Maiwipfelhonig-Parfait

3 Eidotter
2 große Eier
75 g Zucker
1-2 EL Maiwipfelhonig
1 P. Vanillezucker
1/2 l Schlagobers

  1. Eier, Eidotter, Zucker, Maiwipfelhonig und Vanillezucker im Wasserbad schaumig schlagen, bis die Creme gelb und dicklich ist.
  2. Die Creme anschließend über Eiswasser schlagen, bis sie kalt ist.
  3. Schlagobers steif schlagen mit einem Schneebesen unterheben.
  4. Die Masse in Parfaitformen (mit Papiermanschetten oder einer Kuchenform geht es auch) füllen und mindestens vier Stunden lang in den Tiefkühler stellen.
  5. Zehn Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen und mit frischen Früchten garnieren.

Dieses köstliche Dessert habe ich auf der Moselebauerhütte bei Ursula und Franz Pirker am Klippitztörl kennengelernt und genossen. Sie machen auch den Maiwipfelsirup selbst, und zwar mit braunem Kandiszucker. Wer genauer wissen möchte, wie das geht, muss auf der Moselebauerhütte nachfragen!

Rhabarberkuchen (Sandteig)

4 Eidotter
150 g Butter
200 g Zucker
200 g Universalmehl
1 MSp. Backpulver
4 Eiklar
4 Stangen Rhabarber

  1. Die Rhabarberstangen waschen, schälen und in 1 cm lange Stücke schneiden.
  2. Zucker und Butter flaumig verrühren, nach und nach die Dotter darunterschlagen.
  3. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen.
  4. Eiklar zu Schnee schlagen.
  5. Mehl und Schnee vorsichtig mit einem Schneebesen mit der Dottermasse vermengen.
  6. Den Teig auf einer mit Backpapier ausgelegten Backform verteilen.
  7. Den Teig mit den Rhabarberstücken belegen und 35 Minuten bei 170 °C backen.
  8. Vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen.

Rhabarber soll nur bis zum Johannistag am 24. Juni geerntet werden, dann ist die Saison wieder für ein Jahr zu Ende.

Karfiolsuppe

1 Karfiol
30 g Butter
60 g Mehl
Petersilie
Ingwer oder Muskatnuss
Salz, Pfeffer
1-1,5 l klare Gemüsesuppe

  1. Eine große Karfiolrose klein teilen, waschen und im heißen Wasser kochen.
  2. Aus Butter und Mehl eine hellgelbe Einbrenn zubereiten. Mit etwas kaltem Wasser verrühren und zur Suppe geben. Mit geschnittener Petersilie, Ingwer oder Muskatnuss und etwas Wasser kochen.
  3. Der Karfiol darf nicht zerfallen. Beim Anrichten gibt man geröstete Weißbrotwürfel dazu.

Aus dem handgeschriebenen Schulkochbuch von Ernestine Schatz, sie hat im Schuljahr 1944/45 die landwirtschaftliche Haushaltungsschule Buchhof besucht.

 

Eierspeise mit Schafgarbe

2 Handvoll junge Schafgarbenblätter
8 Eier
etwas Milch
Salz, Pfeffer
Butter
4 Scheiben Schwarzbrot

  1. Die Schafgarbenblätter waschen, etwas zerschneiden und in kaltem Wasser langsam zum Kochen bringen. Auf kleiner Flamme 15 Minuten lang kochen, dann das Kochwasser abgießen und die Schafgarbe auskühlen lassen. Die Eier mit Milch, Salz und Pfeffer verquirlen und auf die zuvor in etwas Butter angebratenen Schafgarbenblätter gießen. Unter ständigem Rühren auf niedriger Flamme garen, bis die Masse gestockt ist.
  2. Die Schafgarbeneierspeise auf getoastetem Schwarzbrot oder mit Salzkartoffeln servieren und mit ein wenig frisch gehackter Schafgarbe bestreuen.

Quelle: Elisabeth Maria Mayer, WILDFRÜCHTE, -GEMÜSE, -KRÄUTER, Erkennen, Sammeln und Genießen, ISBN 978-3-7020-1659-3. Mit freundlicher Genehmigung des Leopold Stocker Verlages, Graz.

Verwenden Sie Wildkräuter nur dann, wenn Sie sich genau darüber informiert haben, ob es keine giftigen Doppelgänger gibt bzw. jede Verwechslungsgefahr ausgeschlossen ist!

Wildfrüchte-Gemüse-Kräuter

Der Klassiker der „Kräuterfee“ in einer neu gestalteten, mit zahlreichen Rezepten und Bildern erweiterten Neuauflage. Das Buch stellt mehr als 60 Wildfrüchte, -gemüse und -kräuter vor und beschreibt, wann und wo man sie findet. Die Rezepte spannen den Bogen von Bärlauchsuppe und Brennnesselspinat über Beinwellschnitzel, Käse-Veilchen-Auflauf und knusprige Margeritenknospen bis hin zu Berberitzengelee und Lindenblütenbiskuit.

Zahlreiche Tee-, Sirup-, Limonaden- und Likörrezepte, Ideen für verzuckerte Blüten, Kräuteröle, -essige und -salze, Brot- und Aufstrichrezepte sowie Anleitungen für selbst gemachte Kräuterkosmetik, Duftkissen und Blumenkränze werden geboten. Auch die Verwendung der Pflanzen in der Hildegard-Medizin und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird ausführlich behandelt.

Elisabeth Maria Mayer
WILDFRÜCHTE, -GEMÜSE, -KRÄUTER
Erkennen • Sammeln und Genießen
216 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Hardcover
ISBN 978-3-7020-1659-3
€ 22,90

 

Suppenschöberl

3 Eiklar
3 Dotter
3 EL Mehl
Salz
35 g Butter

  1. Eiklar zu steifem Schnee schlagen.
  2. Aus Dotter, etwas Salz und Butter einen Abtrieb herstellen.
  3. Eischnee, Abtrieb und Mehl vorsichtig mit einem Schneebesen vermengen.
  4. Eine eckige Form mit Backpapier auslegen, die Masse hineingeben und die Oberfläche glattstreichen.
  5. Im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C backen, bis die Ränder leicht braun werden.
  6. In Rauten schneiden und in einer dunklen Rindssuppe oder in Gemüsesuppe anrichten.
  7. Mit Schnittlauch bestreuen.

Rezept aus: Gute Küche, Neuestes Kochbuch, Bibliothek der „Illustrierten Kronen-Zeitung“ aus dem Jahr 1900, S. 40. Zubereitung angepasst.

Brennnesselkücherl

4 große Handvoll Brennnesselblätter
etwas Mineralwasser
8 EL Maismehl
Olivenöl zum Braten

  1. Brennnesselblätter nudelig schneiden und mit dem in Mineralwasser eingerührten Maismehl verkneten. Diese Masse braucht kein Salz!
  2. Kleine Kücherl formen und im heißen Mehl beidseitig goldbraun braten.
  3. Diese Kücherl schmecken ganz überraschend köstlich und setzen die Brennnessel als früheres Hauptnahrungsmittel so richtig ins Zentrum des Geschehens.
  4. Dazu gibt es eine Sauerrahmsauce und grünen Salat.

 

Quelle: Elisabeth Maria Mayer, Mit der Kräuterfee durchs Jahr, Leopold Stocker Verlag, Graz, 2018. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

 

Mit der Kräuterfee durchs Jahr

Wildkräuter, Früchte, Blüten und Pilze für Genuss, Gesundheit und Kosmetik
Elisabeth Maria Mayer

ISBN 978-3-7020-1610-4
191 Seiten, durchgehend farbig bebildert
22×22 cm, Hardcover
€ 19,90

In ihrem sechsten Buch gibt Kräuterfee Elisabeth Mayer einen sehr persönlichen Einblick in ihren Jahresablauf und beschreibt ihre Schwerpunkte in jeder der beschriebenen Jahreszeiten: Vom Sammeln der ersten zarten Kräuter im Vorfrühling über das Genießen saftiger Beeren und Pilze im Sommer bis zum Ernten im Herbst, um für den Winter Vorräte anzulegen.

Die Kräuterfee stellt über 100 ihrer liebsten Blüten, Kräuter, Pilze und Wildfrüchte kurz vor und gibt ihre besten Rezepte preis: Sowohl Gaumenfreuden – von der Kräutersuppe über Strudel, Brote und Süßes bis hin zu Smoothies, Säften und Konfitüren – auch als Mittel für Gesundheit (Kräuterelixiere, Tinkturen, Salben), Wohlbefinden (Badepralinen, Körperpackungen) und Kosmetik (Haarspülungen, Lipenbalsame, Rasierwasser, Duschpeelings) finden sich im Buch.