Sauerkrautauflauf

2 EL Pflanzenöl
1 Zwiebel
½ kg Sauerkraut
Salz
1 Lorbeerblatt
3 Wacholderbeeren
5 Pfefferkörner
1 EL Mehl
30 dkg speckige Erdäpfel
10 dkg Schinken
2 Eier
¼ l Schlagobers
1 Msp. Paprikapulver

  1. Die Zwiebel fein schneiden und in Pflanzenöl anrösten. Das Sauerkraut waschen, damit es etwas Säure verliert, und dazugeben. Mit Salz, Pfefferkörnern, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren würzen. Etwas Wasser dazugeben und kochen. Wenn das Kraut weich ist, mit Mehl stauben und noch einmal aufkochen lassen. Die Masse sollte eher dicklich sein.
  2. Die Erdäpfel kochen, schälen und blättrig schneiden.
  3. Den Schinken klein schneiden.
  4. Den Boden einer Auflaufform befetten und je eine Schicht Sauerkraut, geschnittene Erdäpfel, Schinken, Sauerkraut, Erdäpfel und Schinken hineingeben.
  5. Eier und Schlagobers versprudeln, mit Pfeffer und Salz würzen. Über die letzte Schicht gießen und mit etwas Paprikapulver bestreuen.
  6. Im heißen Rohr bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten backen, bis die Oberfläche braun wird.

Dinkelspitz

Vorteig
106 g Dinkelmehl T700
67 ml Wasser (28 °C)
2 g Salz
1 g Hefe

280 ml Wasser (28 °C)
7 g Hefe
19 g Salz
5 g Backmalz
23 g Rohrzucker
186 ml Milch
700 g Dinkelmehl T700

  1. Dinkelmehl. Wasser, Salz und Hefe gut vermischen und zehn Stunden lang bei Zimmertemperatur rasten lassen. Dabei mit einem Tuch bedecken.
  2. Salz, Hefe, Backmalz und Rohrrohzucker in Wasser und Milch auflösen. Dinkelmehl und Vorteig hinzufügen. Gut kneten und dann 30 Minuten rasten lassen. In vier Stücke teilen und zu Franzosen formen.
  3. Auf ein Blech setzen und nochmals rasten lassen. Bei 240 °C in den vorgeheizten Backofen geben, die Temperatur nach 5 Minuten auf 170 °C reduzieren und 40 Minuten lang fertig backen.

Anmerkung: Die Salzmenge, die im Rezept angegeben wird, scheint mir zu hoch, ich habe 2 gestrichene TL Salz verwendet und das war ausreichend.

Quelle: Christine Metzger Elisabeth Ruckser, Brot backen, wie es nur noch wenige können, ISBN-13 9783710401695, 216 Seiten, Servus, € 25,00. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Brot backen, wie es nur noch wenige können

Christine Metzger Elisabeth Ruckser

Brot backen ist ein Handwerk, das abseits von Massenware nur noch von wenigen Menschen beherrscht wird, zugleich ist es eng mit unserer Kulturgeschichte verbunden.
Die Autorinnen erzählen vom Brauchtum rund ums Brot, von der Arbeit von Bauern, Müllern und Bäckern, der Vielfalt der Getreide- und Mehlsorten und den Gewürzen, die jedem Brot seinen unvergleichlichen Geschmack verleihen.
In Rezepten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklären sie, was es braucht, um selbst zum Bäckermeister zu werden. Dabei geht es um ausgewählte Zutaten, um Geduld, Gefühl und die Freude, mit den Händen selbst ein Lebensmittel herzustellen.
Das große Brot-Lesebuch in einer überarbeiteten Auflage!

ISBN-13 9783710401695
216 Seiten / 21 x 26 cm
Servus

€ 25,00

Überbackene Erdäpfelnockerl

Nach dem üppigen Essen zu den Feiertagen möchte ich Ihnen heute ein einfaches, altes Gericht vorstellen.

3/4 kg mehlige Erdäpfel
5 dkg Butter
2 Eier
Salz, Muskat
10 dkg Weizengrieß
2 EL griffiges Mehl (ev. auch etwas mehr, je nach Bedarf)
1 EL zerlassene Butter
¼ l Sauerrahm

  1. Die Erdäpfel kochen, noch heiß schälen und durch eine Erdäpfelpresse drücken.  Den Grieß darübergeben und alles etwas überkühlen lassen.
  2. Die Butter in kleine Stücke schneiden und gleichzeitig mit den Eiern, dem Mehl, dem Salz und dem Muskat dazugeben und verkneten.
  3. Den Teig 20 Minuten rasten lassen.
  4. Eine Auflaufform ausfetten.
  5. Mit bemehlten Händen Nockerl formen, falls der Teig noch klebt und sehr weich ist, kann noch zusätzlich Mehl zugegeben werden. Wieviel Mehl der Teig braucht, hängt von der Erdäpfelsorte ab.
  6. Die Nockerl nebeneinander in die Auflaufform legen, mit dem Sauerrahm übergießen und im auf 180 °C vorgeheizten Rohr backen, bis der Sauerrahm beginnt, Farbe anzunehmen.
  7. Wird mit Salat oder Apfelmus gegessen.

Warum zu vielen Gerichten Apfelmus gegessen wird, lässt sich leicht erklären: Als es noch nicht möglich war, jeden Tag frisches Obst und Gemüse im Geschäft zu kaufen, wurde , wenn es keinen Salat mehr gab, oft bis weit in den Winter hinein aus den eigenen Äpfeln Apfelmus gekocht und statt Salat gegessen.

Waldviertler Mohnstangerl

250 g weiche Butter
100 g Staubzucker
1 Dotter
1 Ei
abgeriebene Schale einer Biozitrone
1 Prise Zimt
1 EL echter Vanillezucker
80 g geriebene Haselnüsse
100 g Mohn
220 g glattes Mehl

200 g Powidl zum Füllen
Schokoladeglasur zum Tunken

  1. Butter, Staubzucker, Dotter, Ei, Zitronenschale, Vanillezucker und Zimt mit dem Handmixer schaumig rühren.
  2. Die restlichen Zutaten einmengen und den Teig in einen Spritzsack mit der Sterntülle Nr. 8 füllen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  3. Das Backrohr auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Mit dem Spritzsack 6 cm lange Stangerl auf das Backpapier spritzen und im Backrohr auf Sicht ca. 8-10 Minuten backen. Die Mohnstangerl vollständig abkühlen lassen.
  5. Den Powidl in einem kleinen Topf kurz aufkochen und mit einem Schneebesen durchrühren. Die Hälfte der Mohnstangerl mit heißem Powidl bestreichen und sofort mit den restlichen Stangerln zusammenkleben.
  6. Die Schokoladeglasur verflüssigen und in eine warme, tiefe Tasse füllen. Die Mohnstangerl zu einem Drittel in die Glasur tauchen und auf Backpapier trocknen lassen.
  7. Die Mohnstangerl in eine Blechdose zwischen Papierlagen schichten und an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahren.

Aus: Elisabeth Ruckser, Kekse – Lebkuchen – Teegebäck
ISBN-13 9783710401824, 200 Seiten / 21 x 26 cm, € 25,00

Servus
Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Linsensuppe

200 g braune Tellerlinsen
1 Lorbeerblatt
Salz
120 g Karotten
80 g Zwiebel
20 g Butter
20 g Mehl
¼ l kaltes Wasser
Pfeffer
1 EL Apfelessig
Petersilie

  1. Linsen waschen und gut 1 Stunde in ca. einem Liter lauwarmem Wasser quellen lassen, anschließend mit einem Lorbeerblatt und etwas Salz ca. 20 Minuten bissfest kochen.
  2. Die Karotten schälen, fein schneiden und 10 Minuten mitkochen, Zwiebel schälen und feinwürfelig schneiden.
  3. Für die Einmach Zwiebel in Butter glasig rösten, das Mehl dazugeben und noch kurz durchrösten, mit kaltem Wasser aufgießen und glattrühren, Einmach in die Linsensuppe einrühren.
  4. Mit Pfeffer und Essig abschmecken und vor dem Servieren mit Petersilie verfeinern.

Diese Linsensuppe kann mit mehr Gemüse bunter und auf Wunsch mit Speck oder Würstel gehaltvoller zubereitet werden.

Bei uns am bekanntesten sind Tellerlinsen, Berglinsen rote Linsen und gelbe Linsen.
Tellerlinsen oder Berglinsen vor dem Kochen eine Stunde in lauwarmem Wasser quellen lassen.
Rote oder gelbe Linsen kann man gleich kochen, ohne sie einzuweichen.

Aus: Frisch aufgetischt, Die besten Rezepte der steirischen Seminarbäuerinnen, Leopold Stocker Verlag, Graz 2018. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Frisch aufgetischt

FRISCH  aufgetischt
Die besten Rezepte der steirischen Seminarbäuerinnen
150 Seiten, durchgehend farbig bebildert, 18,5 x 25 cm, Hardcover
ISBN 978-3-7020-1755-2
€ 19,90

Täglich mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln selbst zu kochen, war früher eine Selbstverständlichkeit. Glücklicherweise haben heutzutage immer mehr Menschen das Bedürfnis, ihre Lieben wieder mit Köstlichkeiten vom eigenen Herd zu verpflegen.

Die Seminarbäuerinnen bringen uns diese im bäuerlichen Alltag verankerte „Selbstverständlichkeit“ wieder näher. Sie informieren über heimische Produkte, was man daraus machen kann und vermitteln ihr Wissen, Tipps und Tricks.

Die Rezepte der steirischen Seminarbäuerinnen sind vielseitig. Altbewährte traditionelle Alltagskost wie „Schwammerlsuppe mit Heidensterz“, Bärlauchknödel oder Kirschenauflauf, aber auch raffinierte moderne Gerichte wie Erdbeer-Spargel-Salat, Roastbeef mit Lavendel und Karfiolcreme oder Marillensorbet mit karamellisierten Früchten werden aufgetischt. Eine perfekte Rezeptsammlung quer durchs Jahr, quer durch die bäuerliche Produktvielfalt!

Die Herausgeber:
Arbeitsgemeinschaft der Seminarbäuerinnen Steiermark
Als „Botschafterinnen landwirtschaftlicher Produkte“ bieten die Seminarbäuerinnen Kurse in verschiedensten Fachbereichen an (Projekte in Schulen, Auftritte bei verschiedenen Veranstaltungen, Brotback- oder Kochkurse) und vermitteln ihr Wissen und ihre Leidenschaft für heimische Produkte und Alltagsthemen an unzählige Interessierte.

Tannenbaum und Bohnenkönig

Ein entzückendes Buch über Bräuche im Advent und zu Weihnachten hat der Verlag Anton Pustet herausgebracht:
Reinhard Kriechbaum

Geschichten und Bräuche rund um Advent und Weihnachten
Wer bringt die Geschenke … Christkind oder Weihnachtsmann? Diese Frage inspirierte den Autor, Reinhard Kriechbaum, zu einer Erkundungstour zu den Advent- und Weihnachtsbräuchen im deutschsprachigen Raum. Vom Berchtesgadener Buttenmandl bis zu den Küssnachter Klausjägern, vom Allgäuer Bärbele bis zum Frankenberger „Platzen“, vom Aperschnalzen, Rauchengehen, Kripperlspiel bis hin zur Glöcklerroas, keine der traditionellen, modernen oder auch nur kuriosen Gepflogenheiten wird vergessen. Lassen Sie sich entführen in die Welt der weihnachtlichen Bräuche, entdecken Sie Neues und Altvertrautes und stimmen Sie sich ein auf das Fest der Liebe und des Lichts!

Umfang 256 Seiten
Abbildungen durchgehend farbig bebildert
Format 15,7 x 12 cm
Buch-Bindung Hardcover mit Stanzung
Preis € 19,95
ISBN 978-3-7025-0908-8

 

Verheirateter Sterz 2

Wie bereits beim letzten Mal angekündigt, gibt es auch ein zweites Rezept für verheirateten Sterz, diesmal mit Polenta und Äpfeln!

1 großer bzw. 2 kleine Äpfel
Salz
1/2 l Wasser
20 dkg Polenta
5 dkg Butter(-schmalz)

  1. Das Wasser salzen und zum Kochen bringen.
  2. Die Äpfel schälen, klein schneiden und kochen.
  3. Den Polentagrieß in der heißen Butter bzw. im Schmalz gut durchrösten und mit dem Apfelkoch aufgießen. Salzen. Auf niedrigster Stufe am Herd oder bei mittlerer Hitze im Backrohr 20 Minuten ausdünsten lassen.
  4. Polenta legt sich leicht an, daher regelmäßig gut umrühren.
  5. Butter(-schmalz) darübergeben und den Sterz mit einer zweizinkigen Gabel zergabeln.
  6. Dazu passt Milch, süßer Milchkaffee, Buttermilch oder saure Milch.