Altkärntner Stanglkrapfen

1 Packerl Germ
2 EL Zucker
1/4 l Milch
1/2 kg glattes Mehl
30 g Butter
1 EL Schnaps
3 Dotter
1/2 TL Salz
Butterschmalz und/oder Pflanzenöl zum Herausbacken
Honig
Mohn (oder Birn- bzw. Bockshörndlmehl)

  • Germ mit Zucker, etwas Milch und 2 EL Mehl zu einem Dampfl verrühren, zudecken und gehen lassen.
  • Die Butter zur Milch geben und erwärmen, bis die Milch lauwarm ist.
  • Mehl, Dampfl, Milch mit der Butter, Schnaps, Dotter und Salz verkneten, bis der Teig Blasen wirft, glänzt und sich von der Schüssel löst.
  • Zugedeckt an einem warmen Platz gehen lassen.
  • Den Teig dann ausrollen und in 5 cm breite und 15 cm lange Streifen schneiden.
  • Die Streifen mit etwas Honig beträufeln und mit geriebenem Mohn (oder Birn- bzw. Bockshörndlmehl) bestreuen.
  • Die Ränder fest zusammendrücken und den Teig in Form rollen.
  • Noch einmal gehen lassen.
  • In Schmalz oder in Pflanzenöl herausbacken.

Am Faschingdienstag übriggebliebene Krapfen wurden im Lavanttal am Aschermittwoch auf eine Schnur gefädelt und bis Ostern am Fleischhimmel aufgehängt. Erst dann durften sie wieder gegessen werden.
Die Kärntner Schnitterkrapfen werden in der Steiermark „Stanglkrapfen“ genannt.

Eierschmarren

6 Eier
40 g Mehl
1 TL Zucker
6 EL Sauerrahm
1 Prise Salz
3 EL Butterschmalz

  • Eier, Mehl, Sauerrahm und Salz versprudeln, die Masse soll möglichst schaumig sein.
  • In einer Pfanne Butterschmalz sehr heiß werden lassen und den Teig eingießen.
  • Die Hitze zurücknehmen und den Teig auf beiden Seiten langsam backen.
  • Der Eierschmarren wird nicht zerrissen, er wird im Ganzen auf einen Teller gestürzt.
  • Für süßen Schmarren wird Honig vorsichtig erwärmt, bis er flüssig wird, und über den Schmarren geträufelt. Es kann aber auch geriebener Mohn oder Birnenmehl (wie hier auf dem Bild) über den Eierschmarren gegeben werden.

Eierschmarren kann süß oder pikant gegessen werden. Zum Süßen wurde früher Mohn, Birnenmehl oder Honig verwendet – Zucker und Zimt sind genauso möglich. Für die pikante Variante wird er mit Salat und jahreszeitlichem Gemüse, z. B. klein geschnittenem Paprika, Tomaten oder Radieschen serviert.

Bienenstich

Früher gab es auf den meisten Bauernhöfen im Lavanttal Bienenstöcke, sogenannte Bauernstöcke. Sie waren häufig liebevoll bemalt, aber leider sieht man sie kaum mehr. Die Bienen lieferten Honig zum Süßen und Wachs für Kerzen. Zucker war teuer und wurde selten gekauft.

Mein Großvater war Bauer in der Kliening und hatte ein richtiges Bienenhaus, wo er köstlichen Waldhonig produzierte. Das Bild, wie er in seinem, weißen Imkeranzug im Bienenhaus gearbeitet hat, ist mir eine wunderbare Kindheitserinnerung.

Zutaten
30 dkg griffiges Mehl
1/2 Packerl Germ
1/8 l Milch (bei Bedarf auch etwas mehr)
4 dkg Butter
4 dkg Zucker
Salz
1 Ei
feingeriebene Schale 1/2 Biozitrone

Belag
5 dkg Butter
4 dkg Zucker
5 dkg Mandelblättchen
2 dkg Honig
2 EL Schlagobers

Fülle
1/4 l Milch
1/2 P. Puddingpulver (Vanille)
1 EL Rum
2 gestrichene EL Zucker

Zubereitung
Germteig zubereiten und gehen lassen.
In der Zwischenzeit für den Belag alle Zutaten in einer Pfanne aufkochen und unter ständigem Rühren eindicken lassen.
Den Teig zusammenkneten, auf einem Bleck oder einer Tortenform ausrollen.
Noch einmal gehen lassen, den Belag aufstreichen und bei 175 °C 45 min backen.
Währenddessen den Pudding zubereiten und auskühlen lassen.
Wenn der Germteig fertig gebacken ist, etwas überkühlen lassen, das Teigstück horizontal durchschneiden und mit dem Pudding füllen. Eine Stunde lang kühlstellen.
Den Bienenstich mit einem sehr scharfen Messer portionieren. Das Messer zwischendurch in Wasser tauchen, damit nichts klebenbleibt.