Mohnbuchteln

Erste Funde von Mohn stammen bereits aus der Jungsteinzeit. In Mohnsamen sind keine Opiate enthalten. Wegen seines hohen Ölgehaltes wird Mohn häufig gepresst oder für Gebäck und zum Kochen verwendet. Noch in den 1960iger-Jahren gab es auf den meisten Bauernhöfen in unserer Gegend kleine Mohnäcker, wo Mohn für den Eigenbedarf angebaut wurde.

500 g griffiges Mehl
1 Würfel Germ
1/4 l Milch
80 g Butter
80 g Zucker
1 TL Salz
2 Eier
Zitronenschale

Mohnfülle
250 g geriebener Mohn
1/4 l Milch
100 g Honig
2 EL Rum
2 TL Zimt
Saft einer halben Zitrone
80 g Butter zum Befetten der Rein
1 Eidotter

  • Etwas Milch anwärmen, Germ darin auflösen und mit einem EL Mehl zu einem Dampfl verrühren. 20 Minuten gehen lassen.
  • Anschließend die restliche Milch erwärmen und die Butter darin auflösen. Zum Mehl geben. Mit Zucker, Salz, den Eiern und Zitronenschale verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. 40 Minuten rasten lassen.
  • Für die Mohnfülle wird die Milch aufgekocht, der Mohn dazugegeben und noch einmal aufgekocht. Die Masse überkühlen lassen und mit Honig, Rum, Zimt und Zitronensaft abschmecken.
  • Den Teig zusammenkneten und in 25 gleich große Stücke teilen.
  • Jedes einzelne Teigstück auseinanderziehen und mit einem gehäuftem EL Fülle belegen. Die Ränder gut verschließen.
  • Die Butter zerlassen. Eine Rein ausfetten. Die Buchteln in die zerlassene Butter tauchen und mit der glatten Seite nach oben in die Rein geben. Ungefähr 20 Minuten gehen lassen. Eidotter zersprudeln und die Buchteln damit bestreichen.
  • Die Rein ins kalte Backrohr stellen, eine kleine feuerfeste Form mit Wasser füllen und dazustellen. Bei 180 °C zirka 40 Minuten backen.

Woazenes – ungesüßt

1 kg Weizenmehl
1/2 l Milch
1 Packerl Germ
1 Prise Zucker
40 g Butter
1 Ei
2 TL Salz

  1. Die Germ in etwas lauwarmer Milch mit einem EL Mehl auflösen und ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Platz zugedeckt 20 Minuten gehen lassen.
  2. Mehl, Milch, Zucker, die zerlassene Butter, Ei undSalz mit dem Dampfl verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. Den Teig bemehlen und 40 Minuten rasten rasten lassen.
  3. Den Teig noch einmal gut verkneten und in eine befettete Rein geben. Noch einmal eine halbe Stunde an einem warmen Platz zugedeckt gehen lassen. Anschließend ins kalte Backrohr stellen und bei 180° C ungefähr 45 Minuten backen. Stellen Sie beim Backen ein kleines, feuerfestes Schüsserl mit Wasser ins Rohr, dann trocknet der Teig weniger aus.
  4. Der Teig kann vor dem Backen mit Karobe- oder Birnenmehl bzw. Zimt bestreut werden.

Menschen, die zur Osterjause nicht so gerne den süßen Kärntner Osterreindling essen – beinahe unvorstellbar! -, kann man ungesüßtes Woazenes servieren. Es gibt auch eine süße Variante des Woazenen, Sie finden sie hier.

Dinkelspitz

Vorteig
106 g Dinkelmehl T700
67 ml Wasser (28 °C)
2 g Salz
1 g Hefe

280 ml Wasser (28 °C)
7 g Hefe
19 g Salz
5 g Backmalz
23 g Rohrzucker
186 ml Milch
700 g Dinkelmehl T700

  1. Dinkelmehl. Wasser, Salz und Hefe gut vermischen und zehn Stunden lang bei Zimmertemperatur rasten lassen. Dabei mit einem Tuch bedecken.
  2. Salz, Hefe, Backmalz und Rohrrohzucker in Wasser und Milch auflösen. Dinkelmehl und Vorteig hinzufügen. Gut kneten und dann 30 Minuten rasten lassen. In vier Stücke teilen und zu Franzosen formen.
  3. Auf ein Blech setzen und nochmals rasten lassen. Bei 240 °C in den vorgeheizten Backofen geben, die Temperatur nach 5 Minuten auf 170 °C reduzieren und 40 Minuten lang fertig backen.

Anmerkung: Die Salzmenge, die im Rezept angegeben wird, scheint mir zu hoch, ich habe 2 gestrichene TL Salz verwendet und das war ausreichend.

Quelle: Christine Metzger Elisabeth Ruckser, Brot backen, wie es nur noch wenige können, ISBN-13 9783710401695, 216 Seiten, Servus, € 25,00. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Woazenes – süß

75 dkg griffiges Weizenmehl
1 Tasse Wasser
2 EL Rahm
50 g Zucker
40 g Butter- oder Schweineschmalz
1 Eidotter oder 1 kleines Ei
1 TL Salz
1 P. Germ

  1. Die Germ in etwas lauwarmem Wasser und Rahm auflösen und ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Platz zugedeckt 20 Minuten gehen lassen. Der Germteig verträgt keine Zugluft.
  2. Dann das restliche Wasser und alle anderen Zutaten mit dem Dampfl verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. Der fertige Teig wird bemehlt und soll 40 Minuten rasten.
  3. Den Teig noch einmal gut verkneten und entweder zu einem Laib formen oder in eine ausgefettete Rein geben. Noch einmal gehen lassen und im Backrohr bei 180° C ungefähr 45 Minuten backen. Stellen Sie beim Backen ein kleines, feuerfestes Schüsserl mit Wasser ins Rohr, dann trocknet der Teig weniger aus.

Der Name des Gebäcks kommt von Woaz (= Weizen). Das Woazene wurde früher zu Festtagen gebacken und an Festtagen zu Fleisch und Würsten gegessen.

Millstädter Apfelreindling

1 kg Mehl
30 g Germ
450 ml lauwarme Milch
50 g flüssige Butter
Salz

1 kg Äpfel
3 TL Zimt
75 g Zucker
Saft von ½ Zitrone
Butter zum Ausstreichen
Mehl oder Brösel zum Ausstreuen

  1. Aus Mehl, Germ, Ei, Milch, Butter und Salz einen weichen Teig kneten und eine halbe Stunde lang in der Wärme gehen lassen. Falls der Teig zu fest ist, etwas mehr Milch nehmen.
  2. Äpfel schälen, entkernen und grob reiben. Mit Zimt, Zucker und Zitronensaft vermischen.
  3. Teig nicht zu dünn ausrollen und mit der Fülle bestreuen.
  4. Einrollen und in eine gut befettete Pfanne, die mit Mehl oder Bröseln ausgestreut ist, legen. Nochmals eine halbe Stunde rasten lassen.
  5. Im vorgeheizten Rohr bei 190 bis 200 °C etwa 60 Minuten backen.

Quelle: Servus, Das kleine Buch. Strudel und Striezel. Rezepte und Geschichte. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Adventliches Apfelbrot

3/4 kg Äpfel
1/4 kg Rosinen
1/2 P. Feigen
1/2 P. Datteln
1/2 P. Aranzini
1/2 P. Citronat
15 dkg Haselnüsse im Ganzen
1/16 l Rum
1/4 kg Zucker
1 P. Lebkuchengewürz
1 EL Kakaopulver
1 Ei
1/2 kg Roggenmehl,
1/2 P. Backpulver
1/2 KL Salz

  1.  Die Äpfel schälen und grob reiben.
  2. Rosinen, geschnittene Feigen und Datteln, Arancini, Zitronat und Nüsse vermischen und mit Rum beträufeln. Zucker, Lebkuchengewürz und Kakao dazugeben. Mindestens 12 Stunden ziehen lassen.
  3. Am nächsten Tag das Roggenmehl mit dem Backpulver vermischen. Mehl, Ei und Salz zur Masse geben und verrühren. Bei 170 °C zirka 1 ½ Stunden backen.
  4. Das Apfelbrot sollte kühl gelagert werden.

Vielen Dank an Helga Granig aus Bad St. Leonhard für dieses köstliche vorweihnachtliche Rezept!

Striezel

Zutaten
35 dkg griffiges Mehl
15 dkg Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
3 EL Zucker
6 dkg Butter oder Schmalz
1 Würfel Germ
1 TL Salz
1/4 l Milch
2 Eier
Zitronenschale
1 Eidotter zum Bestreichen
Hagelzucker zum Bestreuen

1 Etwas Milch leicht erwärmen, die Germ darin auflösen und ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Platz zugedeckt 20 Minuten gehen lassen.

2 Anschließend die restliche Milch etwas anwärmen, Salz, Butter oder Schmalz und Zucker darin auflösen und zum Mehl geben, auch die Eier und etwas geriebene Zitronenschale dazugeben. Mit dem Dampfl verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. Der fertige Teig wird bemehlt und soll 40 Minuten rasten.

3 Teilen Sie den Teig in fünf gleich große Stücke und rollen Sie ihn zu gleich langen Strängen aus. Diese Stränge werden wie ein Zopf geflochten. Arbeiten Sie immer von außen nach innen und abwechseln rechts und links: Der äußerste Strang wird über den nächstgelegenen Strang gelegt und unter dem mittleren durchgezogen. Flechten Sie so den ganzen Zopf. Wichtig ist, dass die Stränge glatt und regelmäßig dick geformt sind.

4 Der fertig geflochtene Zopf soll nun eine halbe Stunde lang gehen, dann wird er mit Eidotter bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Bei 180 °C ungefähr 40 Minuten backen. Stellen Sie ein feuerfestes Schüsserl mit Wasser ins Rohr, dann trocknet der Teig weniger aus.

Lavanttaler Osterjause

Zutaten
Selchfleisch
gekochte Schweinszunge
Schweinsbraten
Selchwürste
hartgekochte Eier
frischer Krenn

Zubereitung
Selchfleisch, gekochte Schweinszunge, Schweinsbraten und Selchwürste werden in mundgerechte Stücke geschnitten und in Lagen auf einem großen Teller aufgeschichtet. Zwischen die einzelnen Lagen wird großzügig geriebener Krenn gestreut. Auf die oberste Schicht kommt noch einmal Krenn und hartgekochte Eier.

Dazu gibt es einen Reindling.

Ich danke meiner lieben Freundin Herta St. aus Mischling für das Rezept und vor allem für die Einladung zu dieser köstlichen Jause.