken
5 dkg Butter
Salz
Petersilie

Mehl
1 Ei, Prise Salz
Brösel
Butterschmalz zum Herausbacken

Zubereitung
Man bringt ¾ l Wasser in einen Kochtopf zum Kochen, salzt und gibt die Haferflocken sowie die  Butter dazu.
Diese Masse lässt man kochen, bis sie Blasen wirft. Zugedeckt 15 Minuten stehen lassen.
Aus der dicken Masse, der man etwas Petersilie beigegeben hat, werden Rollen geformt.
Die Rollen werden paniert und in Butterschmalz goldgelb herausgebacken.
Beim Anrichten etwas grüne Petersilie darüberstreuen.
Wird als Hauptspeise mit Gemüse oder Salat gegessen, passt aber auch als Beilage zu Fleischgerichten.

Türkensterz

Türkenkorn oder türkischer Weizen ist eine alte Bezeichnung für Mais, die man bereits im Herders Conversations-Lexikon aus dem Jahr 1854 finden kann.

 Zutaten
25 dkg grobes Polentamehl (= Maismehl)
1 gestrichener TL Salz
½ l Wasser
5 dkg (Butter-)Schmalz
Grammeln nach Belieben

Zubereitung

  • Variante I: Wasser salzen und zum Kochen bringen. Das Polentamehl in das Wasser einrieseln lassen. Dabei gut umrühren. Die Masse eine halbe Stunde im heißen Rohr ausdünsten lassen.
  • Variante II: Das Polentamehl in kochendes, gesalzenes Wasser einrühren.
    Die Hitze zurücknehmen und den Sterz 10 min auf niedrigster Stufe kochen, dann vom Herd nehmen und 10 min ausdünsten lassen.
  • Variante III: Das Polentamehl linden. Kochendes, gesalzenes Wasser darübergeben, gut rühren. 20 min auf niedrigster Stufe dünsten.
  • Variante IV: Das Polentamehl im heißen Schmalz gut durchrösten und mit kochendem Wasser aufgießen. Salzen. Auf niedrigster Stufe 20 min. dünsten lassen.

Türkensterz legt sich leicht an, daher sollte man ihn regelmäßig gut umrühren.

(Butter-)Schmalz darübergeben und den Sterz mit einer zweizinkigen Gabel zergabeln. Nach Geschmack Grammeln dazugeben.

Der Sterz wird mit süßem Milchkaffee, Buttermilch oder saurer Milch serviert.