Kirschenmarmelade

1 kg Kirschen
½ kg (Bio-)Gelierzucker 1:2
1 EL Vollrohrzucker
1 TL geschmacksneutrales, hochwertiges Pflanzenöl
Saft einer halben Zitrone
nach Belieben etwas Rum

  • Marmeladegläser und -deckel auskochen und auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen lassen, nicht abtrocknen.
  • Die Kirschen entstielen und 20 Minuten lang in lauwarmes, gezuckertes Wasser legen – Einwohner werden dadurch aus den Früchten ins Wasser gelockt. Die Kirschen anschließend entkernen.
  • Früchte und Pflanzenöl in einen großen Kochtopf geben. Gelier- und Vollrohrzucker darübergeben. (Das Öl verhindert, dass die Marmelade beim Kochen schäumt.)
  • Acht Minuten lang wallend kochen.
  • Mit einem Passierstab die Kirschen passieren – wie fein sie passiert werden, ist Geschmackssache.
  • Den Zitronensaft einrühren, noch einmal kurz aufkochen lassen.
  • Halten Sie die Kochzeit ein und geben Sie Zitronensaft dazu – andernfalls könnte die Marmelade flüssig bleiben.
  • Nach Geschmack könnte vor dem Abfüllen in die Gläser auch noch etwas Rum zugegeben werden.
  • Die Marmelade in die sauberen Gläser füllen, diese mit Schraubdeckeln verschließen und auskühlen lassen.

Die Gläser nicht zum Auskühlen auf den Kopf stellen, denn dadurch könnten Inhaltsstoffe der Deckel in die Marmelade gelangen.

Polentaknödel

150 ml Milch
200 ml Wasser
30 g Butter
1 TL Salz
200 g grober Polentagrieß
2 Eier
Muskatnuss
Bergkäse oder anderer würziger Käse
Petersilie

  • Milch mit Wasser, Butter und Salz aufkochen, Polentagrieß langsam einrieseln lassen, dabei gut rühren, damit keine Klumpen entstehen.
  • Die Masse aufkochen lassen und weiterrühren, bis sie sich vom Topfrand löst. Einen Deckel auf den Kochtopf geben und 20 Minuten nachquellen lassen.
  • Anschließend zwei Eier und Muskatnuss gut unterrühren und wieder eine halbe Stunde ruhen lassen.
  • Mittelgroße Knödel aus der Masse formen und in gesalzenes, siedendes Wasser einlegen. Sie sollen ziehen, bis sie aufsteigen und an der Oberfläche schwimmen.
  • Dann die Knödel mit einem Knödelheber aus dem Wasser nehmen. Beim Anrichten mit geriebenem Käse und Petersilie bestreuen.
  • Nach Geschmack können beim Servieren auch ausgelassene,heiße Speckwürfel über die Polentaknödel gegeben werden.
  • Dazu passt Salat. Polentaknödel sind auch eine gute Einlage in eine Wurzelsuppe.

Erdbeer-Rhabarber-Marmelade

650 g Erdbeeren
350 g Rhabarber
½ kg (Bio-)Gelierzucker 1:2
1 EL Vollrohrzucker
1 TL Mais- oder Sonnenblumenöl
1 EL Zitronensaft

  • Marmeladegläser und -deckel auskochen und auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen lassen, nicht abtrocknen.
  • Die Erdbeeren vorsichtig waschen, putzen. Große Erdbeeren etwas zerkleinern.
  • Grünen Rhabarber waschen, schälen und in 1 cm lange Stücke schneiden. Roter Rhabarber wird nicht geschält, sondern mit der Schale verwendet.
  • Die Erdbeeren, den Rhabarber und das Pflanzenöl in einen ausreichend großen Kochtopf geben. Gelier- und Vollrohrzucker darübergeben und mindestens zwei Stunden stehen lassen. (Das Pflanzenöl bewirkt, dass die Marmelade beim Kochen nicht schäumt, es hat keine Auswirkungen auf Haltbarkeit und Geschmack.)
  • Bei mittlerer Hitze acht Minuten lang kochen. Erst am Ende den Zitronensaft einrühren.
  • Die Marmelade wird in die vorbereiteten Gläser gefüllt, diese werden mit Schraubdeckeln verschlossen und auskühlen gelassen.  

Spinatlaibchen

½ kg frischer Spinat
½ kg Erdäpfel
1 Ei
Salz, Pfeffer
Muskat
1 EL Butter
1 kleine Zwiebel
4 gestrichene EL Mehl
1 Knoblauchzehe

  • Den Spinat waschen, kurz in kochendem Wasser schwenken und kalt abschrecken. Gut abtropfen lassen und grob schneiden. Überkühlen lassen.
  • Die Erdäpfel dämpfen, schälen, etwas abkühlen lassen und grob stampfen.
  • Die Zwiebel schälen, klein schneiden und in der Butter anrösten. Überkühlen lassen, eine geschälte Knoblauchzehe pressen und dazugeben.
  • Spinat, Erdäpfel und geröstete Zwiebel in eine Schüssel geben, das Ei darübergeben, würzen und Mehl dazugeben. Verkneten.
  • Kleine Laibchen formen, diese in heißem Pflanzenöl auf beiden Seiten langsam braten.
  • Dazu passt grüner oder gemischter Salat und eine kalte Kräutersoße

Statt frischem kann auch tiefgekühlter Blattspinat verwendet werden, frische Brennnesseln eigenen sich ebenfalls sehr gut für diese Art der Zubereitung.

Herzreinling

Herzreinlinge wurden urspünglich in irdenen Herzformen gebacken und waren ein Geschenk für Patenkinder, aber sie sind eine hübsche Idee für den Muttertag! Ich besitze eine der schweren alten Formen, sie ist nicht so regelmäßig wie eine industriell hergestellte, die natürlich auch verwendet werden kann.

½ kg griffiges Mehl
3 EL Zucker
60 g Butter oder Schweineschmalz
1 Würfel Germ
1 TL Salz
¼ l Milch
2 Eier
Zitronenschale
Fülle
3 EL Zucker
2 TL Zimt
2 Handvoll Rosinen, nach Geschmack auch mehr
Butter oder Schweineschmalz zum Befetten der Form

  • Etwas Milch leicht erwärmen, die Germ darin auflösen und ein Dampfl ansetzen. An einem warmen Ort zugedeckt 20 min gehen lassen.
  • Die restliche Milch mit der Butter erwärmen, bis die Milch lauwarm ist.
  • Dampfl, Mehl, die lauwarme Milch-Butter-Mischung, Salz, Zucker, Eier und etwas geriebene Zitronenschale gut miteinander verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst.
  • Der Teig wird bemehlt und soll 40 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort rasten.
  • Anschließend wird der Teig noch einmal geknetet und ausgerollt. Zimt, Zucker und Rosinen gleichmäßig darauf verteilen. Der Länge nach einrollen.
  • Den Teig in eine mit Butter oder Schweineschmalz ausgestrichene Herzform geben und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.
  • In das kalte Backrohr stellen, auf 170 °C einschalten, die Backzeit beträgt ungefähr 50 Minuten. Der Reindling wird saftiger, wenn eine kleine feuerfeste Form, die mit Wasser gefüllt ist, mit ins Rohr gestellt wird.
  • Wenn der Herzreindling fertig gebacken ist, nimmt man ihn aus dem Rohr und lässt ihn noch zehn Minuten stehen, erst dann wird er aus der Form gestürzt

Rhabarbercreme

250 g Magertopfen
250 g Naturjoghurt
1 gehäufter EL Zucker (nach Geschmack auch mehr)
¼ l Schlagobers
2 Gelatineblätter
1 EL Zitronensaft
Rhabarberschicht
250 g Rhabarber
3 EL Zucker
2 Gelatineblätter

  • Magertopfen und Joghurt mit Zucker gut verrühren. Das Schlagobers steif schlagen und mit der Topfenmasse vermengen.
  • Die Gelatine in kaltem Wasser aufquellen lassen, dann ausdrücken und in heißem Zitronensaft auflösen. Gut unter die Topfencreme rühren. In Gläser abfüllen und fest werden lassen.
  • Für die Rhabarberschicht (= den Fruchtspiegel) den Rhabarber schälen, in kleine Stücke schneiden, mit dem Zucker und 3 EL Wasser kochen.
  • Gelatine in kaltem Wasser aufquellen lassen, ausdrücken und gut in den heißen Rhabarber einrühren. Überkühlen lassen.
  • Bevor der Fruchtspiegel fest wird, mit einem Löffel vorsichtig über der Topfencreme verteilen und kühl stellen.
  • Mit Schlagobers, Pfefferminzblättchen, Gänseblümchen oder Veilchenblüten garnieren.

Kärntner Brotsuppe

150 g Schwarzbrot
50 g Speck (oder in kleine Würfel geschnittenes Geselchtes oder 1 EL Grammeln)
1 mittlere Zwiebel
1 große Karotte
3/4 l Wasser
1 Knoblauchzehe
1/2 Suppenwürfel
1 Msp. Paprikapulver
Pfeffer
1 Ei
2 EL Sauerrahm
Petersilie oder Schnittlauch

  • Das Brot in Wasser einweichen.
  • Den Speck würfeln und die feingeschnittene Zwiebel darin goldgelb anrösten.
    (Falls Sie Geselchtes verwenden, die Zwiebel in etwas Schmalz goldgelb anrösten und das Geselchte kurz mitrösten.
    Grammeln kommen überhaupt erst zum Schluss zur Suppe.
    Vegetarierinnen und Vegetarier können das Fleisch auch ganz weglassen.)
  • Die Karotte in kleine Würfel schneiden und zu den Zwiebeln geben. Kurz mitrösten.
  • Mit dem Wasser aufgießen, alle Gewürze dazugeben und kochen lassen, bis die Karotten weich sind. Falls nötig, die Suppe vorsichtig salzen.
  • Das Brot ausdrücken und mit einer Gabel zerkleinern.
  • Den Sauerrahm mit dem Ei versprudeln.
  • Kurz vor dem Anrichten die Ei-Sauerrahm-Mischung langsam in die – nun nicht mehr kochende! – Suppe eingießen und mit geschnittener Petersilie oder mit Schnittlauch würzen. Eventuell auch die Grammeln darüber geben.

Überbackene Schinkenfleckerl

Eine köstliche Verwertung für übriggebliebenen Osterschinken sind Schinkenfleckerl – richtig zubereitet und mit grünem Salat serviert sind sie ein Klassiker der altösterreichischen Küche.

450 g Fleckerlnudeln
oder für den Nudelteig:
300 g griffiges Mehl
etwas Salz
1 Ei
ungefähr 1/4 l lauwarmes Wasser

4 Eidotter
100 g Butter
3 gehäufte EL Sauerrahm
300 g Schinken
Muskat
Salz
Pfeffer
Petersilie
4 Eiklar
Butter
2 EL Semmelbrösel

  • Am besten sind Schinkenfleckerl mit selbstgemachten Nudeln – man kann natürlich auch gekaufte Fleckerlnudeln verwenden. Für selbstgemachte Nudeln Mehl, Eier, Salz und Wasser verkneten, bis der Teig glatt ist, seidig glänzt und sich von der Schüssel löst. 30 Minuten rasten lassen. Den Teig anschließend auf einer bemehlten Nudelbrett dünn ausrollen und in kleine Quadrate schneiden.
  • Die Nudeln in Salzwasser bissfest kochen und abseihen, kurz abschrecken.
  • Den Schinken fein schneiden.
  • Die zimmerwarme Butter mit den Dottern schaumig rühren, Sauerrahm, Schinken und die Nudeln unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss und gehackter Petersilie würzen.
  • Eiklar steif schlagen und vorsichtig unterheben.
  • Eine Auflaufform ausfetten und ausbröseln. Die Masse einfüllen, Semmelbrösel und
    Butterflocken darübergeben und bei 180 °C im Rohr ungefähr 45 Minuten backen.

Reinling

½ kg griffiges Mehl
3 EL Zucker
60 g Butter oder Schweineschmalz
1 Würfel Germ
1 TL Salz
¼ l Milch
2 Eier
Zitronenschale
Fülle
3 EL Zucker
2 TL Zimt
2 Handvoll Rosinen, nach Geschmack auch mehr
Butter oder Schweineschmalz zum Befetten der Form

  • Etwas Milch leicht erwärmen, die Germ darin auflösen und ein Dampfl ansetzen. An einem warmen Ort zugedeckt 20 min gehen lassen.
  • Die restliche Milch mit der Butter erwärmen, bis die Milch lauwarm ist.
  • Dampfl, Mehl, die lauwarme Milch-Butter-Mischung, Salz, Zucker, Eier und etwas geriebene Zitronenschale gut miteinander verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst.
  • Der Teig wird bemehlt und soll 40 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort rasten.
  • Anschließend wird der Teig noch einmal geknetet und ausgerollt. Zimt, Zucker und Rosinen gleichmäßig darauf verteilen. Der Länge nach einrollen.
  • Den Teig in eine mit Butter oder Schweineschmalz ausgestrichene Form geben und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.
  • In das kalte Backrohr stellen, auf 170 °C einschalten, die Backzeit beträgt ungefähr 50 Minuten. Der Reindling wird saftiger, wenn eine kleine feuerfeste Form, die mit Wasser gefüllt ist, mit ins Rohr gestellt wird.
  • Wenn der Reindling fertig gebacken ist, nimmt man ihn aus dem Rohr und lässt ihn noch zehn Minuten stehen, erst dann wird er aus der Form gestürzt.

Auf den Bauernhöfen hat jeder zu Ostern einen Reinling, den sogenannten Schmölza, und vier gefärbte Eier bekommen. Die Reinlinge waren verschieden groß -für jeden gab es einen, entsprechend seiner Größe und seinem Rang.