Grüne Erbsensuppe

1 großer Teller ausgelöste grüne Erbsen
30 g Butter
50 g Mehl
Ingwer oder Muskatnuss
Salz, Pfeffer
1 l klare Gemüsesuppe
grüne Petersilie
zum Verfeinern etwas Weißwein und Schlagobers

  • Die grünen Erbsen in leicht gesalzenem Wasser kochen, bis sie weich sind, dann abseihen.
  • Aus Butter und Mehl eine helle Einmach zubereiten.
  • Mit etwas Wasser verrühren und zur Gemüsesuppe geben, ebenso wie auch die gekochten Erbsen.
  • Mit Ingwer oder Muskatnuss, Salz und Pfeffer einmal aufkochen.
  • Beim Anrichten mit gehackter grüner Petersilie garnieren. So lautet das Rezept aus dem Buchhof aus dem Jahr 1944.
  • Die Suppe kann man durch die Zugabe von etwas Weißwein und Schlagobers verfeinern. Pürieren bringt den Erbsengeschmack besser zur Geltung.

Erbsen kamen in der Jungsteinzeit aus dem Vorderen Orient nach Europa. Als die Menschen sesshaft wurden, waren Erbsen, Bohnen und Linsen die wichtigsten pflanzlichen Eiweißlieferanten. Bereits im Mittelalter wurden Erbsen gekocht und mit Zwiebeln, Schmalz und Brot als Suppe verzehrt. Bis ins 17. Jahrhundert wurden sie getrocknet und meist als Mus gegessen. Erbsen waren das Nahrungsmittel der Armen, Fleisch konnten sich die wenigsten leisten. Später wurden Sorten gezüchtet, die man unreif und grün verspeiste – diese Erbsen waren sehr teuer und wurden meist nur bei Hof gegessen.

Hülsenfrüchte zu sieden

Aus: Marie von Rokitansky, Die Österreichische Küche, 1912

Sie müssen mit weichem Wasser gekocht werden und wenn das Wasser zum Teil verdampft ist, darf man immer nur kochendes, nie kaltes Wasser nachgießen.

Es empfiehlt sich auch, die Hülsenfrüchte am Vortag zu waschen und in warmem Wasser einzuweichen und am nächsten Morgen eine Messerspitze voll Backsoda (= Natron) mitzukochen.

Salzen darf man die Hülsenfrüchte erst, wenn sie weich werden. Sie brauchen bis zu  2 – 3 Stunden Kochzeit.

Bohnenkraut wird in der Küche als Würze zu Bohnen und Erbsen gebraucht und gibt ihnen einen aromatischen Geschmack.