eingekochte Granten

Pro kg Granten
1 kg Zucker
200 g Zwetschken oder Birnen

  • Die Granten mit Zucker vermischen und ein paar Stunden stehen lassen.
  • Marmeladegläser und Schraubverschlussdeckel in Wasser auskochen und trocknen lassen.
  • Die Zwetschken waschen, entkernen und mit ein wenig Wasser weichkochen.
  • Mit dem Pürierstab zu einem feinen Mus pürieren. (Birnen schälen und die Kerngehäuse entfernen, sie können mit den Granten mitgekocht werden.)
  • Die Granten aufkochen und sechs Minuten gemeinsam mit dem Zwetschkenmus oder den geschnittenen Birnen kochen.
  • Kochend heiß in die vorbereiteten Schraubverschlussgläser füllen und die Deckel zuschrauben.
  • Die Gläser 24 Stunden stehen lassen.
  • Wenn Sie viele Granten und wenig Zeit haben, können Sie sie auch einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt einkochen.

Heuer gibt es besonders viele Granten auf unseren Almen. Preiselbeeren liefern u.a. Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C sowie Vitamin A-Vorstufen. Zudem enthalten sie viel Kalium, Magnesium und Eisen. Bei Fieber und Blasenentzündungen gab und gibt es bei uns Grantenwasser als altes Heilmittel.

Cranberrys sind keine Granten. Bei Cranberrys und Preiselbeeren handelt es sich um zwei verschiedene Pflanzenarten aus der Familie der Heidekrautgewächse. Die weltmeist meisten Cranberrys werden auf riesigen Plantagen im Norden der USA industriell angebaut. Im Herbst erfolgt die Ernte. Die Felder werden geflutet und die Beeren durch künstlich erzeugte Wasserstrudel gelöst: Cranberrys haben kleine Luftkammern, daher schwimmen sie auf der Wasseroberfläche und können mit riesigen Erntemaschinen abgeschöpft werden. Unsere heimischen Granten müssen nach wie vor händisch gepflückt werden, brocken, sagt man in Kärnten.

Hollergelee

1 l Apfelsaft
Saft von 4 Orangen und 2 Zitronen
Wasser
1 Bio-Zitrone
40 Hollerblüten
1 kg Gelierzucker 1:2

  • Apfel-, Orangen- und Zitronensaft in eine große Schüssel geben und mit Wasser auf 2 Liter aufgießen.
  • Die Biozitrone dünn schälen und die Schalen ebenfalls dazugeben.
  • Die Hollerblüten nicht waschen, aber gut ausschütteln, damit eventuell vorhandene Insekten rausfallen, zur Flüssigkeit geben.
  • 24 Stunden ziehen lassen, dann abseihen.
  • In einem großen Topf mit Gelierzucker zum Kochen bringen und sechs Minuten kochen lassen.
  • In saubere Gläser füllen und mit einem Schraubverschlussdeckel verschließen.

In der Antike wurden von ihr sämtliche Teile in der Medizin verwendet und im Mittelalter galt sie gar als Universalmedizin – die sagenumwobene Hollerstaude, ja Staude sagt man in Kärnten, nicht Hollerstrauch. Die Germanen glaubten, in der Hollerstaude wohne die Schutzgöttin Holda. Im Volksglauben nahm man früher an, dass ein Unglück über eine Familie käme, wenn der Hollerbaum gefällt wird. Natürlich gab es bei jedem Bauernhof eine Hollerstaude! Sogar die Hühner orientieren sich am Holler – wenn er blüht, legen sie keine Eier und auch dann nicht, wenn er reif ist.

Quittenkäse und Quittengelee

Quittenkäse
Pro Kilogramm Quitten:
1 Zitrone,
700 g Zucker,
Feinkristallzucker zum Wälzen.

Quittengelee
Pro Liter Quittensaft:
½ kg Gelierzucker 1:2
1 Zitrone

Quittenmus
Die Quitten gut waschen, dabei soll der Flaum gänzlich entfernt werden – er enthält Bitterstoffe. Bei diesem Rezept werden die Quitten nicht geschält!
Die ungeschälten Früchte vierteln und mit dem Kerngehäuse zustellen. Es wird so viel Wasser zugegeben, dass die Quitten bedeckt sind.
Die Früchte weich kochen, das dauert ungefähr eine halbe Stunde.
In einem sauberen Baumwolltuch 12 Stunden lang abtropfen lassen, den austretenden Quittensaft zur Seite stellen.
Die abgetropften Quitten zu einem Mus passieren.

Quittenkäse
Pro Kilogramm Mus 700 g Zucker und den Saft einer Zitrone zum Quittenmus geben.
Diese Masse kochen lassen, bis sie Blasen wirft, dann auf kleiner Flamme weiterkochen, bis sie stark eindickt – dabei immer wieder rühren!
Einen Zentimeter dick auf ein mit Pflanzenöl bestrichenes Blech streichen und in einem Dörrgerät bzw. im Backrohr bei 70 °C ungefähr zehn Stunden trocknen lassen. Falls nötig bei Zimmertemperatur fertig trocknen lassen.
Wenn die Masse trocken ist, kleine Rauten oder Quadrate schneiden und in nach Geschmack in Feinkristallzucker wälzen.
In einer gut verschließbaren Dose aufbewahren – die einzelnen Lagen mit Butterbrotpapier trennen, damit nichts zusammenklebt.

Quittengelee
Den abgetropften Quittensaft mit Gelierzucker (1:2) und Zitronensaft erhitzen und sechs Minuten kochen.
In sterile Schraubverschlussgläser füllen, verschließen und auskühlen lassen.

Quitten wurden schon vor 4000 Jahren im Kaukasus angebaut, erst im Mittelalter kamen sie zu uns. Bereits Hippokrates wusste um die Heilkraft der Quitten. Sie sind kalorienarm und enthalten viele Ballaststoffe und Mineralstoffe, wie Eisen, Zink, Kalium, Kalzium, Kupfer und Mangan, sowie viel Vitamin C. In der heimischen Küche werden Quitten selten verwendet, u.a. auch deshalb, weil sie meist sehr hart sind und das Schälen schwierig ist.

Kirschenmarmelade

1 kg Kirschen
½ kg (Bio-)Gelierzucker 1:2
1 EL Vollrohrzucker
1 TL geschmacksneutrales, hochwertiges Pflanzenöl
Saft einer halben Zitrone
nach Belieben etwas Rum

  • Marmeladegläser und -deckel auskochen und auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen lassen, nicht abtrocknen.
  • Die Kirschen entstielen und 20 Minuten lang in lauwarmes, gezuckertes Wasser legen – Einwohner werden dadurch aus den Früchten ins Wasser gelockt. Die Kirschen anschließend entkernen.
  • Früchte und Pflanzenöl in einen großen Kochtopf geben. Gelier- und Vollrohrzucker darübergeben. (Das Öl verhindert, dass die Marmelade beim Kochen schäumt.)
  • Acht Minuten lang wallend kochen.
  • Mit einem Passierstab die Kirschen passieren – wie fein sie passiert werden, ist Geschmackssache.
  • Den Zitronensaft einrühren, noch einmal kurz aufkochen lassen.
  • Halten Sie die Kochzeit ein und geben Sie Zitronensaft dazu – andernfalls könnte die Marmelade flüssig bleiben.
  • Nach Geschmack könnte vor dem Abfüllen in die Gläser auch noch etwas Rum zugegeben werden.
  • Die Marmelade in die sauberen Gläser füllen, diese mit Schraubdeckeln verschließen und auskühlen lassen.

Die Gläser nicht zum Auskühlen auf den Kopf stellen, denn dadurch könnten Inhaltsstoffe der Deckel in die Marmelade gelangen.

Erdbeer-Rhabarber-Marmelade

650 g Erdbeeren
350 g Rhabarber
½ kg (Bio-)Gelierzucker 1:2
1 EL Vollrohrzucker
1 TL Mais- oder Sonnenblumenöl
1 EL Zitronensaft

  • Marmeladegläser und -deckel auskochen und auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen lassen, nicht abtrocknen.
  • Die Erdbeeren vorsichtig waschen, putzen. Große Erdbeeren etwas zerkleinern.
  • Grünen Rhabarber waschen, schälen und in 1 cm lange Stücke schneiden. Roter Rhabarber wird nicht geschält, sondern mit der Schale verwendet.
  • Die Erdbeeren, den Rhabarber und das Pflanzenöl in einen ausreichend großen Kochtopf geben. Gelier- und Vollrohrzucker darübergeben und mindestens zwei Stunden stehen lassen. (Das Pflanzenöl bewirkt, dass die Marmelade beim Kochen nicht schäumt, es hat keine Auswirkungen auf Haltbarkeit und Geschmack.)
  • Bei mittlerer Hitze acht Minuten lang kochen. Erst am Ende den Zitronensaft einrühren.
  • Die Marmelade wird in die vorbereiteten Gläser gefüllt, diese werden mit Schraubdeckeln verschlossen und auskühlen gelassen.  

Kalt gerührte Walderdbeer-Marmelade

Eine köstliche Rarität unter den Marmeladen ist die kalt gerührte Walderdbeer-Marmelade. Sie wird aus frischen Walderdbeeren zubereitet und nicht gekocht, sondern kalt gerührt!

1/2 kg Walderdbeeren (falls nicht vorhanden, können auch Gartenerdbeeren verwendet werden, vorzugsweise kleine, aromatische Monatserdbeeren)
40 dkg Zucker
Saft einer halben Zitrone

  1. Die Walderdbeeren mit Zucker verrühren und Zitronensaft dazugeben.
  2. Bis zu zwölf Stunden stehen lassen.
  3. Mit der Küchenmaschine fünf Minuten rühren. Nach einer Stunde wiederholen, insgesamt fünf Mal.
  4. Die fertige Marmelade in kleine, saubere Gläser füllen und mit einem Schraubverschlussdeckel verschließen. Die Gläser nicht ganz anfüllen. In der Gefriertruhe lagern und bei Bedarf auftauen.

TIPP! Meine Mutter hat diese Marmelade manchmal nach einem alten Rezept gemacht, bei dem die Marmelade 12 Stunden lang gerührt wurde! Weit weniger langwierig ist es, die Marmelade wie oben in der Küchenmaschine oder mit einem Handmixer zuzubereiten und einzufrieren. Das Einfrieren ermöglicht es auch, etwas weniger Zucker zu verwenden – schimmlig wird diese Marmelade bei uns schon deswegen nie, weil sie immer sofort aufgegessen wird.

Buchhofer Erdbeermarmelade

Die Buchhofer Marmeladen wurden bei Prämierungen schon mehrfach mit Goldmedaillen ausgezeichnet.

1 kg Erdbeeren
500 g Gelierzucker 1:2
½ Zitrone
400 g Äpfel (am besten geeignet ist die Sorte Gala)

  1. Die Erdbeeren waschen und putzen, Verdorbenes entfernen. Abwiegen. Die Zitrone auspressen und zur Seite stellen. Äpfel schälen.
  2. Die Erdbeeren und die entkernten und würfelig geschnittenen Äpfel in einem großen, breiten Topf zustellen. Öfters umrühren, damit nichts anbrennt. Sobald die Früchte weich sind, werden sie püriert. Dann den Gelierzucker dazugegeben. Die Marmelade kochen, bis die Masse geliert, dabei nicht auf das Rühren vergessen. Am Schluss den Zitronensaft einrühren.
  3. Gelierprobe: Einen Tropfen Marmelade auf einen Teller geben und senkrecht halten. Wenn die Marmelade nicht mehr rinnt, ist sie fertig. Vor dem Abfüllen den Schaum abschöpfen.
  4. Die Marmelade wird in sterilisierte Gläser gefüllt, sie werden mit Twist off-Deckeln verschlossen und auskühlen gelassen.

Erdbeermarmelade verliert sehr schnell die Farbe, deshalb immer nur kleine Mengen zubereiten. Für frische Marmelade können die Erdbeeren nach dem Ernten eingefroren und später aufgetaut werden, auf diese Art behalten sie ihren feinen Geschmack.

Dieses Rezept stammt aus den Buchhofer Rezeptideen.