Weihnachten im Lavanttal

Bamle, ni, ni
schau, dass du a so voll weast wia i.

Wer von Ihnen kennt diesen Spruch? Kinder und Erwachsene haben früher nach dem Weihnachtsessen im Obstgarten die Bäume umarmt – für eine gute Obsternte im nächsten Jahr.

Weihnachten war früher tatsächlich eine stille Zeit – noch vor 80 Jahren waren Christbaum und Geschenke weitgehend unbekannt, häufig wurden aber Krippen aufgestellt. Später wurden mit Äpfeln und Lebkuchen geschmückte Christbäume vor dem Herrgottswinkel an der Decke aufgehängt.

Vor Weihnachten wurde 40 Tage gefastet, der Heilige Abend war ein strenger Fasttag – in manchen Haushalten wurde bis zur Christmette nichts gegessen, in anderen gab es Brennsuppe, manchmal Dampfnudeln, Wuzlnudeln oder Oaweibl. Erst nach der Christmette um Mitternacht gab es Selchwürstel.

Piggalan und Das Siaße wurden traditionell am 24. Dezember und zu Silvester gegessen. Daneben gibt es noch ein weiteres Gericht, das in vielen Haushalten am 25. Dezember, am Ostersonntag und am Pfingstsonntag zubereitet wurde, Schnee.

4 Antworten auf „Weihnachten im Lavanttal“

  1. Weihnachten nach meinem Geschmack, ich halte von Weihnachten wie es heute gefeiert wird schon lange nichts mehr obwohl ich 1980 geboren bin.
    Heute bekommt man zum Nikolaus das, was man früher zu Weihnachten bekommen hat wenn überhaupt, schlimm auch was da heute so an einem Adventskalendern hängt. Ich hatte oft (einfach nur) einem mit kleinen Bildchen drin und auch diese waren wunderschön oder eben ein kleines Stück Schokolade.
    Danke fürs teilen und fühle dich umarmt,
    Jesse-Gabriel der Weihnachten einfach an sich vorbeigehen lässt.

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