Linsensuppe

200 g braune Tellerlinsen
1 Lorbeerblatt
Salz
120 g Karotten
80 g Zwiebel
20 g Butter
20 g Mehl
¼ l kaltes Wasser
Pfeffer
1 EL Apfelessig
Petersilie

  1. Linsen waschen und gut 1 Stunde in ca. einem Liter lauwarmem Wasser quellen lassen, anschließend mit einem Lorbeerblatt und etwas Salz ca. 20 Minuten bissfest kochen.
  2. Die Karotten schälen, fein schneiden und 10 Minuten mitkochen, Zwiebel schälen und feinwürfelig schneiden.
  3. Für die Einmach Zwiebel in Butter glasig rösten, das Mehl dazugeben und noch kurz durchrösten, mit kaltem Wasser aufgießen und glattrühren, Einmach in die Linsensuppe einrühren.
  4. Mit Pfeffer und Essig abschmecken und vor dem Servieren mit Petersilie verfeinern.

Diese Linsensuppe kann mit mehr Gemüse bunter und auf Wunsch mit Speck oder Würstel gehaltvoller zubereitet werden.

Bei uns am bekanntesten sind Tellerlinsen, Berglinsen rote Linsen und gelbe Linsen.
Tellerlinsen oder Berglinsen vor dem Kochen eine Stunde in lauwarmem Wasser quellen lassen.
Rote oder gelbe Linsen kann man gleich kochen, ohne sie einzuweichen.

Aus: Frisch aufgetischt, Die besten Rezepte der steirischen Seminarbäuerinnen, Leopold Stocker Verlag, Graz 2018. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Bohnenstrudel pikant

Zutaten
30 dkg glattes Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
1/8 l lauwarmes Wasser
1 EL Rapsöl

Fülle
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Rapsöl
15 dkg Geselchtes
60 dkg gekochte weiße Bohnen
Salz, Pfeffer
2 Eier
1 Becher Sauerrahm
eine Handvoll frische Kräuter (Bohnenkraut, Liebstöckl, Majoran, Schnittlauch, Keferfil etc.)

Zubereitung
Strudelteig nach Grundrezept zubereiten und rasten lassen.
Für die Fülle Zwiebel schälen und Knoblauchzehe klein schneiden. In Öl anrösten.
Fein geschnittenes Geselchtes dazugeben. Vom Herd nehmen und etwas überkühlen lassen. Bohnen dazugeben. Eier und Sauerrahm gut verrühren und einarbeiten.
Den Strudelteig ausziehen, Fülle darauf verteilen, frisch gehackte Kräuter darüberstreuen. Weiter nach Grundrezept verarbeiten. 40 min bei 180 °C backen.
Dazu passt Salat und Schnittlauchsoße

Käferbohnensuppe

Zutaten
1/4 kg Käferbohnen
Salz, Pfeffer
Bohnenkraut
Majoran
3 dkg Butter
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 gestrichener EL Mehl

Zubereitung
Die Käferbohnen am Vorabend einweichen.
Am nächsten Tag das Kochwasser wechseln. Die Bohnen sehr weich kochen, Bohnenkraut mitkochen.
Gehackte Zwiebel und Knoblauch in Butter goldgelb anrösten. Mit Mehl stauben. Mit den Bohnen und dem Bohnenwasser aufgießen. Gewürze dazugeben. Die Suppe kurz kochen lassen. Zum Servieren mit einem kleinen Zweig Bohnenkraut dekorieren.

Erbsensuppe

Wandersleute kennen sie , die gute alte Erbsensuppe – früher häufig  das einzige Gericht auf Wanderhütten, meist mit Debreziner oder Frankfurter drinnen. Eine Bretteljause gab es auch noch, aber das war es meistens schon …

Zutaten
1/2 kg Erbsen
1 EL Essig
3 dkg Butterschmalz
1 kleine Zwiebel
1 EL Mehl
1 Bund Wurzelwerk
Majoran, 1 Lorbeerblatt
Salz
1 EL Crème frâiche

Zubereitung
Die Erbsen werden gewaschen, über Nacht eingeweicht, in schwach saurem Essigwasser mit geputzem, fein geschnittenem Wurzelwerk, Majoran und Lorbeerblatt gekocht.
Aus Butterschmalz, Zwiebel und Mehl eine lichte Einbrenn machen.  Aufgießen und zur Suppe geben, erst zum Schluss salzen.
Wenn die Suppe nicht mehr kocht, 1 EL Crème frâiche einrühren.

Erbsenpürée

Zutaten
1/2 l getrocknete Erbsen
3 dkg (Butter-)Schmalz
Salz, weißer Pfeffer
2 Zwiebeln

Zubereitung
Enthülste getrocknete Erbsen weichkochen (-> Hülsenfrüchte zu sieden) und passieren.
Zwiebelringe in Schmalz gelb werden lassen und herausnehmen.
Die passierten Erbsen in das heiße (Butter-)Schmalz geben und umrühren
Vor dem Servieren bergartig anrichten, mit einem Löffel oder Messer stufenartig eindrücken und die Zwiebel darüberstreuen.

(Quelle: Marie von Rokitansky, Die Österreichische Küche, 1912)

Hülsenfrüchte zu sieden

Aus: Marie von Rokitansky, Die Österreichische Küche, 1912

Sie müssen mit weichem Wasser gekocht werden und wenn das Wasser zum Teil verdampft ist, darf man immer nur kochendes, nie kaltes Wasser nachgießen.

Es empfiehlt sich auch, die Hülsenfrüchte am Vortag zu waschen und in warmem Wasser einzuweichen und am nächsten Morgen eine Messerspitze voll Backsoda (= Natron) mitzukochen.

Salzen darf man die Hülsenfrüchte erst, wenn sie weich werden. Sie brauchen bis zu  2 – 3 Stunden Kochzeit.

Bohnenkraut wird in der Küche als Würze zu Bohnen und Erbsen gebraucht und gibt ihnen einen aromatischen Geschmack.