Kalter Reispudding mit Birnen

Zutaten
15 dkg Reis
1 l Milch
3 EL Zucker
Vanillezucker (bzw. eine Vanilleschote)
1 EL Rum
1/4 l Schlagobers
5 Blatt Gelatin

Zubereitung
Den Reis in der Milch weich kochen. Zucker, Vanille und Rum unterrühren. Kalt stellen.
Die Gelatine in etwas Wasser einweichen, Schlagobers sehr steif schlagen.
Gelatine in etwas heißem Wasser gut auflösen.
Schlagobers und aufgelöste Gelatine unter den Reis mischen.
Eine Form mit etwas Wasser ausspülen und den Reispudding einfüllen. Im Kühlschrank drei Stunden sulzen lassen.
Nach dem Sulzen stürzt man den Reispudding aus der Form, dekoriert ihn mit gekochten Birnen, um den Rand legt man kandierte Früchte.

Gebackene Mäuse

Zutaten
½ kg griffiges Mehl
6 dkg Zucker
6 dkg Butter
1 Würfel Germ (= Hefe)
1 TL Salz
¼ l Milch
4 Eidotter
1 EL Rum
Zitronenschale
1/2 kg Butterschmalz
Staubzucker

Zubereitung
Einen eher weichen Germteig (siehe Grundrezept auf diesem Blog) zubereiten.
Den Teig mit einem Löffel in Nockerl teilen – ihre Oberfläche sollte aber nicht glatt sein. Noch einmal gut gehen lassen.
In einer Rein Butterschmalz erhitzen. Die Temperatur ist dann richtig, wenn ein Stäubchen Mehl, das man in das Butterschmalz gibt, zu schäumen beginnt. Die Teigstücke einlegen – von allen Seiten backen, bis sie goldgelb sind. Achtung: Das geht sehr schnell.
Nach dem Backen auf eine Küchenrolle legen, damit das überschüssige Fett weggesaugt wird.
Zum Servieren mit Staubzucker bestreuen.

Kärntner Nudeln mit Topfen-Semmelfülle

Nudelteig
Zutaten und Zubereitung nach Grundrezept auf diesem Blog.

Fülle
1/4 kg Bröseltopfen
1 Semmel
Salz, Pfeffer
etwas frische Minze
Keferfill (= Kerbelkraut)

Zubereitung
Fülle
: Semmel mit etwas Wasser einweichen und anschließend gut ausdrücken. Passieren.
Die restlichen Zutaten gut miteinander vermengen und kleine Kugerl formen.
Keferfill gibt es nicht das ganze Jahr, wenn es nicht erhältlich ist, kann etwas klein geschnittener Porre zur Fülle gegeben werden.

Nudelteig  zirka 3 mm dick ausrollen, entweder kleine Rechtecke ausradeln oder Teig mit einem Glas mit ca. 7 cm  Durchmesser ausstechen. Die Kugerl mit der Fülle daraufsetzen, den Teigrand sehr gut verschließen.
Bei eckig ausgeradelten Teigstücken wird der Rand mit einer Gabel fest zusammengedrückt. Runde Teigstücke werden gekrendelt.
In kochendes Salzwasser einlegen und ca. 20 min sieden lassen. Zum Servieren großzügig mit zerlassener Butter übergießen.
Meine Großmutter hat Semmelbrösel in der Butter angeröstet und diese Butter-Brösel-Mischung über die Kärntner Nudeln gegeben.

 

Wurzelsuppe mit Heidenknödeln

Zutaten
2 EL Öl
1 Tasse Wurzelwerk (ca. 60 dkg)
Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt, etwas Majoran
10 dkg Heidenmehl (= Buchweizenmehl)
1 Ei

Zubereitung
Wurzelwerk waschen, putzen und schneiden. In Öl langsam anrösten – dabei sollte man etwas Geduld haben, denn die Röststoffe ergeben den guten Geschmack der Suppe. Mit 1 l Wasser aufgießen, würzen und ca. 20 min kochen lassen.
Für die Knödel Mehl, Ei, Salz und etwas Wasser verkneten und kleine Knödel formen. In kochendes Salzwasser einlegen und ca. 15 min ziehen lassen.

Tante Tini

Weil es so gut zu Kochen wie früher passt …

Meine Urgroßtante Tini, Pfarrerköchin in Klagenfurt.

Schneenockerl

Zutaten
4 Eiklar
Prise Salz
12 dkg Zucker
3/4 l Milch
2 Packerl Vanillezucker (oder 1 Vanilleschote)
3 Eidotter
1 gestrichener EL Maistärke

Zubereitung
Die Milch mit Vanillezucker und Zucker erhitzen.
Den Schnee für die Nockerl sehr steif schlagen und langsam zwei Drittel des Zuckers einrieseln lassen, dabei noch sehr kräftig schlagen – die Masse sollte sehr fest sein.
Mit einem Esslöffel Nockerl aus dem Eischnee ausstechen, in die heiße Milch legen (bei ca. 80 °C)  und bei geschlossenem Deckel ziehen lassen, dabei gehen die Nockerl stark auf. Nach einer Minute vorsichtig umdrehen und eine weitere Minute ziehen lassen.
Die Nockerl vorsichtig herausnehmen und auf einen Teller legen. Die Milch auf dem Herd lassen. Eidotter mit Maisstärke und dem restlichen Zucker gut versprudeln. In die Milch eingießen und  kräftig schlagen. Diese Creme darf aber nicht mehr kochen, sonst flocken die Dotter aus.
Die Soße auf Teller geben, Schneenockerl darauflegen und gleich servieren. Am besten sind sie, wenn sie warm gegessen werden.

 

Brennsuppe mit Erdäpfeln

Zutaten
5 dkg Butter
2 Zwiebeln
2 gehäufte EL griffiges Mehl
Salz, Pfeffer, Majoran
3 mittelgroße Erdäpfel
Schnittlauch

Zubereitung
In der Butter die kleingeschnittenen Zwiebeln gut anrösten, Mehl dazugeben und weiterrösten, bis alles braun ist. Dann mit 1 l Wasser aufgießen, die Gewürze dazugeben und aufkochen lassen. Die Erdäpfeln schälen, würfelig schneiden und in der Suppe mitkochen, sie sollen nicht zerfallen. Wenn die Erdäpfel weich sind, ist die Suppe fertig. Die Suppe wird feiner, wenn man 1 gut versprudelten Eidotter dazugibt.
Mit Schnittlauch servieren.

Räuberknödel

Zutaten
3/4 kg Erdäpfel
3 altbackene Semmeln
2 Eier
1 Bund Petersilie
1 EL Brösel
Salz
Mehl zum Wälzen der Knödel

Zubereitung
Die Semmeln in kleine Würfel schneiden.
Die rohen Kartoffeln durch ein Reibeisen in eine Schüssel reiben.
Masse vermischen mit den Eiern, den Semmelwürfeln, der Petersilie, den Bröseln und dem Salz.
Teig 20 min rasten lassen, dann mit feuchten Händen Knödel formen, die vorsichtig in Mehl gewälzt werden. Die Oberfläche der Knödel muss ganz glatt sein, sonst zerfallen sie. In kochendes Salzwasser einlegen, 25 min sieden, nicht kochen. Kochtopf dabei nicht zudecken.
Herzlichen Dank, liebe Oma Friedl, für das Rezept!