Had’ngermnudeln

100 ml Milch
½ Packung Germ
50 g Weizenmehl
250 g Had’nmehl
½ TL Salz
150 g Sauerrahm
1 Ei
(Butter-)Schmalz oder Grammeln.

  • Die Milch leicht erwärmen, die Germ darin mit dem Weizenmehl auflösen und ein Dampflzubereiten. An einem warmen Platz zugedeckt 20 Minuten gehen lassen.
  • Had‘nmehl, Salz, Sauerrahm und Ei mit dem Dampfl verkneten, bis der Teig glatt ist.
  • Der fertige Teig wird etwas bemehlt und soll 40 Minuten rasten.
  • Den Teig noch einmal kneten und eine große Kugel formen.
  • Eine Viertelstunde gehen lassen.
  • Große Nockerl aus dem Teig ausstehen und zu ungefähr 12 cm langen Stücken mit einem Durchmesser von 4 cm formen. Noch einmal gehen lassen.
  • Die Stücke über Dampf garen, dabei geht der Teig sehr stark auf – die Nudeln also locker einlegen.
  • Mit brauner Butter, Grammeln oder Sasaka (= Verhackert) abschmalzen.
  • Dazu gibt es Sauerkraut oder Salat. Hadngermnudel passen sehr gut zu Fleischgerichten mit Soße. Die „Süßen“ essen die Had‘ngermnudeln mit Schwarzbeerkompott, Preiselbeeren, Grantenschleck oder Apfelmus.

Buchweizen oder Had‘n stammt ursprünglich aus Zentralasien. Eine weitere Bezeichnung ist Schwarzplenten. Erste urkundliche Erwähnungen in Kärnten stammen aus den Jahren 1442 und 1445. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war Had‘n in der Völkermarkter Gegend eine der am meisten angebauten Körnerfrüchte.

Had’n-Mohn-Roulade

Zutaten
6 Eier
1 Prise Salz
10 dkg brauner Zucker
1 EL Sauerrahm
3 dkg geriebenen Mohn
3 dkg geriebene Nüsse
8 dkg Had’nmehl (= Buchweizen)
1 KL Backpulver
20 dkg frische Erdbeeren, Himbeeren oder Schwarzbeeren
oder 1 Glas Grant’n
¼ l Schlagobers

  1. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Backrohr auf 180 °C vorheizen.
  2. Eine Prise Salz zum Eiklar geben und einen festen Schnee schlagen.
  3. Had’nmehl und Backpulver trocken vermengen.
  4. Eier, Zucker und Sauerrahm so lang rühren, bis die Masse hellgelb ist.
  5. Den Eischnee, den Mohn und das Had’nmehl darübergeben und mit einer Schneerute vorsichtig vermengen, sodass der Schnee möglichst wenig zusammenfällt.
  6. Bei 180 °C ungefähr 12 Minuten backen.
  7. Inzwischen ein Nudelbrett mit etwas Zucker bestäuben. Die Roulade mit dem Backblech auf das Nudelbrett gleiten lassen, das Backpapier liegt oben.
  8. Ein sauberes Geschirrtuch mit kaltem Wasser befeuchten und auf das Backpapier legen. Zwei Minuten abkühlen lassen, dann den Teig vorsichtig einrollen und ganz auskühlen lassen. Anschließend das Backpapier vorsichtig entfernen.
  9. Das Schlagobers schlagen, die Früchte darunterrühren und auf den Teig streichen. Nun alles einrollen. Die Roulade mit Staubzucker bestreuen, vor dem Servieren noch fünf Minuten stehen lassen, damit die Fülle beim Schneiden nicht aus der Roulade rinnt.

 

Ich bedanke mich bei Elisabeth Wechselberger aus Reichenfels für das Rezept!

Hadnkranznudel

Zutaten
35 dkg Weizenmehl
1 Dotter
handwarmes Wasser nach Bedarf
Salz

Fülle
30 dkg Hadnmehl
1 P. Germ
1 EL Zucker
1/4 l Schlagobers oder Sauerrahm
1 Ei
Butter oder Grammelfett

Zubereitung
Aus Mehl, Ei, Wasser und Salz einen eher weichen Nudelteig zubereiten.
Rasten lassen.
Das Hadnmehl wird in einer Pfanne geröstet, bis es ganz trocken ist (= linden). Das Mehl anschließend abkühlen lassen, bis es handwarm ist. Mit Zucker, Germ, Schlagobers bzw. Sauerrahm, Milch und Ei gut verrühren. Diese Fülle soll sich gut streichen lassen.
Der Nudelteig wird dünn zu einem runden Fleck ausgewalkt und mit der Fülle bestrichen. Von der Mitte her werden kreuzförmig 10 cm lange Einschnitte gemacht. Diese Enden werden von innen nach außen eingerollt, so entsteht ein Kranz. Die Ränder mit Eiklar bestreichen, damit sie gut zusammenkleben.
Den Kranz in vier bis sechs Stücke schneiden, die Enden gut verschließen und 20 min in Salzwasser kochen.
Nach dem Kochen werden die Nudeln in fingerdicke Scheiben geschnitten und mit Butter oder Grammelfett abgeschmalzen.
Wird mit Salat oder Milch bzw. saurer Milch gegessen.