Türkensterz

Ein Gericht für die Fastenzeit

Türkenkorn oder türkischer Weizen ist eine alte Bezeichnung für Mais, die man bereits in Herders Conversations-Lexikon aus dem Jahr 1854 finden kann. Mais kam um 1520 nach Europa und lässt sich an mehreren Orten in Kärnten schon sehr früh belegen. Wie W. Wadl im Artikel Alter und Entwicklung der Maiskultur in Kärnten schreibt, erwähnte Hans von Hardegg in einem Brief den Turkhischen Waiz von Schloß Ehrenfels im Lavanttal aus schon im Jahr 1559. 

250 g grober Polentagrieß
1 gestrichener TL Salz
1/2 l Wasser
50 g (Butter-)Schmalz.

Variante I: Wasser salzen und zum Kochen bringen. Den Polentagrieß in das Wasser einrieseln lassen. Dabei gut umrühren. Die Masse eine halbe Stunde im heißen Rohr ausdünsten lassen.
Variante II: Den Polentagrieß in kochendes, gesalzenes Wasser einrühren. Die Hitze zurücknehmen und den Sterz zehn Minuten auf niedrigster Stufe kochen, dann vom Herd nehmen und zehn Minuten lang ausdünsten lassen.
Variante III: Den Polentagrieß trocken linden. Kochendes, gesalzenes Wasser darü­bergeben, gut rühren. 20 Minuten auf niedrigster Stufe dünsten. Variante IV: Den Polentagrieß im heißen Schmalz gut durchrösten und mit kochendem Wasser aufgießen. Salzen. Auf niedrigster Stufe 20 Minuten dünsten lassen.
Polenta legt sich leicht an, daher regelmäßig gut umrühren. (Butter-)Schmalz darübergeben und den Sterz mit einer zweizinkigen Gabel zergabeln. Nach Geschmack und wenn man nicht gerade fastet, Grammeln dazugeben.
Türk‘nsterz wird mit süßem Milchkaffee, Buttermilch oder saurer Milch gegessen. Er passt auch sehr gut zu Schwammerlsuppe. In dere Steiermark wird er auch mit Rinds-, Schweins- und Brennsuppe gegessen, dann wird er Suppensterz genannt.

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