Quittenkäse und Quittengelee

Quittenkäse
Pro Kilogramm Quitten:
1 Zitrone,
700 g Zucker,
Feinkristallzucker zum Wälzen.

Quittengelee
Pro Liter Quittensaft:
½ kg Gelierzucker 1:2
1 Zitrone

Quittenmus
Die Quitten gut waschen, dabei soll der Flaum gänzlich entfernt werden – er enthält Bitterstoffe. Bei diesem Rezept werden die Quitten nicht geschält!
Die ungeschälten Früchte vierteln und mit dem Kerngehäuse zustellen. Es wird so viel Wasser zugegeben, dass die Quitten bedeckt sind.
Die Früchte weich kochen, das dauert ungefähr eine halbe Stunde.
In einem sauberen Baumwolltuch 12 Stunden lang abtropfen lassen, den austretenden Quittensaft zur Seite stellen.
Die abgetropften Quitten zu einem Mus passieren.

Quittenkäse
Pro Kilogramm Mus 700 g Zucker und den Saft einer Zitrone zum Quittenmus geben.
Diese Masse kochen lassen, bis sie Blasen wirft, dann auf kleiner Flamme weiterkochen, bis sie stark eindickt – dabei immer wieder rühren!
Einen Zentimeter dick auf ein mit Pflanzenöl bestrichenes Blech streichen und in einem Dörrgerät bzw. im Backrohr bei 70 °C ungefähr zehn Stunden trocknen lassen. Falls nötig bei Zimmertemperatur fertig trocknen lassen.
Wenn die Masse trocken ist, kleine Rauten oder Quadrate schneiden und in nach Geschmack in Feinkristallzucker wälzen.
In einer gut verschließbaren Dose aufbewahren – die einzelnen Lagen mit Butterbrotpapier trennen, damit nichts zusammenklebt.

Quittengelee
Den abgetropften Quittensaft mit Gelierzucker (1:2) und Zitronensaft erhitzen und sechs Minuten kochen.
In sterile Schraubverschlussgläser füllen, verschließen und auskühlen lassen.

Quitten wurden schon vor 4000 Jahren im Kaukasus angebaut, erst im Mittelalter kamen sie zu uns. Bereits Hippokrates wusste um die Heilkraft der Quitten. Sie sind kalorienarm und enthalten viele Ballaststoffe und Mineralstoffe, wie Eisen, Zink, Kalium, Kalzium, Kupfer und Mangan, sowie viel Vitamin C. In der heimischen Küche werden Quitten selten verwendet, u.a. auch deshalb, weil sie meist sehr hart sind und das Schälen schwierig ist.