Gefüllte Hühnerhaxen

Zutaten
4 Hühnerkeulen
2 Semmeln
1 Ei
etwas Milch
1 kleine Zwiebel
Petersilie
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
Pflanzenöl

 

Zubereitung
1. Die Hendlhaxen waschen und mit Küchenrolle trocknen, die Haut an der Oberseite vorsichtig so vom Fleisch ablösen, dass eine Tasche entsteht. (Das ist ganz einfach!

2. Für die Fülle die Semmeln in kleine Würfel scheiden. Das Ei mit etwas Milch zersprudeln und die Semmelwürfel damit gut befeuchten. Die Masse soll nicht allzu trocken sein!

3. Die Zwiebel fein schneiden und in Öl glasig anlaufen lassen. Petersilie fein hacken, beides zu den Semmelwürfeln geben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen, alles gut vermengen.

4. Die Fülle unter die Haut der Hühnerbeine stopfen und die Öffnung zunähen oder mit Zahnstochern gut verschließen. Die Teile mit Salz und Paprika einreiben.

5. Im heißen Rohr bei 180 °C in einer gut befetteten Rein ca. 40 Minuten braten. Öfters mit dem Bratensaft übergießen, damit die Haut schön knusprig wird. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, etwas kochendes Wasser in die Bratenrein geben.

 

Gelundener Käse

½ kg grober Bröseltopfen
1 gestrichener TL Salz
5 dkg Sommerbutter oder Butterschmalz
Kümmel nach Belieben

  1. Den Topfen in einer großen, flachen Schüssel gut zerbröseln und mit dem Salz vermischen.
  2. Die Schüssel mit einem Tuch zudecken und bei Zimmertemperatur drei bis vier Tage stehen lassen. Täglich mit einer Gabel aufrühren.
  3. Wenn der Topfen glasig wird und – na ja – richtig stinkt, wird er mit Kümmel gewürzt.
  4. Im Wasserbad die Butter zergehen lassen und darin den Topfen zerlassen, dabei entsteht eine zähflüssige Masse. Sie soll nur zergehen, nicht heiß werden!
  5. Nach Geschmack noch 1-2 EL frischen, Bröseltopfen dazugeben und die Masse kaltstellen. Dabei wird der Glundner fest.

Der Glundner schmeckt am besten auf frischen Bauernbrot mit viel frischer Butter. Dazu ein Glas Buttermilch!

Mürbteigkekse mit Sesam und Lavendel

150 g Butter
250 g Dinkelmehl
60 g Kartoffelmehl
120 g Staubzucker
3 Eigelbe
1 EL Lavendelblüten
2 EL Sesamkörner

  1. Die Lavendelblüten sehr fein hacken und mit dem Staubzucker vermischen, dann mit der weichen Butter verrühren. Eigelb mit dem Mehl vermengen und mit der Buttermasse verkneten. Eine Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für einen Tag in den Kühlschrank stellen.
  2. Den Mürbteig ½ cm dick ausrollen, mit Sesam bestreuen und Kekse ausstechen.
  3. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 15 Minuten backen.

Tipp: Der Ruhetag dient, um den Teig mürbe werden zu lassen. Wenn Sie es eilig haben, verarbeiten Sie den Teig nach mindestens eine Stunde Ruhezeit, die Kekse werden gleichermaßen gut sein.

Quelle: Sandra Longinotti, Kräuterfrisches Kulinarium. Mediterrane Rezepte für Balkongärtner. Verlag Anton Pustet, S. 113.
Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Kräuterfrisches Kulinarium

Sandra Longinotti

Kräuterfrisches Kulinarium
Mediterrane Rezepte für Balkongärtner
Prickelnd-zart bis herzhaft-würzig

Sandra Longinotti verwöhnt mit außergewöhnlichen Rezepten und. In diesem Buch erklärt sie leicht verständlich und wunderschön bebildert von Marino Visigalli, wie Sie mit Leichtigkeit das Beste aus Ihrem (Balkon-)Garten machen können. Inklusive Erklärungen zu den Pflanzen, ihrer Pflege und Verwendung.

Das ist ein Buch für alle – für diejenigen, die nicht die Zeit oder den Platz haben, um im großen Stil Pflanzen anzubauen, aber auch für die, die weder einen grünen Daumen haben noch Meisterköche sind. Sie müssen nur Pflanzen mögen und die gute, einfache Küche schätzen. Denn alles in diesem Buch ist einfach: sei es, eine Zwiebel zum Blühen zu bringen, eine Tafel zu schmücken oder eine außergewöhnliche Suppe zu kochen.

Machen Sie Ihren Balkon zum Nutzgarten. Die Blumen, die ansonsten nur wegen ihrer Schönheit gepflanzt werden, verschönern nun Ihre Tischdekoration und verleihen Ihren Gerichten einen besonderen Geschmack.

240 Seiten
Durchgehend farbig bebildert
Hardvonver
19,5 x 24 cm
€ 29,90
ISBN 978-3-7025-0837-1

Woazenes

75 dkg griffiges Weizenmehl
1 Tasse Wasser
2 EL Rahm
1 Prise Zucker
40 g Butter- oder Schweineschmalz
1 Eidotter oder 1 kleines Ei
1 TL Salz
1 P. Germ

  1. Die Germ in etwas lauwarmem Wasser und Rahm auflösen und ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Platz zugedeckt 20 Minuten gehen lassen. Der Germteig verträgt keine Zugluft.
  2. Dann das restliche Wasser und alle anderen Zutaten mit dem Dampfl verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. Der fertige Teig wird bemehlt und soll 40 Minuten rasten.
  3. Den Teig noch einmal gut verkneten und entweder zu einem Laib formen oder in eine ausgefettete Rein geben. Noch einmal gehen lassen und im Backrohr bei 180° C ungefähr 45 Minuten backen. Stellen Sie beim Backen ein kleines, feuerfestes Schüsserl mit Wasser ins Rohr, dann trocknet der Teig weniger aus.

Der Name des Gebäcks kommt von Woaz (= Weizen). Das Woazene wurde früher zu Festtagen gebacken und an Festtagen zu Fleisch und Würsten gegessen.

Plentn

20 dkg Polentagrieß
1/2 l Wasser
1 TL Salz

  1. Den Polentagrieß linden und in kochendes, gesalzenes Wasser einrühren. Aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und am Herd lassen, bis die Masse dick wird. Dabei ständig umrühren, damit nichts anbrennt. Je grobkörniger der Polentagrieß ist, desto länger muss er gekocht werden!
  2. In eine mit Wasser ausgeschwemmte Kastenform füllen und auskühlen lassen. Wenn die Plentn kalt ist – dabei wird sie fest – wird sie aus der Form gestürzt und mit einem festen Faden in 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten.
  3. Die Scheiben können in einer Pfanne gebraten werden, sie eignen sich auch vorzüglich zum Grillen.

„Plentn“ leitet sich vom italienischen „Polenta“ ab, sie wurde früher in Kärnten häufig gegessen, da sie preisgünstig und sehr sättigend ist.

Maiwipfelhonig-Parfait

3 Eidotter
2 große Eier
75 g Zucker
1-2 EL Maiwipfelhonig
1 P. Vanillezucker
1/2 l Schlagobers

  1. Eier, Eidotter, Zucker, Maiwipfelhonig und Vanillezucker im Wasserbad schaumig schlagen, bis die Creme gelb und dicklich ist.
  2. Die Creme anschließend über Eiswasser schlagen, bis sie kalt ist.
  3. Schlagobers steif schlagen mit einem Schneebesen unterheben.
  4. Die Masse in Parfaitformen (mit Papiermanschetten oder einer Kuchenform geht es auch) füllen und mindestens vier Stunden lang in den Tiefkühler stellen.
  5. Zehn Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen und mit frischen Früchten garnieren.

Dieses köstliche Dessert habe ich auf der Moselebauerhütte bei Ursula und Franz Pirker am Klippitztörl kennengelernt und genossen. Sie machen auch den Maiwipfelsirup selbst, und zwar mit braunem Kandiszucker. Wer genauer wissen möchte, wie das geht, muss auf der Moselebauerhütte nachfragen!

Rhabarberkuchen (Sandteig)

4 Eidotter
150 g Butter
200 g Zucker
200 g Universalmehl
1 MSp. Backpulver
4 Eiklar
4 Stangen Rhabarber

  1. Die Rhabarberstangen waschen, schälen und in 1 cm lange Stücke schneiden.
  2. Zucker und Butter flaumig verrühren, nach und nach die Dotter darunterschlagen.
  3. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen.
  4. Eiklar zu Schnee schlagen.
  5. Mehl und Schnee vorsichtig mit einem Schneebesen mit der Dottermasse vermengen.
  6. Den Teig auf einer mit Backpapier ausgelegten Backform verteilen.
  7. Den Teig mit den Rhabarberstücken belegen und 35 Minuten bei 170 °C backen.
  8. Vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen.

Rhabarber soll nur bis zum Johannistag am 24. Juni geerntet werden, dann ist die Saison wieder für ein Jahr zu Ende.