Feine saure Suppe

Saure Suppe (auch Klachlsuppe oder Schweinshaxensuppe) wurde häufig nach dem Schlachten zubereitet. Im Jauntal wird sie mit Had‘nsterz gegessen, im Lavanttal meist mit Scheadlan, oft auch mit Roggenbrot. Wird das Fleisch vom Knochen gelöst und in mundgerechte Stücke geschnitten, wird auch die Bezeichnung Salonklachlsuppe verwendet. Das heutige Rezept hat uns Christl Hochegger aus Wiesenau verraten.

1 mittelgroße Zwiebel
1 EL Schmalz
1 obere Schweinsstelze
3 l Wasser
Salz, Pfeffer
1 Lorbeerblatt
3 Wacholderbeeren
1 Knoblauchzehe
etwas Muskatnuss
Majoran
1 Bund Wurzelwerk
Sellerieblätter (falls verfügbar)
1 EL Essig
Suppenwürze,
4 Erdäpfel nach Belieben
Einbrenn
1 EL Schmalz
1 gehäufter El Mehl

  • Die Zwiebel fein schneiden und in Schmalz goldgelb anrösten.
  • Die Schweinsstelze mit kaltem Wasser, den Gewürzen, Knoblauch und der gerösteten Zwiebel zustellen. Eine Stunde kochen lassen.
  • Das Wurzelwerk putzen und kleinwürfelig schneiden, zwei Karotten der Länge nach vierteln. Zur Suppe geben und eine halbe Stunde mitkochen.
  • Wenn das Fleisch weich ist, wird es vom Knochen gelöst, in Stücke geschnitten und wieder zur Suppe gegeben.
  • Für die Einbrenn das Mehl in heißem Schmalz dunkel anrösten. Dann mit kaltem Wasser aufgießen und klumpenfrei verrühren. Zur Suppe geben. (Die Einbrenn kann weggelassen werden.)
  • Mit Essig und bei Bedarf etwas Suppenwürze abschmecken.
  • Die Erdäpfel kleinwürfelig schneiden und kochen. In die fertige Suppe geben.

Apfelpudding

Eine im Lavanttal sehr bekannte Spezialität ist das Apfelmandl (auch Apfelweibl oder Apfelklesch) – eine etwas feinere Variante ist der Apfelpudding.

4 gehäufte EL Zucker
1 EL Wasser
¼ l Wasser oder Apfelsaft
½ kg säuerliche Äpfel
½ Zitrone
Anis
Zimt
1 EL Maisstärke
1/8 l Schlagobers

  • Den Zucker mit 1 EL Wasser in einer Rein erhitzen und so lange rühren, bis er braun wird (= karamellisieren). Mit der Hälfte des Wassers oder des Apfelsaftes aufgießen und aufkochen lassen, dabei löst sich das Karamell auf.
  • Die Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Die Zitrone auspressen und den Saft mit den Apfelwürfeln vermengen, damit sie nicht braun werden.
  • Die Apfelwürfel in den Kochtopf geben, mit etwas Anis und Zimt würzen. Kurz kochen lassen.
  • Die Maisstärke mit der restlichen Flüssigkeit klumpenfrei verrühren und in die kochende Apfelmischung einrühren. Einmal aufkochen lassen.
  • Noch heiß in Schüsserl füllen. Wenn der Apfelpudding kalt ist, mit steif geschlagenem Schlagobers verzieren.

Ich bedanke mich bei Ingrid Walzl aus Reichenfels für dieses Rezept.

Speckknödel mit „siaßem“ Kraut

Speckknödel
25 dkg griffiges Mehl
100 ml Wasser
2 EL Pflanzenöl
1 Ei
1 Prise Salz
Fülle
25 dkg fein geschnittener Speck
1 EL Petersilie
Salz, Pfeffer

  1. Mehl, Wasser, Öl, Ei und Salz zu einem geschmeidigen, recht weichen Teig kneten. Mindestens eine halbe Stunde rasten lassen.
  2. Inzwischen Speck fein schneiden, mit gehackter Petersilie vermengen, würzen (Salz nur bei Bedarf) und zu kleinen Kugeln formen.
  3. Den Teig in kleine Stücke schneiden und diese zu kleinen runden Flecken ausziehen.
  4. In die Mitte jeweils eine Kugel Fülle legen und mit dem Teig umschließen. Die Knödel zwischen den Handflächen rollen, bis sie rund sind und eine glatte Oberfläche haben.
  5. Die Knödel 20 Minuten in wallendem, leicht gesalzenem Wasser ziehen lassen.

Süßes (= siaßes) Kraut
1 Häupel Weißkraut
1 Zwiebel
2 EL Öl
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer
Kümmel
1/8 l Rindssuppe
2 mittelgroße mehlige Erdäpfel
1 Tl Apfelessig

  1. Das Kraut putzen, waschen und feinnudelig schneiden.
  2. Die Zwiebel fein schneiden und im Öl glasig rösten, knapp bevor die Zwiebeln fertig sind, den Zucker dazugeben und leicht karamellisieren, also braun werden lassen.
  3. Das Kraut und die Gewürze dazugeben und kurz mitrösten. Mit Rindssuppe aufgießen.
  4. Die
  5. Erdäpfel schälen, reiben und dazugeben. Gar dünsten und mit Essig abschmecken.

Für dieses Rezept bedanke ich mich bei Juliane Brunner aus Bad St. Leonhard.