Hollergelee

1 l Apfelsaft
Saft von 4 Orangen und 2 Zitronen
Wasser
1 Bio-Zitrone
40 Hollerblüten
1 kg Gelierzucker 1:2

  • Apfel-, Orangen- und Zitronensaft in eine große Schüssel geben und mit Wasser auf 2 Liter aufgießen.
  • Die Biozitrone dünn schälen und die Schalen ebenfalls dazugeben.
  • Die Hollerblüten nicht waschen, aber gut ausschütteln, damit eventuell vorhandene Insekten rausfallen, zur Flüssigkeit geben.
  • 24 Stunden ziehen lassen, dann abseihen.
  • In einem großen Topf mit Gelierzucker zum Kochen bringen und sechs Minuten kochen lassen.
  • In saubere Gläser füllen und mit einem Schraubverschlussdeckel verschließen.

In der Antike wurden von ihr sämtliche Teile in der Medizin verwendet und im Mittelalter galt sie gar als Universalmedizin – die sagenumwobene Hollerstaude, ja Staude sagt man in Kärnten, nicht Hollerstrauch. Die Germanen glaubten, in der Hollerstaude wohne die Schutzgöttin Holda. Im Volksglauben nahm man früher an, dass ein Unglück über eine Familie käme, wenn der Hollerbaum gefällt wird. Natürlich gab es bei jedem Bauernhof eine Hollerstaude! Sogar die Hühner orientieren sich am Holler – wenn er blüht, legen sie keine Eier und auch dann nicht, wenn er reif ist.

Hollerstrauben

Zutaten für 4 Personen
12 Hollerblüten (im Ganzen) vom schwarzen Holunder
4 EL Mehl
3 EL Milch
3 ganze Eier
Salz
Pflanzenöl zum Herausbacken

Zubereitung
Hollerblüten ausschütteln, waschen und gut abtropfen lassen.
Aus Mehl, Milch, Eiern, Salz einen weichen glatten Teig bereiten.
Hollerblüten in den Teig eintauchen und in einer Rein goldgelb herausbacken.
Auf einigen Blättern Küchenrolle abtropfen lassen.
Vor dem Servieren mit etwas Staubzucker bestreuen.

Hollersirup

Zutaten
2,5 l Wasser
5 dkg Zitronensäure oder Weinsteinsäure
2 Biozitronen
2 Orangen
10 Holunderblüten
2 kg Zucker

Zubereitung
Die Blüten bei Sonnenschein in der Mittagszeit abschneiden, dann ist ihr Geschmack am intensivsten.
Wasser, Zitronensäure, in Scheiben geschnittene Zitronen und Orangen sowie Holunderblüten 48 Stunden in einem Glas zugedeckt stehen lassen.
Anschließend abseihen.
Den Zucker zum Saft geben und gut erhitzen (aber nicht kochen).
Noch heiß in saubere Flaschen füllen und sofort verschließen.

Ich danke Christl H.aus Wiesenau für dieses Rezept!

Im Kochbuch Süddeutsche Küche von Katharina Prato aus dem Jahr 1896 wird statt Zitronensäure Weinsteinsäure verwendet (gibt es in der Apotheke) – sie ist eine gute Alternative für alle, die die Zitronensäure schlecht vertragen.