Karfiolsuppe

1 Karfiol
30 g Butter
60 g Mehl
Petersilie
Ingwer oder Muskatnuss
Salz, Pfeffer
1-1,5 l klare Gemüsesuppe

  1. Eine große Karfiolrose klein teilen, waschen und im heißen Wasser kochen.
  2. Aus Butter und Mehl eine hellgelbe Einbrenn zubereiten. Mit etwas kaltem Wasser verrühren und zur Suppe geben. Mit geschnittener Petersilie, Ingwer oder Muskatnuss und etwas Wasser kochen.
  3. Der Karfiol darf nicht zerfallen. Beim Anrichten gibt man geröstete Weißbrotwürfel dazu.

Aus dem handgeschriebenen Schulkochbuch von Ernestine Schatz, sie hat im Schuljahr 1944/45 die landwirtschaftliche Haushaltungsschule Buchhof besucht.

 

Eierspeise mit Schafgarbe

2 Handvoll junge Schafgarbenblätter
8 Eier
etwas Milch
Salz, Pfeffer
Butter
4 Scheiben Schwarzbrot

  1. Die Schafgarbenblätter waschen, etwas zerschneiden und in kaltem Wasser langsam zum Kochen bringen. Auf kleiner Flamme 15 Minuten lang kochen, dann das Kochwasser abgießen und die Schafgarbe auskühlen lassen. Die Eier mit Milch, Salz und Pfeffer verquirlen und auf die zuvor in etwas Butter angebratenen Schafgarbenblätter gießen. Unter ständigem Rühren auf niedriger Flamme garen, bis die Masse gestockt ist.
  2. Die Schafgarbeneierspeise auf getoastetem Schwarzbrot oder mit Salzkartoffeln servieren und mit ein wenig frisch gehackter Schafgarbe bestreuen.

Quelle: Elisabeth Maria Mayer, WILDFRÜCHTE, -GEMÜSE, -KRÄUTER, Erkennen, Sammeln und Genießen, ISBN 978-3-7020-1659-3. Mit freundlicher Genehmigung des Leopold Stocker Verlages, Graz.

Verwenden Sie Wildkräuter nur dann, wenn Sie sich genau darüber informiert haben, ob es keine giftigen Doppelgänger gibt bzw. jede Verwechslungsgefahr ausgeschlossen ist!

Wildfrüchte-Gemüse-Kräuter

Der Klassiker der „Kräuterfee“ in einer neu gestalteten, mit zahlreichen Rezepten und Bildern erweiterten Neuauflage. Das Buch stellt mehr als 60 Wildfrüchte, -gemüse und -kräuter vor und beschreibt, wann und wo man sie findet. Die Rezepte spannen den Bogen von Bärlauchsuppe und Brennnesselspinat über Beinwellschnitzel, Käse-Veilchen-Auflauf und knusprige Margeritenknospen bis hin zu Berberitzengelee und Lindenblütenbiskuit.

Zahlreiche Tee-, Sirup-, Limonaden- und Likörrezepte, Ideen für verzuckerte Blüten, Kräuteröle, -essige und -salze, Brot- und Aufstrichrezepte sowie Anleitungen für selbst gemachte Kräuterkosmetik, Duftkissen und Blumenkränze werden geboten. Auch die Verwendung der Pflanzen in der Hildegard-Medizin und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird ausführlich behandelt.

Elisabeth Maria Mayer
WILDFRÜCHTE, -GEMÜSE, -KRÄUTER
Erkennen • Sammeln und Genießen
216 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Hardcover
ISBN 978-3-7020-1659-3
€ 22,90

 

Suppenschöberl

3 Eiklar
3 Dotter
3 EL Mehl
Salz
35 g Butter

  1. Eiklar zu steifem Schnee schlagen.
  2. Aus Dotter, etwas Salz und Butter einen Abtrieb herstellen.
  3. Eischnee, Abtrieb und Mehl vorsichtig mit einem Schneebesen vermengen.
  4. Eine eckige Form mit Backpapier auslegen, die Masse hineingeben und die Oberfläche glattstreichen.
  5. Im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C backen, bis die Ränder leicht braun werden.
  6. In Rauten schneiden und in einer dunklen Rindssuppe oder in Gemüsesuppe anrichten.
  7. Mit Schnittlauch bestreuen.

Rezept aus: Gute Küche, Neuestes Kochbuch, Bibliothek der „Illustrierten Kronen-Zeitung“ aus dem Jahr 1900, S. 40. Zubereitung angepasst.

Brennnesselkücherl

4 große Handvoll Brennnesselblätter
etwas Mineralwasser
8 EL Maismehl
Olivenöl zum Braten

  1. Brennnesselblätter nudelig schneiden und mit dem in Mineralwasser eingerührten Maismehl verkneten. Diese Masse braucht kein Salz!
  2. Kleine Kücherl formen und im heißen Mehl beidseitig goldbraun braten.
  3. Diese Kücherl schmecken ganz überraschend köstlich und setzen die Brennnessel als früheres Hauptnahrungsmittel so richtig ins Zentrum des Geschehens.
  4. Dazu gibt es eine Sauerrahmsauce und grünen Salat.

 

Quelle: Elisabeth Maria Mayer, Mit der Kräuterfee durchs Jahr, Leopold Stocker Verlag, Graz, 2018. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

 

Mit der Kräuterfee durchs Jahr

Wildkräuter, Früchte, Blüten und Pilze für Genuss, Gesundheit und Kosmetik
Elisabeth Maria Mayer

ISBN 978-3-7020-1610-4
191 Seiten, durchgehend farbig bebildert
22×22 cm, Hardcover
€ 19,90

In ihrem sechsten Buch gibt Kräuterfee Elisabeth Mayer einen sehr persönlichen Einblick in ihren Jahresablauf und beschreibt ihre Schwerpunkte in jeder der beschriebenen Jahreszeiten: Vom Sammeln der ersten zarten Kräuter im Vorfrühling über das Genießen saftiger Beeren und Pilze im Sommer bis zum Ernten im Herbst, um für den Winter Vorräte anzulegen.

Die Kräuterfee stellt über 100 ihrer liebsten Blüten, Kräuter, Pilze und Wildfrüchte kurz vor und gibt ihre besten Rezepte preis: Sowohl Gaumenfreuden – von der Kräutersuppe über Strudel, Brote und Süßes bis hin zu Smoothies, Säften und Konfitüren – auch als Mittel für Gesundheit (Kräuterelixiere, Tinkturen, Salben), Wohlbefinden (Badepralinen, Körperpackungen) und Kosmetik (Haarspülungen, Lipenbalsame, Rasierwasser, Duschpeelings) finden sich im Buch.

 

 

Kochen wie früher im Lavanttal

Vor dem Muttertag bzw. dem Vatertag möchte ich euch mein Buch Kochen wie früher im Lavanttal in Erinnerung rufen.

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Anmerkung: In Österreich wird der Vatertag am zweiten Sonntag im Juni gefeiert

Strugglnudel, Piggalan, Scheadlan & Co – in diesem Kochbuch gibt es alte Rezepte aus Kärnten, viele davon aus dem Lavanttal sowie bekannte Rezepte aus der  Küche der k.u.k..-Monarchie.

Dazu gibt es viele Hintergrundinformationen über die Lebensmittel, die in unserer Gegend traditionell gekocht und gegessen wurden.

Bücher, die bis zum 6. Juni bestellt werden, werden versandkostenfrei verschickt.

Mohnnudeln auf Peterer Art

20 dkg glattes Mehl
1 Ei (kann auch weggelassen werden)
1 Prise Salz
2 EL lauwarmes Wasser
1 EL Rapsöl
5 dkg Butter

8 dkg Butter
12 dkg geriebener Mohn
Zucker nach Belieben

  1. Mehl, Ei, etwas Salz, lauwarmes Wasser und Rapsöl kneten, bis ein seidig glattes und geschmeidiges Teigstück entsteht. Es soll sich sauber von der Form lösen.
  2. Den Boden einer Schüssel mit Öl bedecken und den Teig hineingeben. Mit Öl bestreichen, zudecken und warm mindestens eine 1/2 Stunde rasten lassen – wenn der Teig nicht rastet, lässt er sich nicht ausziehen!
  3. Nach dem Rasten ein großes, glattes Tuch mit Mehl bestäuben und auf einen Tisch legen. Den Teig auf die Mitte des Tuches legen und über die Handkuppen von der Mitte her auseinanderziehen. Für diese Zubereitung wird der Teig nicht so dünn ausgezogen, wie man es von den anderen Strudeln her kennt.
  4. Den Teig mit zerlassener Butter beträufeln. Zum Schluss wird das Tuch auf einer Seite mit beiden Händen langsam in die Höhe gehoben, damit der Strudel einrollt.
  5. In einem Stück ungefähr 35 Minuten kochen lassen, am besten über Wasserdampf.
  6. Wenn der Strudel fertig ist, wird er in ½ cm breite Streifen geschnitten, in eine gut befettete Schüssel gegeben und abwechselnd mit Mohn und Butter in einer Schüssel angerichtet.

Dieses Rezept hat uns Maria Pirker aus Obdachegg, eine gebürtige Lavanttalerin, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

Wiener Kaisersemmeln

450 g Weizenmehl
100 g Sauerteig aus Weizenmehl (oder ½ Würfel Germ)
250 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
1 Prise Zucker
1 EL weiche Butter
Mehl zum Arbeiten
Öl oder Backpapier für das Backblech
Milch zum Bestreichen

  1. Das Mehl in eine Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde machen, den Sauerteig bzw. die Hefe in die Mulde geben und das Wasser darübergießen.
  2. Salz, Zucker und Butter dazugeben, mit etwas Mehl von Rand her zu einem dünnflüssigen Dampfl (Vorteig) verrühren und zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Danach das Dampfl mit den anderen Zutaten verrühren und mindestens 10 Minuten kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der nicht mehr kleben bleibt (Hände und Schüssel sollten ganz sauber sein), den Teig mit einem Tuch zudecken und 60 Minuten rasten lassen.
  4. Den gut aufgegangenen Teig kräftig durchkneten und in 15 Stücke teilen, diese auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Kugeln schleifen (formen) und mit dem Teigabschluss nach unten zugedeckt 10 Minuten gehen lassen.
  5. Den Backofen auf 210 °C Umluft vorheizen, die Teigstücke mit einem Nudelholz auf die doppelte Größe ausrollen, fünfmal einschlagen und zu Kaisersemmeln formen (siehe kochenundküche.com/video).
  6. Die fertigen Semmeln mit der Oberseite nach unten auf ein geöltes Backblech legen und weitere 25 Minuten zugedeckt gehen lassen.
  7. Dann die Semmeln umdrehen Oberseite mit lauwarmer Milch bestreichen und im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten goldbraun backen, aus dem Ofen nehmen, mit Wasser leicht besprühen und auskühlen lassen.

 

Quelle: Brot, Gebäck und Brotaufstriche, mit freundlicher Genehmigung des Leopold Stocker Verlages, Graz.