Apfelnockalan

Äpfel, wie wir sie heute kennen, stammen von Holzäpfeln ab. Erst ab dem späten Mittelalter wurden sie als Tafelobst verzehrt. Bereits die Kelten verarbeiteten Äpfel zu einer Art Apfelwein. Vor dem 19. Jahrhundert gab es vielerorts kein keimfreies Trinkwasser, deshalb wurden meist vergärte Getränke wie Apfelmost, Steinbier oder Wein anstelle von Wasser getrunken – die Folgen kann man sich gut vorstellen.

25 dag Mehl
100 ml Milch
1 Ei
Prise Salz
1/2 kg säuerliche Äpfel
3 dag Butter
Staubzucker
Zimt

  • Aus Mehl, Milch, Ei und Salz einen nicht allzu festen Nockerlteig bereiten.
  • Mit den geschälten, grob geriebenen Äpfeln vermischen.
  • Die Butter in einer niedrigen, breiten Rein erhitzen und mit zwei Esslöffeln Nockerl aus der Masse formen. Der Teig soll gerade so fest sein, dass die Nockerl in der Rein ihre Form behalten.
  • Nebeneinander in die Rein legen und im Rohr bei 180 °C backen, bis die Nockerl eine schöne Farbe annehmen. Beim Backen karamellisieren die Äpfel an der Unterseite.
  • Vor dem Servieren mit Staubzucker und Zimt bestreuen.

Die aktuellen Rezepte erscheinen seit Anfang Jänner 2020 jeden Mittwoch in der Lavanttal-Ausgabe der Kleinen Zeitung.

Überbackene Erdäpfelnockerl

Nach dem üppigen Essen zu den Feiertagen möchte ich Ihnen heute ein einfaches, altes Gericht vorstellen.

3/4 kg mehlige Erdäpfel
5 dkg Butter
2 Eier
Salz, Muskat
10 dkg Weizengrieß
2 EL griffiges Mehl (ev. auch etwas mehr, je nach Bedarf)
1 EL zerlassene Butter
¼ l Sauerrahm

  1. Die Erdäpfel kochen, noch heiß schälen und durch eine Erdäpfelpresse drücken.  Den Grieß darübergeben und alles etwas überkühlen lassen.
  2. Die Butter in kleine Stücke schneiden und gleichzeitig mit den Eiern, dem Mehl, dem Salz und dem Muskat dazugeben und verkneten.
  3. Den Teig 20 Minuten rasten lassen.
  4. Eine Auflaufform ausfetten.
  5. Mit bemehlten Händen Nockerl formen, falls der Teig noch klebt und sehr weich ist, kann noch zusätzlich Mehl zugegeben werden. Wieviel Mehl der Teig braucht, hängt von der Erdäpfelsorte ab.
  6. Die Nockerl nebeneinander in die Auflaufform legen, mit dem Sauerrahm übergießen und im auf 180 °C vorgeheizten Rohr backen, bis der Sauerrahm beginnt, Farbe anzunehmen.
  7. Wird mit Salat oder Apfelmus gegessen.

Warum zu vielen Gerichten Apfelmus gegessen wird, lässt sich leicht erklären: Als es noch nicht möglich war, jeden Tag frisches Obst und Gemüse im Geschäft zu kaufen, wurde , wenn es keinen Salat mehr gab, oft bis weit in den Winter hinein aus den eigenen Äpfeln Apfelmus gekocht und statt Salat gegessen.

Polentanockerl

Zutaten
20 dkg Polentamehl
3/4 l Wasser
4 dkg Butter
Salz
2 Zwiebeln

Zubereitung
Das Polentamehl in siedendem Salzwasser aufkochen und zugedeckt im Rohr 30 min ausdünsten lassen, ab und zu umrühren.
Zwiebel in Ringe schneiden und in Butter goldgelb rösten.
Kurz vor dem Essen sticht man mit einem in Wasser getauchten Löffel Nockerl aus der Masse aus.
Die Nockerl werden vor dem Servieren mit der Butter und den gerösteten Zwiebelringen übergossen.

Grießnockerlsuppe

Zutaten
6 dkg Butter
1 Ei
12 dkg Grieß
Salz, Muskatnuss

1 l klare Rinds-, Hühner- oder Gemüsesuppe

Zubereitung
Butter etwas weich werden lassen, mit dem Ei gut verrühren. Salz und etwas geriebene Muskat dazu geben. Grieß in die Masse einrühren, eine viertel Stunde rasten lassen.
Mit zwei Teelöffeln Nockerln aus der Masse formen und in leicht kochendem Salzwasser 12 Minuten ziehen lassen, die Nockerl gehen dabei auf.
Die fertigen Nockerl auf Tellern anrichten und klare heiße Suppe darübergießen. Mit Schnittlauch oder Petersilie servieren.

Übrigens: Perfekt sind die Grießnockerl, wenn sie außen sehr flaumig sind und innen einen winzigen harten Kern haben.