Selchfleischknödel

„Was is heit für a Tåg? Heut is Montåg, heut is Knödltåg. Wann ålle Tag Knödltåg wär, dann wär ma lustige Leit …“

½ kg mehlige Erdäpfel
7 dag Weizengrieß
1 großes Ei
Salz
8 dag Mehl
1 EL zerlassene Butter
Fülle
1 mittelgroße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
25 dag Geselchtes
1 Ei
Petersilie
Salz, Pfeffer
1 EL Brösel
Bratensaft

  • Die Erdäpfel kochen und etwas überkühlen lassen, anschließend schälen und durch eine Erdäpfelpresse drücken. Den Grieß darüberstreuen und auskühlen lassen.
  • Ei, Salz, Mehl und Butter dazugeben und mit den Kartoffeln verkneten. Wenn der Teig zu weich ist – das hängt von den verwendeten Erdäpfeln ab –, noch etwas Mehl zugeben. Den Teig nur kurz kneten, sonst wird er speckig.
  • Für die Fülle die Zwiebel und den Knoblauch klein schneiden und goldgelb rösten. Das Geselchte faschieren. Zwiebel, faschiertes Geselchtes, Ei, gehackte Petersilie, Brösel und Gewürze gut vermengen.
  • Aus dem Erdäpfelteig in gleich große Knödel formen. Diese flachdrücken und je eine gehäuften Teelöffel Fülle daraufgeben.
  • Mit bemehlten Händen die Knödel verschließen. Die Oberfläche muss glatt sein! Die fertigen Knödel leicht in etwas Mehl rollen, dann gehen sie beim Kochen nicht auf.
  • Einen Probeknödel kochendes Salzwasser einlegen. Wenn er nicht zerfällt, auch die restlichen Knödel im siedenden Wasser 15 Minuten ziehen lassen. Sollte der Probeknödel zerfallen, noch etwas Mehl zum Teig geben.
  • Beim Anrichten mit etwas Bratensaft übergießen.
  • Dazu gibt es eingebranntes Sauerkraut, saure Rüben oder Salat.

Die ältesten Knödel, die in Österreich gefunden wurden, stammen aus den Pfahlbaudörfern rund um den Mondsee, sie sind ungefähr 5000 Jahre alt. Seitdem haben sie sich von Klumpen aus getrocknetem Brei zu Delikatessen weiterentwickelt und nehmen einen wichtigen Platz in unserer Küche ein.

Speckknödel mit „siaßem“ Kraut

Speckknödel
25 dkg griffiges Mehl
100 ml Wasser
2 EL Pflanzenöl
1 Ei
1 Prise Salz
Fülle
25 dkg fein geschnittener Speck
1 EL Petersilie
Salz, Pfeffer

  1. Mehl, Wasser, Öl, Ei und Salz zu einem geschmeidigen, recht weichen Teig kneten. Mindestens eine halbe Stunde rasten lassen.
  2. Inzwischen Speck fein schneiden, mit gehackter Petersilie vermengen, würzen (Salz nur bei Bedarf) und zu kleinen Kugeln formen.
  3. Den Teig in kleine Stücke schneiden und diese zu kleinen runden Flecken ausziehen.
  4. In die Mitte jeweils eine Kugel Fülle legen und mit dem Teig umschließen. Die Knödel zwischen den Handflächen rollen, bis sie rund sind und eine glatte Oberfläche haben.
  5. Die Knödel 20 Minuten in wallendem, leicht gesalzenem Wasser ziehen lassen.

Süßes (= siaßes) Kraut
1 Häupel Weißkraut
1 Zwiebel
2 EL Öl
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer
Kümmel
1/8 l Rindssuppe
2 mittelgroße mehlige Erdäpfel
1 Tl Apfelessig

  1. Das Kraut putzen, waschen und feinnudelig schneiden.
  2. Die Zwiebel fein schneiden und im Öl glasig rösten, knapp bevor die Zwiebeln fertig sind, den Zucker dazugeben und leicht karamellisieren, also braun werden lassen.
  3. Das Kraut und die Gewürze dazugeben und kurz mitrösten. Mit Rindssuppe aufgießen.
  4. Die
  5. Erdäpfel schälen, reiben und dazugeben. Gar dünsten und mit Essig abschmecken.

Für dieses Rezept bedanke ich mich bei Juliane Brunner aus Bad St. Leonhard.

Böhmische Knödel

20 dkg Mehl
1 dkg Germ
etwas Salz
1 Ei
4 Semmeln
Butter

1. Das Mehl wird mit der Germ, etwas Salz, dem Ei und Wasser zu einem glatten Teig angerührt.

2. Die Semmeln kleinwürfelig schneiden und in etwas Butter goldgelb anrösten. Mit dem Teig vermischen.

3. Aus dieser Knödelmasse werden 6-8 cm dicke Rollen geformt und in Salzwasser gekocht.

4. Zum Servieren in Scheiben schneiden.

Quelle: Was koche ich heute, Hans Ziegenbein und Julius Eckel, Wehle & Höfels Verlag, Wien 1932.

Glantaler Montagsknödel

1 mittlere Zwiebel
1 EL Pflanzenöl
300 g magerer Speck (oder Speck oder Bratenreste)
5 Semmeln (oder 250 g Knödelbrot)
2-3 Knoblauchzehen
gut 1/8 l Milch
2 Eier
Salz, Pfeffer, 1 EL gehackte Petersilie
3 EL Mehl
1 l Rindsuppe (oder Salat)
Schnittlauch zum Bestreuen

  1. Zwiebel schälen, fein hacken und in etwas Öl anrösten. Dann den Speck (oder den Schinken oder Bratenreste) kleinwürfelig schneiden, dazugeben und mitbraten.
  2. Die Semmeln ebenfalls in kleine Würfel schneiden, Knoblauch schälen und zerdrücken. Milch mit den Eiern verschlagen, Semmelwürfel oder Knödelbrot darin einweichen und die Masse mit allen übrigen Zutaten und Gewürzen gut vermischen. Etwas durchziehen lassen.
  3. Mit etwas Mehl ähnlich wie eine Semmelknödelmasse binden und daraus mit nassen Händen kleine Knödel formen. In leicht wallendes Salzwasser einlegen und 20 Minuten ziehen lassen.
  4. Die Rindsuppe erhitzen und Knödel in der heißen Suppe, mit Schnittlauch bestreut, auf den Tisch bringen. Oder ohne Suppe mit grünem Salat servieren.

Quelle: Elisabeth Ruckser, Aus Omas Kochbuch. Fast vergessene Rezepte. Servus. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

Lavanttaler Apfelknödel

Zutaten
1/2 kg Äpfel
1/2 TL Salz
1 EL Milch
1 Ei
15 dkg griffiges Mehl
4 dkg Butter
5 dkg Zucker

Butterbrösel
4 dkg Butter
3 EL Brösel
Zimt
Staubzucker

 

  1. Die Äpfel schälen und kleinwürfelig schneiden oder grob reiben. Mit dem Ei, der Milch, dem Mehl und etwas Salz gut vermengen. Die Masse eine Stunde rasten lassen.
  2. Ein Probeknöderl formen, in kochendes Salzwasser einlegen und zwölf Minuten ziehen lassen. Wenn es zerfällt, geben Sie noch ein Ei und eventuell etwas Mehl zur Masse.
  3. Die Knödel einkochen und sieden lassen. Wenn sie oben am Kochwasser schwimmen, sind sie fertig.
  4. Die Apfelknödel werden mit zerlassener Butter, Zimt und Zucker angerichtet.
  5. Sie können auch mit Butterbröseln angerichtet werden. Dazu wird Butter in einer Pfanne zerlassen und darin werden 3 EL Brösel angeröstet. Mit Zimt und Zucker bestreuen.

Herzlichen Dank an Frau Erika Magele aus St. Johann für dieses Rezept.

Erdbeerknödel

Zutaten
25 dkg Magertopfen
1 Ei
2 EL Mehl
2 EL Grieß
2 EL Brösel
2 EL Rapsöl
1 Prise Salz
12 Erdbeeren

Für die Butterbrösel
4 dkg Butter
4 EL Brösel

Zubereitung
In einer großen Rein leicht gesalzenes Wasser zum Sieden bringen.
Topfen, Ei, Mehl, Grieß, Brösel, Öl und eine Prise Salz rasch zu einem glatten Teig verkneten.
Mit feuchten Händen 12 Teigstücke formen, jeweils eine Erdbeere in die Mitte geben und die Knödel gut verschließen. In das Wasser einkochen und sieden lassen.
Die Knödel schwimmen an der Wasseroberfläche wenn sie fertig sind.
Während die Knödel sieden, die Butterbrösel zubereiten: Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brösel unter ständigem Rühren leicht anrösten.
Die Erdbeerknödel mit einem Knödelheber vorsichtig aus dem Wasser nehmen und in den Butterbröseln wälzen.
Vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen.

Erdäpfelknödel aus rohen Erdäpfeln

Zutaten
1 kg mehlige Erdäpfel
Salz
1 Ei

Zubereitung
Erdäpfel waschen, schälen und fein reiben – man kann sie auch in einer Küchenmaschine sehr fein hacken. In ein sauberes Tuch geben und einige Minuten gut austropfen lassen, anschließend mit dem Tuch fest auswringen.
Die Erdäpfel mit  Ei und Salz gut vermischen.
Mit feuchten Händen Knödel formen und 20 min über Dampf garen. (Beim Kochen in Wasser neigen die Knödel dazu, zu zerfallen.)

Mit den rohen Erdäpfelknödeln hatte ich immer Schwierigkeiten, öfter als einmal wurde daraus eine Art pürierte Erdäpfelsuppe – der entscheidende Tip kam von Jacktel von ichkoche, bei dem ich mich ganz herzlich bedanke!

 

Räuberknödel

Zutaten
3/4 kg Erdäpfel
3 altbackene Semmeln
2 Eier
1 Bund Petersilie
1 EL Brösel
Salz
Mehl zum Wälzen der Knödel

Zubereitung
Die Semmeln in kleine Würfel schneiden.
Die rohen Kartoffeln durch ein Reibeisen in eine Schüssel reiben.
Masse vermischen mit den Eiern, den Semmelwürfeln, der Petersilie, den Bröseln und dem Salz.
Teig 20 min rasten lassen, dann mit feuchten Händen Knödel formen, die vorsichtig in Mehl gewälzt werden. Die Oberfläche der Knödel muss ganz glatt sein, sonst zerfallen sie. In kochendes Salzwasser einlegen, 25 min sieden, nicht kochen. Kochtopf dabei nicht zudecken.
Herzlichen Dank, liebe Oma Friedl, für das Rezept!

Schwarzbeerknödel

Zutaten
40 dkg griffiges Mehl
5 dkg Zucker
5 dkg Butter
1/2 Würfel Germ
1 TL Salz
¼ l Milch
2 Eier

Fülle
1 gehäufter EL frische Schwarzbeeren und 1 EL Zucker
oder: 1 gehäufter EL feste Schwarzbeermarmelade
Staubzucker
Zimt

Zubereitung
Die Hälfte der Milch leicht erwärmen, Germ darin auflösen und mit etwas Mehl zu einem Dampfl vermischen. An einem warmen Ort zugedeckt ca. 20 min gehen lassen.
Anschließend die restliche Milch warm machen, Salz, Butter und Zucker darin auflösen und zum Mehl geben; Eier zugeben. Das Dampfl mit allen Zutaten sehr gut verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. Der Teig soll nicht zu fest sein, damit sich die Knödel gut formen lassen.
Das fertige Teigstück bemehlen und ca. 30 min zugedeckt an einem warmen Ort rasten lassen.
Teig noch einmal gut durchkneten, daraus acht bis zehn gleichmäßige Stücke formen, und jeweils mit einem Nudelwalker ca. 4 mm hoch ausrollen. Auf jeden Teigfleck 1 guten EL Schwarzbeeren und 1 gestrichenen EL Zucker (bzw. beides durch 1 großen EL Schwarzbeermarmelade ersetzten) geben, den Teig gut verschließen, die Enden zusammenfassen, auf der Unterseite zusammendrehen und so einen Knödel formen.
Diesen Knödel auf einem bemehlten Brett ½ Stunde gehen lassen.
Wenn die Knödel aufgegangen sind, entweder in siedendem Salzwasser kochen oder im Dampfeinsatz ca. 15 min garen – beim Dämpfen werden die Knödel flaumiger. Beim Garen gehen sie noch einmal stark auf!
Zum Servieren mit flüssiger Butter übergießen, mit Staubzucker und Zimt bestreuen.